Montag, 18. Juni 2018


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Rückenschmerzen, ade

Schmerzschrittmacher stoppt chronische Leiden

Berlin, (lifePR) - Rückenschmerzen zählen zu den am häufigsten auftretenden Volkskrankheiten – fast jeder Mensch leidet mindestens einmal in seinem Leben unter ihnen. Verschwinden sie durch eine entsprechende Behandlung nach einiger Zeit wieder, ist die Lebensqualität nur kurzzeitig eingeschränkt. Es gibt jedoch Fälle, in denen sich die Leiden im Rücken trotz modernster Therapiemöglichkeiten nicht bessern oder aber immer wiederkehren. Halten die Beschwerden länger als zwölf Wochen an, sprechen Mediziner von chronischen Schmerzen. In diesen Fällen bleibt vielen Betroffenen oft nur noch die Möglichkeit, die Qualen medikamentös zu bekämpfen. Die Einnahme von Medikamenten geht in vielen Fällen jedoch mit starken Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Magenproblemen einher. „Für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen stellt die Rückenmarkstimulation dann oftmals die einzige Behandlungsalternative dar“, erklärt Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin.

Sanfte Impulse helfen

Bei der Rückenmarkstimulation gibt ein sogenannter Schmerzschrittmacher in regelmäßigen Abständen einen schwachen elektrischen Impuls an das Rückenmark ab. „Dadurch ändert sich das Schmerzsignal bevor es das Gehirn erreicht und anstelle der starken und in vielen Fällen lähmenden Schmerzen verspüren Patienten nur noch ein leichtes Prickeln oder Kribbeln“, beschreibt der Wirbelsäulenexperte die Wirkungsweise. So bekämpft der Schrittmacher zwar nicht die Ursache, sondern das Symptom, steigert aber die Lebensqualität um ein Vielfaches.

Kleiner Eingriff – große Wirkung

Bevor Betroffene das kleine, auch als Impulsgenerator bekannte Gerät eingesetzt bekommen, erfolgt eine drei- bis zehntägige Testphase. „Hierfür implantiere ich in einem rund dreißigminütigen minimalinvasiven Eingriff eine Elektrode direkt an der Wirbelsäule. Entscheidend für den Erfolg ist hierbei die richtige Platzierung. Aus diesem Grund erfolgt der Eingriff unter lokaler Betäubung, damit ich während des Eingriffs mit dem Patienten kommunizieren kann, um die Elektrode so exakt zu positionieren“, so Dr. Sabarini. Darüber hinaus erfolgt eine Kontrolle der Lage durch Röntgendurchleuchtung. Die Elektrode wird dann zunächst an einen externen Schrittmacher angeschlossen. Die Testphase dient dazu herauszufinden, ob und wie stark der Neurostimulator die Beschwerden lindert. Verläuft die Testphase erfolgreich, bekommen Betroffene anschließend den Schmerzschrittmacher unter die Haut implantiert. Danach erfolgt das Verbinden des kleinen Helfers mit der bereits zuvor eingesetzten Elektrode. In der ersten Zeit nach dem Eingriff sollten Patienten auf sportliche Aktivitäten verzichten, aber bereits nach wenigen Wochen können sie wieder aktiv am Leben teilnehmen.

Individuelle Einstellungen für ein schmerzfreies Leben

Abhängig von der Intensität der Leiden stellen Mediziner den Impulsgenerator auf die Schmerzen jedes Einzelnen ein. Darüber hinaus erhalten Behandelte nach dem Einsetzen ein Programmiergerät, mit dem sich die Stimulationsstärke modifizieren lässt – so kann jeder unterschiedliche Level für verschiedene Tageszeiten und Aktivitäten wählen.Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de.

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