Dienstag, 24. April 2018


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Small und Mid Caps performen langfristig besser

Brussels, (lifePR) - „Es mag wie ein Klischee klingen, aber auch große Unternehmen haben einmal klein angefangen. Deshalb ist es umso überraschender, dass kleine und mittlere Unternehmen in diversifizierten Aktienportfolios oftmals außer Acht gelassen werden“, stellt Guy Lerminiaux, CIO für die fundamentale Aktienanalyse bei Degroof Petercam AM, fest. „Small- und Mid Caps bieten im Umfeld eines reifen Bullenmarktes derzeit attraktive Gelegenheiten. Unterbewertungen finden sich insbesondere in Nischenmärkten.“

Anlagestrategen sind sich häufig darüber einig, bestimmte Regionen, Sektoren oder Anlagestile zu bevorzugen. Sie sind sich aber selten einig darüber, in welche Marktkapitalisierungen man investieren sollte. Fakt ist, dass Unternehmen mit kleiner und mittlerer Marktkapitalisierung beständig höhere Renditen erzielen. Anleger, die seit der Jahrtausendwende ausschließlich in einen Index der 50 größten Unternehmen der Welt investiert waren, wäre ein ansehnlicher Teil zusätzlicher Rendite entgangen.

„Ein Large-Cap-Portfolio ist seit Anfang 2003 um etwa 30 Prozent gestiegen, während ein Portfolio aller anderen Unternehmen im MSCI World etwa um 130 Prozent zulegte. Das ist ein recht bedeutender Performanceunterschied, wenn man berücksichtigt, dass die 50 Mega-Marktkapitalisierungen starke Marken und solide Bilanzen haben und extrem rentabel sind“, sagt Guy Lerminiaux. „Noch bemerkenswerter ist, dass die Mega-Kapitalisierungen beständig eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung im Vergleich zu mittleren und kleineren Unternehmen verzeichneten. Die Outperformance von Small- und Mid Caps wird dabei umso grösser, je länger der betrachtete Anlagehorizont ist.“

Nach der traditionellen Wirtschaftstheorie sind höhere Renditen stets mit höheren Risiken verbunden. Dies muss nach Ansicht des Degroof Petercam-Aktienexperten jedoch nicht zwingend für qualitativ hochwertige Small- und Mid  Caps gelten - also geringer kapitalisierte Unternehmen, die beständig solide Cashflows generieren und durch einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil eine starke Position in ihren jeweiligen Märkten einnehmen.

Die Möglichkeiten, solche hochwertigen Qualitätstitel aufzuspüren, sind immens. Denn 80 Prozent der Titel im weltweiten Aktienuniversum sind Small Caps. Auf sie entfallen aber nur 20 Prozent der globalen Marktkapitalisierung.

Stabiles Wachstum bringt Performance und reduziert Risiken

Die Outperformance von Small und Mid Caps lässt sich jedenfalls nicht mit höherer Rentabilität, höheren Margen, einer solideren Bilanz oder einem unterschiedlichen Mix geografischer Regionen oder Sektoren erklären. Denn diese Kriterien entsprechen weitgehend denen von großen Unternehmen und lassen Small- und Mid Caps sogar etwas schlechter abschneiden. Es sind vor allem die höheren Wachstumsraten, die den Hauptunterschied ausmachen. Small- und Mid Caps befinden sich häufig in einem früheren Stadium ihres Wachstums oder ihres Produktzyklus und haben daher ein größeres Wachstumspotenzial. Sie sind in der Regel stärker fokussiert und auf ein oder zwei Nischen spezialisiert. Zudem haben sie eine flexiblere Struktur, also weniger Managementebenen und damit weniger Bürokratie.

„Ein in der Regel stärker ausgeprägter Unternehmergeist ermöglicht kleineren Gesellschaften, neue Trends besser zu nutzen. Eine Kombination dieser Faktoren führt dazu, dass ihr Umsatz schneller steigt als der ihrer großen Mitbewerber. Daher gelingt es ihnen, ein stärkeres Gewinnwachstum zu erzielen. Langfristig führt dies zu einer besseren Wertentwicklung am Aktienmarkt“, betont Guy Lerminiaux.

Als weitere Erklärung für die Outperformance von Small- und Mid Caps nennt er Fusionen und Akquisitionen. Sie sind häufig Übernahmeziele von größeren Unternehmen, die neue Technologien, Nischen oder Marktanteile hinzukaufen wollen. Große Unternehmen sind hingegen nur selten Gegenstand eines Übernahmeangebots. Dies erklärt implizit die Underperformance von Mega-Kapitalisierungen im Vergleich zu kleineren Branchenvertretern, deren CEOs keiner Kontrolle eines Konzerns unterliegen.

„Die wahrgenommene schwächere Corporate Governance bei Small- und Mid Caps wird oft als Risikofaktor angeführt. Aber das Risiko, aufgrund einer Akquisition seinen Job zu verlieren, dürfte den CEO eines kleineren Unternehmens stärker motivieren, der Wertschaffung für die Aktionäre eine hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Im Unternehmensdschungel muss sich der CEO eines Unternehmens mit einer Mega-Marktkapitalisierung hingegen keine Sorgen machen, dass er aufgrund einer feindlichen Übernahme seinen Posten verliert, sodass Anleger diesbezüglich keinen Aufschlag zahlen müssen, es sei denn, die Ungewissheit am Markt nimmt zu“, sagt der Degroof Petercam-Aktienexperte.

Bank Degroof Petercam

Degroof Petercam AM, mit Hauptsitz in Brüssel, ist eine in den Benelux-Ländern führende unabhängige Asset Management-Gesellschaft mit langjähriger Marktreputation in Long Only-Anlagekonzepten sowie spezialisierten Asset Management-Lösungen. Neben aktiv gemanagten Publikumsfonds verwaltet Degroof Petercam AM Vermögensverwaltungsmandate für institutionelle Investoren in ganz Europa und stellt seine Expertise über ein breites Netzwerk von über 400 Vertriebspartnern zur Verfügung. Das Produkt- und Dienstleistungsangebot von Degroof Petercam AM richtet sich vornehmlich an öffentliche und betriebliche Pensionskassen, Versicherungsgesellschaften, private Banken sowie gemeinnützige Organisationen. Aktuell verwaltet Degroof Petercam AM ein Vermögen von über 37 Milliarden Euro.

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