Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Die Top-Auto-Aufreger des Jahres und was man dagegen tun kann

Frankfurt am Main, (lifePR) - Autobahnmaut für Ausländer – war DAS Thema 2015, weil man schließlich eine Lösung verabschiedete, die rechtlich fraglich und mit wenig EU-Chancen versehen ist.

Abhilfe: eine elektronisch lesbare Vignette nach Art der QR-Codes, die man überall kaufen kann, unter Einhaltung der vom AvD geforderten Kostenneutralität.

Autobahn-Tempolimit 120 in Baden-Württemberg – soll ab 2016 auf der A 81 und der A 96 an Stellen ausprobiert werden, die keine Unfall-Schwerpunkte sind. Ähnlich den 120er-Zonen auf der A 9 zwischen Hermsdorf und Berlin, die vor allem der Blitzer-Abzocke dienen.

Abhilfe: variable Tempo-Vorgaben nach Verkehr und Witterung, das wird akzeptiert.

Auto-Stadtverbot – Paris, Amsterdam, Oslo – soll in Paris alle Autos treffen, die älter als 20 Jahre sind, auch Diesel sollen verbannt werden. In Amsterdam sollen alle Autos raus.

Abhilfe: leicht erreichbare Park+Ride-Plätze, gute Parkhäuser, Entlastungsstraßen, auf denen gefahren werden darf, aber keine autofreien Innenstädte, weil das den Handel auf „die Grüne Wiese“ treibt.

Blinkmuffel, speziell im Kreisverkehr – sitzen nach AvD-Beobachtungen häufig in Komfort-Automobilen. In vielen Modellen ist der automatische Blink-Rücksteller so stark, dass der Blinkhebel festgehalten werden muss. Aber: Kreisverkehre funktionieren nur, wenn bei der Ausfahrt jeder die Fahrtrichtung anzeigt.

Abhilfe: sich bei jedem Abbiegen vornehmen, den Blinker zu setzen – das dient der Verkehrssicherheit aller.

Blinkzieher – die sofort nach dem Setzen des Blinkers oder sogar davor die Richtung ändern und Nachfolgende so zum Ausweichen zwingen.

Abhilfe: einerseits rechtzeitig blinken, andererseits mit „Blinkziehern“ rechnen.

Blockier-LKW in Autobahnbaustellen - die so in der Mitte fahren, dass niemand überholen kann. Auch dann, wenn rechts genügend Platz und die linke Spur mit 2,1m Breite ausgeschildert ist.

Abhilfe: Baustellenverkehr mit Video überwachen, als Überholer zügig vorbeiziehen, LKW-Fahrer sollten Fairness walten lassen und nach Engstellen wieder so weit rechts wie möglich fahren.

Diesel-Verbot in Städten – soll die Umweltbilanz nachhaltig verbessern, obwohl der Anteil der Diesel-PKW an den Emissionen nicht einmal 3% beträgt.

Abhilfe: Verkehrsführung so gestalten, dass nicht dauernd angehalten und wieder angefahren werden muss, sondern der Verkehr rollen kann. Diesel-PKW haben so wirksame Abgasreinigungssysteme, dass ihr Umweltvorteil durch den geringen Verbrauch überwiegt.

Drängler und Abstandskiller – missachten die Faustformel „Abstand halbes Tachotempo“, also bei 100 km/h mindestens 50 Meter. Besonders ärgerlich sind die „Reindrängler“, die dadurch den eingehaltenen Sicherheitsabstand halbieren.

Abhilfe: auf Abstand achten und notfalls nach rechts ausweichen, wenn der Drängler zu nahe kommt.

E-Autos auf Busspuren – sind eine große Gefahr für die Busfahrgäste und alle Passanten an Haltestellen, denn sie behindern den Vorrang der Busse auf Busspuren und fahren so lautlos, dass sie von Fußgängern und Rad-fahrern überhört werden. Besonders gefährlich: bei scharfen Bremsmanövern kann sich im Bus oberhalb von 11 km/h kein Fahrgast mehr festhalten, schwere Verletzungen drohen.

Abhilfe: Busspuren nicht für E-Autos und andere Verkehrsteilnehmer freigeben.

Ego-Parker und Parkraumverschwender – sind die Zeitgenossen, die so schräg in Parklücken stehen, dass der Platz daneben nicht mehr nutzbar ist. Oft sind es SUV- und Minivan-Fahrer, die die Größe ihres Autos falsch einschätzen. In Parkhäusern werden bis zu einem Fünftel der Parkplätze durch gedankenlose Ego-Parker verschwendet.

Abhilfe: Hinweisschilder „platzsparend Parken“ schon an der Zufahrt anbringen, Parkraum verstärkt überwachen, Beweisfotos an die Ego-Parker verteilen.

Gischtspritzer – sind Autofahrer, die bei Regen nach dem Überholen so knapp einscheren, dass die Sicht des Überholten massiv eingeschränkt wird oder die den Schneematsch in die Fahrspur neben ihnen verdrängen.

Abhilfe: nach dem Überholen auf Autobahnen erst mit größerem Abstand einscheren

LKW in Tankstelleneinfahrten – stehen dort, um die Lenk- und Ruhezeiten einhalten zu können, weil es zu wenig LKW-Ruheplätze gibt. Bei Nacht extrem gefährlich, weil man oft die Zu- und Durchfahrten nicht mehr finden kann und in der Einfahrt höchste Unfallgefahr herrscht.

Abhilfe: mehr LKW-Ruheplätze, aber auch strikte Halteverbote, wo nicht mindestens 4m Durchfahrtsbreite gegeben ist. Parkplatzbeleuchtung an den Einfahrten und mehr Rücksicht der LKW-Fahrer auf den laufenden Tank- und Rastbetrieb.

LKW-Raser auf Autobahnbrücken – verursachen bei mehr als 10 Tonnen Achslast mit 90 km/h mehr als das 10-fache an Bauschäden, als wenn sie 60 km/h fahren würden.

Abhilfe: striktes LKW-Tempo 60 mit 50 m Abstand für alle Brummis mit 10 Tonnen Achslast und mehr.

Nebelschlusslicht-Blender – die schon bei starkem Regen und bei Sichtweiten von mehr als 50 Meter die Nebelschlussleuchte einschalten, obwohl sie damit nur 50 km/h fahren dürfen. Das hell blendende Nebelschlusslicht ist heller als das Bremslicht und erhöht die Gefahr eines Auffahrunfalls, weil das eigene Bremslicht nicht mehr auffällt. Die vermeintlich bessere Sicherung wird zur großen Gefahr.

Abhilfe: Nebel-Rückleuchte wirklich erst unterhalb von 50m Sichtweite einschalten, das ist, wenn man von einem Leitpfosten nicht zum nächsten sehen kann.

Radweg-Zuparker – stellen sich bedenkenlos auf Radwege, obwohl die Gefährdung deutlich ist und zwingen Radfahrer auf die gefährliche Fahrspur oder den Gehweg.

Abhilfe: Radwege deutlich kennzeichnen und Radwegparker rigoros abschleppen.

Smartphone-Süchtige – schauen bis zu 1.000 mal täglich auf ihr Mobiltelefon – 62 mal pro Stunde, also jede Minute. Bei nur einer Sekunde Ablenkung legt man mit 50 km/h genau 13,8 Meter zurück, zwei Autolängen, bei denen der Fahrer nicht auf die Straße sieht. Die Zahl der Ablenkungsunfälle steigt drastisch!

Abhilfe: Smartphone-Nutzung nur mit Freisprechanlage und Sprachsteuerung. Jede Nachricht kann warten, denn beim Fahren geht es um Leben oder Tod.

Sonderparkplätze für Carsharing und Alternativantriebe - beanspruchen wertvollen öffentlichen Raum. Dabei ist bei alternativen Antrieben klar, dass die Umwelt außer im Lärmschutz nicht profitiert.

Abhilfe: Carsharing-Anbieter sollten für die Bereitstellung der Fahrzeuge eigenen Parkraum schaffen, weil ihr Carsharing-Autos von den Nutzern ja überall abgestellt werden. Auch E-Tanksäulen müssen, wie alle Tankstellen, von den Betreibern auf eigenem Grund eingerichtet und bezahlt werden, wo dies sinnvoll und möglich ist.

Zweite Reihe-Parker – blockieren mit ihrer Ausrede „Ich habe nur schnell…“ teilweise stundenlang den fließenden Verkehr weil sie zu faul sind, sich wie alle anderen einen Parkplatz zu suchen.

Abhilfe: schnellstmöglich abschleppen, zumindest auf den nächsten ordnungsgemäßen Parkplatz

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