Samstag, 25. November 2017


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AvD: 2030 fahren die meisten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor

EU Kommission will bis 2030 weitere CO2 Reduzierung / AvD: Anerkennung der Realitäten / Bezahlbare Mobilität muss das Ziel sein

Frankfurt am Main, (lifePR) - Die EU Kommission hat am 8. November 2017 niedrigere Co2 Normen für neue Kraftfahrzeuge vorgeschlagen. Dies soll dazu beitragen, bis 2030 die Gesamtemissionen um 40 Prozent zu reduzieren. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen von neuen Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen müssen nach diesen Plänen 15 Prozent bzw. 30 Prozent unter den Werten des Jahres 2021 liegen.

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) sieht in den Plänen eine Anerkennung der Realitäten, denn die EU rechnet selbst damit, dass bis 2030 mindestens 80 % der Neuwagenflotte einen Verbrennungsmotor haben werden. Sie geht davon aus, dass dann immer noch der größte Teil der europäischen Fahrzeugflotte über einen Verbrennungsmotor verfügt.

„Der von einigen vorgeschlagene vollständige Ersatz des Verbrennungsmotors bis 2030 war unsinnig, was die EU Kommission jetzt anerkennt.“, sagte AvD Generalsekretär Matthias Braun. „Notwendig ist dagegen ein umfassender Mobilitätsplan 2030, welcher die Bedürfnisse von Pendlern und den Wirtschaftsverkehr berücksichtigt“, so Braun weiter.

Der AvD vermisst ein solches Konzept sowohl bei den Verhandlungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung als auch in den vorgestellten EU Plänen. Die EU Kommission erwartet von ihren Zielvorstellungen neben der erhofften Absenkung von Treibhausgasen weniger Ausgaben für Treibstoff durch Verbraucher und Wirtschaft sowie eine Förderung der Beschäftigung in der Automobilindustrie. Nach Auffassung des AvD ist dieser Ansatz nicht ausreichend, um Kraftfahrern vor Belastungen zu schützen. Sie zahlen schon jetzt europaweit pro Jahr über 286 Milliarden Euro mehr an Abgaben für ihre Mobilität als mit über 178 Milliarden Euro in die Infrastruktur zurückfließt (laut einer Studie der FIA).

Der vom AvD geforderte Mobilitätsplan 2030 soll umfassend die Möglichkeiten verschiedener Antriebskonzepte prüfen, die Vernetzung der Verkehre vorantreiben sowie für eine durchgehende Verbindung von Individualverkehr und öffentlichem Verkehr zu bezahlbaren Preisen sorgen. Der Plan soll auch dazu beitragen, die Infrastruktur beständig und nachhaltig zu finanzieren sowie die technische Entwicklung zur Sicherung der Arbeitsplätze in der europäischen Automobilindustrie zu fördern.
Zudem ist mit Blick aus das Ziel, die CO2-Emissionen zu senken, das Potential des Dieselmotors in naher Zukunft noch nicht ausgeschöpft. Dieselmotoren, die die Grenzwerte der neuen Euro 6 Norm einhalten, emittieren weniger CO2 als vergleichbare Benzinmotoren - wie noch keine Motorengeneration zuvor.

Der 1899 als Deutscher Automobilclub DAC gegründete AvD ist als traditionsreichster Automobilclub hierzulande Mitbegründer des Weltverbandes FIA (seit 1904) und von Anbeginn maßgeblich für Verkehrssicherheit, Tourismus und Sport engagiert. Er vertritt die Belange von 1,4 Millionen Mitgliedern und Kunden in allen Bereichen der Mobilität. Der AvD – Pannenhilfe überall!

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