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Pressemitteilung BoxID: 273342 (Bankhaus Ellwanger & Geiger AG)
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Aktienmärkte wieder in unruhigem Fahrwasser

Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) (Stuttgart, ) Die politische Aufregung über die Einschätzung der Rating- Agenturen, die auch bei den Kern-EU-Ländern das AAA-Rating in Gefahr sehen, hat die Börsen nicht weiter beunruhigt. Im Gegensatz zur Gewinnwarnung der METRO AG, woraufhin nicht nur Rückschlüsse auf die Aktie selbst gezogen wurden, sondern auch wieder auf die gesamte Konjunkturverfassung. Sollten sich die Verbraucher doch nicht so konsumfreudig zeigen? Im Mittelpunkt steht auch die EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag, von der eine weitere Zinssenkung auf 1 % sowie stärkere Hilfen für die Kreditinstitute erwartet werden. Technisch befindet sich der DAX in schwierigem Gewässer: Er kann zwar die 6.000-Punkte-Marke verteidigen, allerdings spürt man, dass die Luft nach oben sehr dünn ist, wodurch ein Rückschlag bis 5.850 Punkte jederzeit möglich wäre. Auch der Euro Stoxx 50 ist zwar knapp über der Unterstützungslinie von 2.300 Punkten und könnte durchaus bis 2.480 Punkte ansteigen, allerdings sieht es zurzeit nicht nach diesem Kursverlauf aus. Der Dow-Jones-Index bewegt sich in seiner Bandbreite zwischen 12.000 und 12.250 Punkten.

Der "Weckruf" der Ratingagenturen bezüglich einer Herabstufung der EU-Staaten erhöht den Druck auf den EU-Gipfel am Freitag. Sollte der deutsch-französische Plan umgesetzt werden, der eine stärkere Zusammenarbeit in der europäischen Fiskalpolitik vorsieht, könnte durchaus eine Herabstufung der Bonität verhindert werden. Insbesondere auch dadurch, dass Griechenland und auch Italien ihren Sparhaushalt in den jeweiligen Parlamenten durchsetzen konnten. Die Aktienmärkte werden entscheidend darauf reagieren, wie die Politik und die EZB ihre Beschlüsse in den nächsten Tagen kommentieren. Insofern könnte der DAX durchaus bei positiven Ergebnissen die umkämpfte Marke von 6.000 Punkten weiter halten und in Richtung 6.300 Punkte kommen. Allerdings würde der Index bei der geringsten Enttäuschung sofort wieder in Richtung 5.850 Punkte zurückfallen. Viele institutionelle Anleger haben bereits ihre Bücher geschlossen. Dies bedeutet, dass die Schwankungsbreite bei noch weniger Teilnehmern eher zunehmen wird und insofern bis Jahresende die Kursentwicklung eher von tradingorientierten Investoren genutzt werden kann. Strategisch und mittelfristig denkende Anleger bleiben weiterhin in den defensiven dividendenstarken Werten engagiert bzw. nutzen stärkere Kursabschläge, um ein Neuengagement bei diesen Titeln einzugehen. Wir bleiben positiv bei den Branchen aus dem Gesundheitswesen, dem Pharma- und Nahrungsmittelbereich. Dies gilt bei den Einzeltiteln für das Rhön-Klinikum, Novartis, Coca Cola und Nestlé.