Samstag, 18. August 2018


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AvD: Freie Einfahrt in Stadtzentren

Frankfurt am Main, (lifePR) -
Bedürfnisse von Pendlern und Wirtschaftsverkehr berücksichtigen
Autofahrer dürfen nicht für Versäumnisse der Politik haften
AvD fordert einen Mobilitätsplan 2030 von der neuen Bundesregierung


Anlässlich des sogenannten zweiten Dieselgipfels am 28.11.2017 fordert der Automobilclub von Deutschland (AvD) von den Verantwortlichen die Zusage, dass alle Autofahrer mit ihren Fahrzeugen in die Stadtzentren fahren dürfen. Das Treffen der Bundesregierung mit Vertretern von Ländern und Kommunen zum sogenannte zweiten Dieselgipfel hat die „Verstetigung“ des vereinbarten Mobilitätsfonds zum Ergebnis.

AvD Generalsekretär Matthias Braun: „Die Anliegen und Sorgen von Millionen von kraftfahrenden Pendlern und anderen Kfz-Nutzern werden zur Zeit nicht ernst genommen. Auch die Mobilitätsbedürfnisse des Wirtschaftsverkehrs, der essentiell für die Zukunft des Landes ist, müssen deutlich stärker berücksichtigt werden.“

Der AvD mahnt an, den Bedürfnisse der Millionen Autofahrer und Pendler gerecht zu werden, die auf ihr Fahrzeug tagtäglich angewiesen sind. Deren Erfüllung muss Ziel jeder zu beschließenden Maßnahme sein. Für Verkehrsteilnehmer auf dem Land ist das eigene Auto oft die einzige Möglichkeit, unter vernünftigen Bedingungen die eigenen Mobilitätsbedürfnisse erfüllt zu bekommen. Die Erreichbarkeit der Zentren in den Ballungsräumen mit dem Auto und mittels öffentlicher Verkehrsmittel – zu bezahlbaren Preisen – ist buchstäblich lebenswichtig und muss Kern jeder Verkehrspolitik sein.

Einfahrtsverbote für ältere Dieselfahrzeuge sowie die Einführung einer blauen Plakette senken nach Überzeugung des AvD die Belastungen an den Messstellen nicht substantiell. Zumal insgesamt die Gesamtbelastung an Schadstoffen in der Luft in Deutschland eher rückläufig ist. Mit dem Versuch, einseitig Rahmenbedingungen für Diesel-Fahrzeuge zu setzen, läuft die Politik Gefahr, den Bürger zu Unrecht für die Versäumnisse eben der Politik haften zu lassen! Was heute beim Diesel versucht wird, darf nicht morgen mit Maßnahmen gegen andere Antriebe zu weiteren Unsicherheiten und Diskriminierungen führen.

AvD fordert einen Mobilitätsplan 2030

Der AvD begrüßt dabei das auf dem Dieselgipfel beschlossene Förderprogramm und fordert darüber hinaus von jeder künftigen Bundesregierung einen Mobilitätsplan 2030, der ein ganzheitliches Verkehrskonzept verfolgt, welches die Möglichkeiten verschiedener Antriebe prüft, die Vernetzung der Verkehre vorantreibt, für eine durchgehende Verbindung von Individualverkehr und öffentlichem Verkehr zu bezahlbaren Preisen sorgt, die Infrastruktur beständig und nachhaltig finanziert sowie die technische Entwicklung zur Sicherung der Arbeitsplätze fördert. Alle für die Umsetzung eines solchen Planes notwendigen Kompetenzen müssen in einem Ministerium gebündelt werden. Die Person, die ein solches Ministerium leitet, muss diesen innovativen Ansatz überzeugend verkörpern können.

AvD Automobilclub von Deutschland e.V.

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. AvD – MOBILITÄT & MEHR

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