Dienstag, 24. Oktober 2017


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Die Marktmeinung aus Stuttgart

Stuttgart, (lifePR) - Die internationalen Aktienmärkte haben nach den starken Kurssteigerungen nun wieder eine kurze Ruhepause eingelegt. Gewinnmitnahmen und eine Tendenz, das Risiko zu reduzieren, bekamen bei den Investoren wieder oberste Priorität. Da aber die Kursrückgänge nur sehr gering ausgefallen sind, ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen mit erneuten Kursanstiegen zu rechnen ist. Sicherlich werden einige Unternehmen durch Analystenkommentare des Herauf- oder Herabstufens unterschiedliche Kursverläufe vornehmen, aber die Gesamttendenz zeigt bis Jahresende unverändert nach oben. Technisch gesehen ist die Luft allerdings dünner geworden und der DAX scheint Schwierigkeiten zu haben, über die bisherigen Höchstkurse von 5.880 Punkten hinauszukommen. Hier befindet sich auch eine psychologische Falle, da im letzten Jahr die Lehman-Pleite bei 6.000 Punkten begann. Sollte es dem DAX nicht gelingen, den diesjährigen Höchststand zu überschreiten, dürfte auch schnell wieder die untere Linie von 5.300 Punkten getestet werden. Diese Marke wird inzwischen immer wichtiger, da ein Unterschreiten den nach wie vor intakten Aufwärtstrend unterbrechen würde. Im Gegensatz zum DAX hat der Euro Stoxx 50 seine bisherigen Höchstkurse schon überschritten und ist momentan wieder auf dem Weg in Richtung 2.800 Punkte; dies war die alte Höchstmarke vom August 2008. Auch der Dow-Jones-Index bewegt sich auf seine Marke vom August 2008 hin, die bei 11.000 Punkten lag. Sollte es diesen beiden Indizes wirklich gelingen, die neuen Höchstkurse zu erreichen, würde dies für den DAX bedeuten, dass er die 6.000-Punkte-Marke überschreitet.

Die abgeschlossene Berichtssaison für das dritte Quartal 2009 zeigt, dass es den Unternehmen überwiegend gelang, ihre Margen durch Kostensenkungen zu verteidigen, Umsatzzuwächse sind aber weiterhin Mangelware. Viele Analysten gehen in ihren Gewinnschätzungen davon aus, dass es 2010 zu einer kräftigen Erholung der Unternehmenserträge kommen wird; dies sehen wir nicht so. Die Unternehmen werden den freundlichen Markt benutzen, um Kapitalerhöhungen durchzuführen und eine zunehmende Zahl von Aktienneuemissionen werden den Markt überschwemmen. Wir gehen davon aus, dass sich in den ersten drei bis vier Monaten des Jahres 2010 die wirtschaftlichen Rahmendaten nicht verbessern werden, sondern vielleicht sogar eine leichte Verschlechterung eintritt. Dies wird wieder zu einer vorsichtigeren Haltung der Anleger führen. "Das Zusammentreffen schlechterer Rahmendaten mit einem höheren Materialangebot und der Verunsicherung der Anleger dürfte zu einem Kursrutsch führen." Auf 6-Monats-Basis sehen wir den DAX zwischen 5.200 und 5.800 Punkten. Bei der Branchengewichtung nehmen wir folgende Veränderungen vor: die Finanzdienstleister von Untergewichten auf Normalgewichten, Nahrungsmittel und Getränke von Normalgewichten auf Übergewichten, Logistik von Untergewichten auf Normalgewichten und Touristik von Normalgewichten auf Untergewichten. Positiv bleiben wir weiterhin im Bereich Gesundheitswesen/Medizintechnik. Für tradingorientierte Anleger sehen wir die Merck um 62,- € und Sixt um 22,- € für kaufenswert.

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