Samstag, 16. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 639742

AvD-Tipps für die närrische Zeit

Nur nüchtern hinter das Steuer setzen / AvD ist gegen gesetzliches Vermummungsverbot / Parkverbote rund um die Rosenmontags-Züge beachten

Frankfurt am Main, (lifePR) - Mit der Weiberfastnacht am Donnerstag beginnt der Straßenkarneval bzw. die Straßenfastnacht nicht nur im Rheinland, sondern deutschlandweit. Damit wird der Höhepunkt der Kampagnen eingeleitet, die bis Aschermittwoch kommende Woche andauern. Der nach außen getragene Frohsinn geht viel zu oft mit Alkohol eine heikle Verbindung ein. Der AvD empfiehlt, sich nur nüchtern ans Steuer eines Kraftfahrzeuges zu setzen und rät, eher öffentliche Verkehrsmittel oder Taxen zu nutzen. So gefährdet man nicht andere, trägt zur Verkehrssicherheit bei und muss keine Konsequenzen fürchten.

Nur nüchtern ans Steuer

Die Devise: „Auto? - Kein Alkohol und Drogen!" ist gerade am Faschingswochenende hervorzuheben. Es funktioniert erfahrungsgemäß nicht, sich an vermeintlich messbare Grenzen „heranzutrinken" - erst recht nicht in der Karnevalszeit. Alkohol beeinträchtigt auch mit geringen Trinkmengen das Koordinationsvermögen, die Aufmerksamkeit nimmt ab, die Reaktionszeit verlängert sich und das Unfallrisiko steigt drastisch.

Bereits ab 0,3 Promille im Blut kann man wegen Trunkenheit am Steuer bestraft werden. Der Führerschein ist in diesem Fall weg, wenn man in einen alkoholbedingten Unfall verwickelt ist oder etwa durch Schlangenlinien beim Fahren auffällt. Als absolut fahruntüchtig gilt in jedem Fall derjenige, der 1,1 Promille oder mehr im Blut hat. Neben einer Geldstrafe muss der Führerschein dann für mindestens ein halbes Jahr abgegeben werden.

500,- Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot können verhängt werden, wer mit 0,5 Promille im Blut oder mehr bzw. 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft Auto fährt. Der AvD weist darauf hin, dass zwei Punkte in Flensburg eingetragen werden. Wiederholungstäter haben mit deutlich höheren Bußen zu rechnen. Achtung: Für Fahranfänger in der Probezeit gilt null Promille am Steuer.

Betrunken fahren hat Folgen für den Versicherungsschutz

Verursacht ein betrunkener Fahrer Unfallschäden, zahlt seine Kfz Haftpflicht an geschädigte Dritte. Der Versicherer darf sich aber diese Beträge bis zu einem bestimmten Limit vom alkoholisierten Verursacher zurückholen. Eine vorhandene Vollkasko nutzt bei einer Trunkenheitsfahrt meist wenig: Der Kraftfahrer verstößt „grob fahrlässig" gegen seine Pflichten als Fahrzeugführer und muss sich die Kürzung seiner Entschädigung bis auf null gefallen lassen. Der Schaden am eigenen Fahrzeug wird deshalb in der Regel nicht ersetzt.

Bei Maskierungen aufpassen

Wer sich im Karneval nüchtern aber maskiert hinters Steuer setzt, sollte aufpassen: nichts aufsetzen, was die Sicht erheblich einschränkt oder sonst behindert. Auch das Gehör darf nicht beeinträchtigt sein. Masken, die das Gesicht gänzlich bedecken oder auch die für Piraten obligatorischen Augenklappen sind deshalb tabu. Der Gesetzgeber plant, ein Vermummungsverbot in die StVO aufzunehmen. Der AvD hält das für nicht zielführend. Bei der Auswertung von Aufnahmen von Verkehrskontrollen stehen den angefragten Haltern der Fahrzeuge oft Aussage- und Zeugnisverweigerungsrechte zu. Eine sichere Identifizierung der Fahrer ist nur durch Kontrollen vor Ort sicherzustellen.

„Faschingszoll“ darf Niemanden behindern oder gefährden

Das Beitreiben eines „Faschingszolls“ am Rosenmontag durch Kinder wird zwar vielerorts geduldet, ist aber nicht erlaubt. Es ist und bleibt ein Eingriff in den Straßenverkehr. Der AvD mahnt Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder sich nicht selbst und andere gefährden. Autofahrer dürfen nicht angehalten werden – und man muss damit rechnen, dass sie einfach weiterfahren.

Karnevalsumzüge und Umleitungen

Karnevalsumzüge sind anerkanntes Brauchtum, für das Straßen gesperrt und Parkverbote ausgesprochen werden dürfen. Die entsprechenden Ankündigungen von Sperrungen und Umleitungen müssen deshalb auch von Anwohnern beachtet werden, weil entlang der Zugrouten auch abgeschleppt und umgesetzt wird. Entsprechende Kosten und der entstehende Ärger lassen sich im Vorfeld leicht vermeiden.

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD – Pannenhilfe überall!

Für Rückfragen steht Ihnen die AvD Presseabteilung unter der Telefonnummer 069-6606-368 zur Verfügung.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

"Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020": Bundesregierung veröffentlicht Förderrichtlinien für alternative Antriebe

, Mobile & Verkehr, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen ihres Sofortprogramms "Saubere Luft 2017-2020" belastete Städte und Kommunen durch neue Förderrichtlinien...

BMW Group kündigt Bau eines neuen Erprobungsgeländes in der Tschechischen Republik an

, Mobile & Verkehr, BMW AG

. - Erster Entwicklungsstandort des Unternehmens in Osteuropa - Erprobung zukunftsweisender Technologien wie Elektrifizierung, Digitalisierung...

Huf übernimmt MHG Thailand

, Mobile & Verkehr, Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co. KG

Die Huf Group (Velbert, Deutschland) und die MH Group (Sydney, Australia) haben vereinbart, dass die Huf International (Velbert, Deutschland)...

Disclaimer