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Pressemitteilung BoxID: 606408 (AvD Automobilclub von Deutschland e.V.)
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Sommer - Härtefall für Autolack

(lifePR) (Frankfurt am Main, )
Tote Insekten schaden dem Lack
Vogelkot sofort entfernen
Auch zu viel Sonne ist schädlich


Ab 80 km/h steigt die Zahl der Insekten, die beim Aufprall auf Fahrzeuge getötet werden. Dabei setzen sie Chitin, Sekrete und Säuren frei, die vom Fahrtwind sofort angetrocknet werden. Insektenreste setzen sich auf dem Kühlergrill, den Lampen, auf Motorhaube und Nummernschild fest, und die Frontscheibe wird schnell undurchsichtig. Wegen der fast augenblicklichen Trocknung sollte man während der Fahrt bei großen Placken sofort die Scheibenwaschanlage einschalten, um das Festsetzen zu vermeiden. Wichtigster Tipp: Wischwasserbehälter bei jedem Tanken nachfüllen und ein gutes Reinigungsmittel zusetzen.

Insektenentfernung braucht Geduld

Auch wenn tote Insekten dem Lack sehr schaden, müssen sie mit Ruhe entfernt werden. Harte Schwämme und die Schwammseite der meisten Tankstellen-Wischer taugen nur für die Frontscheibe, sie verursachen Kratzer im Lack und machen Plastik-Scheinwerfer-Gläser blind. Sind aber die toten Insekten zu lange auf dem Auto, greifen sie den Lack an. Abhilfe schaffen spezielle Insekten-Entferner, die ein Lösemittel für Chitin und Sekrete enthalten. Man sprüht den Insekten-Entferner möglichst an einem schattigen Platz auf die Karosserie, wartet 2 Minuten und wäscht dann die behandelten Karosserieteile mit einem weichen Schwamm ab, den man im Kofferraum mitführen sollte. Die vielfach angebotenen speziellen Insektenschwämme sind zu aggressiv, kratzen und unterstützen das Gefühl, man müsse mit Gewalt ran. Reinigungsknetmasse kann Reste abheben. Sie wirkt jedoch nur bei frischen Spuren und auf dem gewaschenen Auto.

Vogelkot kann den Lack zerstören

Biologen wissen, dass viele Vögel ihren Darm ganz bewusst beim Flug über Wasserflächen entleeren. Deshalb sind frisch gewaschene Autos mit silbernem und dunklem Lack oft mehr betroffen, als andere, weil die Tiere sie für glitzernde Wasseroberflächen halten. Unter Bäumen aber sind fast alle Autos betroffen – speziell in Städten, wo viele Tauben leben. Vogelkot ist stark säurehaltig und für Autolacke und Cabrio-Verdecke extrem schädlich! Schon nach einem Tag in der Sonne kann die Decklackschicht angefressen sein. Vogelkot sollte man deshalb bei nächster Gelegenheit entfernen.

Am besten funktioniert der Tageszeitungstrick. Dazu werden alte Tageszeitungen in Wasser getaucht und auf die vorher mit der Gießkanne genässte Karosserie gelegt. Die nasse Zeitung weicht Insektenreste und Vogelkot auf, nach einer Einwirkzeit von 5 bis 10 Minuten kann man die Reste mitsamt der Zeitungen abnehmen und einfach mit einem weichen Schwamm abwaschen. Bei einzelnen Flecken legt man einen nassen Lappen auf die Stelle.

Im Notfall hilft auch handelsüblicher Teppichschaum, der die Reste aufweicht und leicht aufzubringen ist. Man muss die reinigenden Tenside ähnlich wie bei Anwendung von Insekten-Entferner mit viel Wasser im weichen Schwamm abwaschen.

Für das Insekten-Entfernen auf Nummernschildern und Kunststoffteilen funktioniert auch Rasierschaum, weil der für einige Minuten eine feuchte Schaumdecke bildet, die die Reste anlöst, aber keine Stoffe enthält, die dem Lack schaden. Die Oberfläche der Kennzeichen ist foliert, Kunststoffoberflächen sind oft mattiert und aggressive Behandlung macht sie stumpf und kann die Farbe angreifen. Nach zwei Minuten Einwirkzeit mit Wasser abwaschen. Alkoholhaltige Reiniger wie etwa Fenster-Reiniger, greifen die Oberflächen an - sie dürfen am Auto keinesfalls verwendet werden.

Die Entfernung von Insekten und Vogelkot von Scheinwerfern, Kühlergrill, Nummernschild oder Lack sollte generell möglichst rasch erfolgen, doch der Anlöseprozess braucht immer ein paar Minuten an Einwirkzeit.

Cabriolet-Fahrer müssen das Verdeck pflegen

Stoffverdecke sind besonders empfindlich! Da lohnt es sich, im Schatten und nicht unter Bäumen zu parken. Zur Reinigung braucht man warmes Wasser und im Idealfall speziellen Verdeckreiniger. Anschließend ist gutes Nachspülen Pflicht. Sehr empfehlenswert ist die Imprägnierung von Stoffverdecken, damit Regenwasser abperlt und sich die Fasern nicht so schnell vollsaugen. Jedoch gilt auch hier: Verschmutzungen möglichst schnell aber behutsam entfernen. Eine „Halbgarage“ aus Folie schützt das Fahrzeug bei längeren Standzeiten.

AvD-Tipps gegen Lackschäden im Sommer

Einen guten Schutz gegen alle Lackangriffe im Sommer bietet ein polierter und mit Hartwachs behandelter Lack, weil die Schadstoffe die Wachsschicht nicht so schnell durchdringen und auch die Kalkflecken der in der Sonne trocknenden Wassertropfen sich nicht mit dem Lack verbinden. Zur sommerlichen Autowäsche sollte man deshalb immer ein Programm mit Wachsbehandlung wählen. Wer vorwiegend im Schatten parkt, schont Lack, Verdeck und Kunststoffe.

Der AvD rät, immer eine Auswahl an professionellen Auto-Pflegeprodukten im Fahrzeug mitzuführen, um schnell und passend handeln zu können. Zum Schutz gegen Insekten kann man auch Teile der Fahrzeugfront bzw. der Motorhaube mit spezieller Klarsichtfolie bekleben lassen, die sich später rückstandsfrei wieder abziehen lässt.

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD – Pannenhilfe überall!