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Pressemitteilung BoxID: 644665 (AvD Automobilclub von Deutschland)
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AvD wendet sich gegen höhere Belastung der Autofahrer

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .

- EU plant einheitliches Mautsystem europaweit
- FIA-Studie zeigt, dass Autofahrer zu viel zahlen
- AvD: Erhalt und Ausbau der Infrastruktur sind die wichtigen Aufgaben

Nach den beschlossenen Änderungen an der deutschen Pkw-Maut plant die EU nun eine Vereinheitlichung der Straßengebühren in Europa. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc kündigte am Wochenende an, eine europaweite streckenabhängige Pkw-Maut einführen zu wollen. Intention dabei ist, Autofahrer nur für die jeweils zurückgelegten Strecken zahlen zu lassen. Dazu sollen die länderspezifischen Mautsysteme vereinheitlicht und ein elektronisches Bezahlsystem in ganz Europa eingeführt werden.

Angesichts der geplanten Einführung einer deutschen Pkw Maut wendet sich der Automobilclub von Deutschland e.V. (AvD) gegen solche Planungen und Gedankenspiele der deutschen und europäischen Politik.

Autofahrer zahlen mehr als in den Erhalt der Straßen zurückfließt

„Notwendig ist eine Entlastung der Autofahrer und nicht die Einführung einer zusätzlichen Pkw-Maut. Die Kraftfahrer zahlen jetzt schon zu viel.“ sagt AvD Generalsekretär Matthias Braun. Nach einer Studie der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA), Region I (Europa), dem internationalen Dachverband der nationalen Automobilclubs, erzielen Mitgliedsstaaten der EU regelmäßig hohe Überschüsse aus der Besteuerung des Verkehrs, ohne dass in gleichem Maße Gelder zum Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zurückfließen. Nach dieser Untersuchung stehen insgesamt 286,3 Milliarden Euro Einnahmen aus Verkehrsabgaben lediglich 178,4 Milliarden Euro Ausgaben für die Straßennetze gegenüber. Das Einnahmeplus von 107,9 Milliarden Euro wird nicht für die Infrastruktur verwandt. Der AvD bezweifelt zudem, dass die deutsche Pkw-Maut aufgrund der zu erwartenden hohen Verwaltungskosten nennenswerte Einnahmen generieren kann.

Für den Erhalt der Infrastruktur sind jetzt schon genügend Einnahmen vorhanden

Der AvD wendet sich gegen jede Mehrbelastung der Autofahrer und spricht sich für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur mit mehr Mitteln aus den beständig sprudelnden Einnahmen aus. Mit den kontinuierlich geleisteten Beiträgen der Autofahrer können sowohl Instandsetzung und Verbesserung finanziert als auch die Umweltbelastungen des Verkehrs kompensiert werden. Es kann auf dieser Grundlage sogar über eine Absenkung der Steuern auf Kraftstoffe zugunsten der Autofahrer nachgedacht werden.

Der AvD macht darauf aufmerksam, dass eine intakte Infrastruktur auch in der Fläche vorhanden sein muss. Auf keinen Fall darf das Straßennetz von Kommunen und Bundesländern aus dem Blick geraten. Dieses hat mit rund 591.000 km den weitaus größten Anteil am deutschen Straßennetz. Gerade dort beweist sich die Qualität der Infrastruktur: Sie wird von vielen Menschen vor Ort in Anspruch genommen. Hier ruft der AvD Bund und Länder dazu auf, für die stetige – und steigende – Finanzierung aller Verkehrsträger zu sorgen.

AvD Automobilclub von Deutschland

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD - Pannenhilfe überall!