BLHV: Mit Mut, Selbstvertrauen und Kraft ins neue Wirtschaftsjahr

(lifePR) ( Freiburg, )
Im Wirtschaftsjahr 2011/12 standen sich in der Landwirtschaft höhere Erträge und höhere Aufwendungen gegenüber. Die Veredlungswirtschaft konnte besser, die Obstbaubetriebe dagegen konnten schlechter als im vergangenen Wirtschaftsjahr abschneiden. Im bundesweiten Vergleich sind die Bauerneinkommen in Baden-Württemberg mit 31.981 € je Familienarbeitskraft (FAK) das Schlusslicht. Viele Herausforderungen, insbesondere die Diskussion um zukünftige europäische Agrarpolitik, beschäftigten die landwirtschaftliche Interessenvertretung in Baden. Darauf verwies der Hauptgeschäftsführer des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes e.V. (BLHV), Benjamin Fiebig, in einem Pressegespräch am 18. März in Freiburg.

Nach Darstellung des BLHV-Hauptgeschäftsführers war die Arbeit des BLHV 2012 geprägt durch offene Fragen hinsichtlich der zukünftigen EU-Agrarpolitik, die weitere Ausbreitung des Maiswurzelbohrers, den Umgang mit FFHMähwiesen, den Spannungsbogen Tierhaltung sowie Tierschutz und die Gestaltung des bundeseinheitlichen Sozialversicherungsträgers. Fiebig machte deutlich, wie wichtig die landwirtschaftlichen Direktzahlungen für Badens Bauernfamilien sind. Ohne diese Zahlungen wäre das ohnehin geringe Einkommen auf die Hälfte reduziert. Deswegen hat sich der Verband auf allen Ebenen für eine praxisorientierte, unbürokratische und finanzstarke Agrarpolitik für den Förderzeitraum 2014 bis 2020 eingesetzt. Gerade die Betriebe, die unter erschwerten Bedingungen wirtschaften, müssen staatliche Unterstützung erfahren. Deswegen setzt sich der BLHV für eine Raufutterfresserprämie (Rinder, Schafe, Ziegen) ein, um die Tierhaltung und somit das Grünland in diesen Gebieten zu erhalten. Der Verband hat sich im zurückliegenden Wirtschaftsjahr für die Belange der Landwirtschaft auf allen politischen Ebenen eingesetzt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann konnte auf der Landesversammlung begrüßt werden.

Fiebig betont die Wichtigkeit des Dialoges mit Parteien unterschiedlicher politischer Richtungen, um Belangen der badischen Bauernfamilien Nachdruck zu verleihen. "Landwirtschaft ist die Schlüsselbranche der gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit.", bekräftigte Fiebig. Heute wie künftig ist es von großer Wichtigkeit, Politik und Gesellschaft für diese Bedeutung zu sensibilisieren und dadurch Akzeptanz und Erfolg der badischen Bauernfamilien zu sichern. Mit den Verbandswahlen im Herbst haben die Kreisverbände ein klares Signal an die ehrenamtlichen Vertreter gesendet. Verbandspräsident Werner Räpple ist einstimmig wiedergewählt. Neue Mitglieder im Vorstand sind Thomas Huschle aus Renchen- Maiwald (Kreisverband Rastatt - Bühl - Achern) und Oswald Tröndle aus Höchenschwand (Kreisverband Waldshut).

Die Mitgliederbetreuung und Beratung bei agrarrechtlichen, förderrechtlichen, sozialen und steuerlichen Belangen sind nach wie vor ein wichtige Schwerpunkte des BLHV. Durch die zunehmende Komplexität gewinnt die sozioökonomische Beratung, wie bei Hofübergaben und bei wichtigen unternehmerischen Grundsatzentscheidungen, an Bedeutung. Intensive Mitgliederbetreuung erfolgt in den sieben überwiegend verbandseigenen Bezirksgeschäftsstellen in Achern, Herbolzheim, Freiburg, Müllheim, Waldshut-Tiengen, Donaueschingen und Stockach. Der BLHV möchte bei Rückzug der Offizialberatung zukünftig weitere Dienstleistungsangebote für seine Mitglieder machen.

Der BLHV berät und vertritt 17.374 Einzelmitglieder. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 128 Mitglieder. Neben der fachlichen Beratung bietet der Verband seinen Mitgliedern ein umfangreiches Bildungsangebot über sein dezentrales berufsständisches Bildungswerk. Der Spatenstich zum neuen "Haus der Bauern" in Freiburg ist im Herbst erfolgt.

Ende 2013 entsteht ein grünes Zentrum für den land- und forstwirtschaftlichen Berufsstand. Der Holzbau aus badischen Rohstoffen setzt ein Zeichen für die heimische Forstwirtschaft. Der Neubau soll für gelebte Regionalität und Nachhaltigkeit, effiziente Bürokommunikation, innovativste Bauweise bei gleichzeitig nüchterner Kostenkalkulation und bester Wirtschaftlichkeit stehen. Ein neues Betriebsgebäude entsteht ebenso in Stockach.

Die Kommunikationsoffensive des BLHV ging 2012 in die Startphase. Die Imagekampagne "L wie Lebenslust, Leistung, Landwirtschaft" wurde erstmals auf der Baden-Messe in Freiburg vorgestellt. Ziel ist es, der badischen Bevölkerung ein realistisches und authentisches Bild von ihren Bäuerinnen und Bauern zu vermitteln. 40 von ihnen haben sich ablichten lassen. Diese Bilder zeigen die Vielfalt und Einzigartigkeit von Badens Bäuerinnen und Bauern. Weitere Projekte, wie ein Videowettbewerb, sind in der Konzeptionsphase.

Über seine Tochtergesellschaft "Agrardienst Baden" bietet der BLHV seit 10 Jahren vorteilhafte Leistungen in den Sparten Versicherungen, Reisen, Energie und Beschaffung von PKW an.

Dem BLHV angegliedert sind, nach Darstellung des BLHVHauptgeschäftsführers Fiebig, der LandFrauenverband Südbaden mit 20.000 Mitgliedern und der Bund Badischer Landjugend (BBL) mit rund 3.000 jungen Menschen aus dem ländlichen Raum.

Trotz wirtschaftlicher und agrarpolitischer Turbulenzen sieht der BLHV, so Fiebig, optimistisch in Zukunft. Landwirte seien seit Jahrhunderten das Rückgrat der Gesellschaft, sie hätten so manchem Sturm getrotzt. Der BLHV ist in diesen Zeiten ein starker Partner und Ratgeber für seine Mitglieder. Der Verband verfügt mit seiner ehrenamtlichen Führungsstruktur über eine starke Vernetzung zum Wohle seiner Bauernfamilien. Verbandsarbeit gewährleistet, dass Bäuerinnen und Bauern mit ihren Anliegen Gehör finden.
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