Abrüstung tut Not

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die Finanzmärkte stehen im Banne vielfältiger Konflikte und Streitpositionen. Täglich wechseln Zuversicht und bange Angstgefühle, je nachdem, ob z. B. aus China oder den USA versöhnliche Entspannungssignale oder verschärfende Rhetorik zu vernehmen ist.
Neue Entwicklungen, die mit „Cyberkrieg“ oder „Handelskrieg“ bezeichnet werden, beunruhigen die Marktteilnehmer ebenso wie die vermehrten realen Kriegsaktivitäten, wie aktuell offen in Syrien oder verdeckt in der Ost-Ukraine. Die Martialisierung der Sprache zeigt sich auch im Alltag, wo z. B. im Sportgeschehen von Fußball-Schlachten oder im Entertainment-Bereich von Koch- oder Castingshow-Battles gesprochen wird. Auch im Finanzbereich wird gerne von „Blutbädern“ gesprochen, wenn an manchen Tagen etwas größere Kursverluste auftreten. Im Generellen wäre zunächst eine sprachliche Abrüstung wünschenswert. Wenn dann noch im Speziellen eine reale Abrüstung in tatsächlichen Kriegshandlungen erfolgen würde, hätte das zur Folge, dass mancherlei Unsicherheiten aus dem Finanzmarktgeschehen verschwinden würden.

Damit ist bis auf Weiteres leider kaum zu rechnen. Einzig die Hoffnung auf die Einsicht des US-Präsidenten, dass er seinem Land mit am meisten schadet, wenn er seine kompromisslose protektionistische Politik weiter auf die Spitze treibt, lässt die Märkte immer wieder aufatmen. Ansonsten gilt es die Wirtschaftsdaten weiter zu beobachten, da die jüngsten Auftrags- und Produktionsdaten in Deutschland und Europa nachgaben. Da die Inflationsraten jedoch weiter moderat bleiben und der Zinsanstieg im langfristigen Bereich in Europa bisher ausblieb, ist die Börsenampel noch nicht auf Rot gesprungen. Sollte der chinesische Vorstoß im Handelsstreit mit den USA weitere Entspannung und die Quartalsberichtssaison keine negativen Überraschungen bringen, könnte die Ampelfarbe wieder von Gelb auf Grün wechseln.
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