Montag, 16. Juli 2018


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AvD gibt Tipps für den sicheren Schulweg

Frankfurt am Main, (lifePR) - .


AvD rät Eltern den sicheren Schulweg zu planen
Kinder sollten zu Fuß in die Schule gehen
AvD: Änderung StVO zum Gehwegradeln


Auto- und Motorradfahrer sollten sich besonders aufmerksam in der Nähe von Schulen im Straßenverkehr verhalten. Das Ferienende geht mit dem Beginn der Schule einher. Wie jedes Jahr werden die Erstklässler eingeschult. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) erinnert Kraftfahrer daran, immer konzentriert zu fahren, stets bremsbereit zu sein und Rücksicht zu nehmen. Gerade Verkehrsanfänger sind auf richtiges Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer angewiesen. Die jungen Schüler müssen ja erst lernen, sich sicher auf den Straßen zu bewegen. Nach Ansicht des AvD ist die beste Unfallprävention, den Schulweg vorab mit den Erstklässlern zu üben. Die Statistiken weisen leider immer noch Unfallzahlen im Straßenverkehr mit Kindern als Opfer aus. Diese Zahlen müssen weiter gesenkt werden.

Nicht der kürzeste, sondern der sicherste Weg!

Der AvD rät, Schulanfänger in den ersten Monaten zu begleiten. Die jüngsten Schüler müssen erst lernen, sich im Straßenverkehr zu orientieren, ihre Wahrnehmungsfähigkeit ist noch nicht voll ausgeprägt. Eltern sollten die Wege vorplanen und dabei auch mögliche Abkürzungen und Gefahrenstellen mit den Schulkindern besprechen. Ein kleiner Umweg über ruhige Nebenstraßen ist oft die bessere Lösung, als der direkte Weg über vielbefahrene Hauptverkehrsadern. Der AvD empfiehlt, Hinweise sowie Angebote der jeweiligen Grundschule der Kinder zum Schulweg zu nutzen. Trainiert werden kann von Eltern zusammen mit den Kleinen insbesondere das Überqueren von Straßen und Kreuzungen. An Zebrastreifen sollten Kinder lernen, Blickkontakt zum Fahrer aufzunehmen und so lange am Rand zu warten, bis das herannahende Auto tatsächlich gestoppt hat.

Zu Fuß zur Grundschule

Wegen der Nähe von Grundschulen zur Wohnung sollten Eltern ihre Kinder grundsätzlich zu Fuß die morgendliche Route absolvieren lassen. Die Orientierung der Kinder wird so gestärkt und ihrem Bewegungsdrang Rechnung getragen. Sitzen müssen sie den Schulstunden noch genug! So wird auch die „Rush hour“ vor dem Schultor vermieden. Da Schulen recht oft in Wohngebieten liegen, sind nicht ausreichend viele Parkplätze für das kurzfristig hohe Aufkommen von Kraftfahrzeugen vorhanden. Zugeparkte Fuß- und Radwege zeigen den Schülern kein vorbildliches Verhalten ihrer Erziehungsberechtigten. Der AvD macht dabei darauf aufmerksam, dass örtliche Behörden bald Tempo 30 auch auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen vor Schulen, Kindergärten, Altersheimen anordnen dürfen.

Der AvD bittet die Eltern, für den Schulweg genügend Zeit einzuplanen. Vermieden werden sollten Stress und Hektik. Kinder sind im Verkehr nicht routiniert und machen leichter Fehler. Die Gefahr ist groß, dass deshalb Unfälle passieren. So fehlt den Kleinen oft der Überblick, sie können nur schwer über parkende Autos sehen und reagieren zudem oft spontan auf äußere Reize oder andere Kinder. Um besser gesehen zu werden, sollten die Kinder Kleidung in hellen, knalligen Farben und Reflektoren oder Warnwesten tragen.

Auch Schulranzen sollten reflektierende Flächen aufweisen. Eltern sollten auf Größe, Streubreite und Reflexionsgrad achten. Das Siegel für Geprüfte Sicherheit (GS-Prüfzeichen) und die Deutsche-Industrie-Norm (DIN) 58124 dienen als Orientierungshilfe.

Radeln auf dem Bürgersteig ist bis zum achten Lebensjahr Pflicht

Mit dem Fahrrad sollten sich die Kinder alleine frühestens im vierten oder fünften Schuljahr auf den Weg machen: Erst nach der Radfahrausbildung und bestandenem Fahrradführerschein. Vorher ist dies ohne Begleitung der Eltern mit Risiken verbunden. Radeln Grundschüler zur Schule, dürfen sie laut Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) den Gehweg nutzen. Bis zum vollendeten achten Lebensjahr ist dies sogar in der StVO vorgeschrieben, bis zum 10. Lebensjahr erlaubt. Mitradelnde Eltern dürfen nach einer Änderung der StVO ihre radfahrenden bis zu acht Jahre alten Kinder auch mit dem Fahrrad auf dem Gehweg begleiten. Ältere Kinder müssen auf der Straße begleitet werden, es sei denn, es ist ein Fahrradweg vorhanden. Helle Kleidung anziehen, auf Reflektoren an den Fahrrädern achten. Ein gut sitzender Fahrradhelm gehört ebenfalls zur Ausstattung von Kindern und Erwachsenen – auch ohne Helmpflicht.

Kinder fahren in Rückhalteeinrichtungen in Autos mit

Werden die Kinder doch mit dem Auto zur Schule gebracht, weist der AvD auf die auch sonst bestehende Pflicht nach StVO zur zusätzlichen Sicherung von Kindern bis zum 12. Lebensjahr und kleiner als 150 cm durch altersgerechte Rückhaltesysteme hin. Nach einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus dem Jahr 2009 war in der Altersgruppe zwischen 6 und 12 Jahren außerorts jedes dritte Kind (37 Prozent) und innerorts fast jedes zweite (42 Prozent) Kind nicht richtig oder gar nicht gesichert.

Weitere Informationen:


AvD "Der sichere Schulweg"


Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD – Pannenhilfe überall!

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