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Pressemitteilung BoxID: 166131 (Bankhaus Ellwanger & Geiger AG)
  • Bankhaus Ellwanger & Geiger AG
  • Börsenplatz 1
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  • Ansprechpartner
  • Arnim E. Kogge
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Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Die Sorgen um den spanischen Bankensektor und das Einspringen der Notenbank, um eine spanische Sparkasse zu retten, sorgten abermals für einen starken Rückgang des Euros und dieser Strudel riss die internationalen Aktienmärkte mit nach unten. Hinzu kam das Säbelrasseln zwischen Nord- und Südkorea. Positiv dagegen steht das nun wieder angestiegene Verbrauchervertrauen in den USA, das auch die amerikanische Notenbank Fed zum Anlass nahm, wieder über eine Erhöhung des Diskontsatzes zu diskutieren. Hier wird von einer eindeutigen Stimmungsaufhellung gesprochen. US-Notenbank-Chef Bernanke geht auch davon aus, dass keine Inflationsgefahr für die USA besteht. Die Marktteilnehmer an den Aktienmärkten nehmen die positiven Nachrichten nur mit einem Auge wahr, das andere richtet sich weiter auf die europäischen Risikoländer. Diese Nervosität zeigt sich deutlich an der Schwankungsbreite der Indizes. Der DAX hat nach seinem Abwärtstrendkanal nun einen vorläufigen Boden gefunden, der knapp oberhalb der Unterstützungslinie von 5.600 Punkten liegt. Eine kurzfristige Gegenbewegung in Richtung 5.900 Punkte ist deshalb wahrscheinlich. Stärker nach unten gerissen hat es den Euro Stoxx 50, der sogar unter seine Unterstützungslinie von 2.380 Punkten fiel, aber noch oberhalb der Linie von 2.200 Punkten liegt. Hier sollte eine Gegenbewegung in Richtung 2.450 Punkte ebenfalls möglich sein. Der Dow-Jones-Index kam genau auf der Unterstützungslinie von 9.800 Punkten zum Halten und erholte sich wieder in Richtung seiner psychologischen Marke von 10.000 Punkten. Auch hier ist eine Gegenbewegung in Richtung 10.250 Punkte wahrscheinlich.

Die europäischen Banken bleiben weiterhin das Sorgenkind der Investoren. Dies ist deutlich am Rentenmarkt zu erkennen. Es findet eine Flucht in Bundesanleihen statt und die Spreads von Griechenland, Portugal und nun auch Spanien müssen eine weitere Ausweitung hinnehmen. Die strukturellen Probleme der Währungsunion bleiben somit ungelöst und der Euro weiter in Gefahr, nicht nur kurzfristig schwächer zu werden. Angesichts der schwierigen Finanzierungsbedingungen innerhalb der Eurozone und der hinzukommenden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel neigen die Investoren immer mehr dazu, sich von Risikoposten zu trennen. Rein technisch gesehen, ist der Markt inzwischen überverkauft, aber durch die Unsicherheiten ist eine weiter abwartende Haltung mehr als angebracht. Vorsicht und Zweifel sind das Motto vieler Anleger. Technisch orientierte Gegenbewegungen konnten sich bisher nicht lange halten, kurz darauf setzten schon wieder Verkäufe ein. Diese Schaukelbörse dürfte auch noch weiter anhalten und ist ein ideales Terrain für tradingorientierte Anleger. Dies gilt insbesondere für die Branche der Kreditinstitute. Für den längerfristigen Anleger bleiben wir bei unserer vorsichtigen Einschätzung und sehen eine weiter defensive Branchengewichtung als richtig an. Die Branche Nahrungsmittel und Getränke nehmen wir aber zurück von übergewichten auf normal gewichten, da sie so stark vom Umfeld der Unsicherheit profitiert hat, dass nun diese Werte zu teuer geworden sind. Als Ausnahme ist sicherlich weiterhin Nestlé zu betrachten. Positiv sehen wir unverändert die Branche Medizintechnik und Gesundheitswesen, hier eine Fresenius oder eine Johnson & Johnson. Zweigeteilt bleiben wir bei der Branche Roh- und Grundstoffe, während wir die Industriemetalle und das Öl untergewichten, sollte das Gold und die Agrartitel übergewichtet bleiben. Positiv sehen wir die Werte Barrick Gold und KWS SAAT.