Rauchen im Auto - beim Wiederverkauf wird es teuer

AutoScout24 gibt Tipps rund ums Thema "Rauchen im Auto"

(lifePR) ( München, )
Rauchen im Auto ist keine Ordnungswidrigkeit: Ein Rauchverbot am Steuer wird zwar gelegentlich diskutiert, hat seinen Weg in die Gesetzgebung allerdings noch nicht gefunden. Von den Befürwortern eines Verbots wird dabei am häufigsten ein erhöhtes Unfallrisiko als Grund angeführt. Trotzdem gibt es beim Rauchen im Auto einiges zu beachten - insbesondere, wenn es um den Kauf und Verkauf von Gebrauchtwagen geht. AutoScout24, europaweit der größte Online-PKW-Marktplatz, hat hierzu wichtige Tipps zusammengestellt.

Raucherauto! Wer trotzdem kauft, spart bares Geld

Auf die Ferndiagnose bei der Online-Autobörse folgt die Besichtigung vor Ort. Und der erste Eindruck bestätigt sich zunächst: ein richtiger Traumwagen! Alles stimmt: die Marke - edel; die Motorisierung - stark; die Sicherheitsausstattung - komplett. Der Lack glänzt in silbermetallic und sogar der Preis geht in Ordnung. Also auf zur Probefahrt. Kaum wird jedoch die Fahrertür geöffnet, bleibt dem Interessenten buchstäblich die Luft weg. Polster, Dachhimmel und Fußmatten dünsten abgestandenen Qualm aus. Ein Raucherauto!

Für die meisten Autokäufer hat sich die Besichtigung damit erledigt. Einer Umfrage von AutoScout24 zufolge wollen 54 Prozent der Autointeressenten partout kein Raucherauto. "Sollte klar sein, dass ein Raucherauto für Sie nicht infrage kommt, fragen Sie am besten gleich beim ersten Telefonat den Verkäufer danach", rät daher Thomas Weiss, Auto-Experte bei AutoScout24 und Chefredakteur des AutoScout24-Magazins. "So ersparen Sie sich eine böse Überraschung vor Ort."

Wen der Rauch nicht stört, der kann beim Preis nachverhandeln - immerhin jeder sechste Autokäufer setzt laut der Umfrage von AutoScout24 auf diese Strategie. "Je nach Verschmutzungsgrad oder Beschädigungen an den Polstern muss man beim Verkaufspreis zwischen drei und sieben Prozent des Fahrzeugwerts als Abschlag in Kauf nehmen", so Thomas Firmery. Der Prüfingenieur bei der Sachverständigenorganisation KÜS begutachtet regelmäßig auch Raucherautos. Bei größeren Brandlöchern werden zusätzlich die Kosten für eine sachgemäße Instandsetzung ermittelt und abgezogen.

Was kann der Verkäufer tun?

"Raucherautos haben deutlich längere Standzeiten beim Händler als Nichtraucher-Fahrzeuge und erzielen schlechtere Verkaufspreise", bescheinigt Kurt Kolb von bähr & fess forecasts. Das Unternehmen, das sich auf Restwertprognosen spezialisiert hat, sieht vor allem den intensiven Geruch nach abgestandenem Qualm als echtes Verkaufshindernis.

Kann man den störenden Geruch überhaupt loswerden? Es reicht sicherlich nicht, staubzusaugen und mit einem speziellen Spray an die Polster zu gehen. Ein Duft aus der Dose überlagert nur für kurze Zeit die Ausdünstungen, beseitigt aber nicht die Ursachen; als ob man statt zu duschen nur ein Duftwasser auflegen würde. Hausmittel, wie eine Schale mit Essig oder mit gemahlenem Kaffee aufzustellen, helfen genauso wenig. Eigentlich gibt es nur zwei erfolgversprechende Möglichkeiten: Entweder man versucht es selbst mit Schwamm, Bürste, Reiniger und viel Lüften - oder man lässt Profis ran. Letztere berechnen für eine Grundreinigung des Innenraums inklusive Gepäckabteil rund 200 Euro. Im Preis enthalten sind dann Saugen, Schamponieren der Polster sowie das Säubern der Kunststoffteile, Fußmatten, Scheiben und des Dachhimmels. Eine anschließende Behandlung mit Ozon verspricht die Beseitigung der letzten störenden Gerüche. Den Aschenbecher sollte man übrigens möglichst gegen ein jungfräuliches Exemplar austauschen.

Was gilt es beim Rauchen im Auto rechtlich zu beachten?

Rauchen im Fahrzeug stellt, anders als das Telefonieren ohne Freisprechanlage, keine Ordnungswidrigkeit dar und wird daher auch nicht mit einem Bußgeld belegt. Das Qualmen in einem Dienstwagen kann der Arbeitgeber jedoch verbieten. Hintergrund für ein solches Verbot ist meist der zu erwartende Wertverlust. Häufig ordern die Fuhrparkmanager gleich Ausstattungsvarianten ohne Aschenbecher und Zigarettenanzünder. Solche werden von den Herstellern zunehmend angeboten. Wer trotzdem ein raucherkompatibles Auto möchte, muss beispielsweise bei Volkswagen einen Aufpreis von 20 Euro zahlen.

Ob Rauchverbot oder nicht: Eine Gefahr für den Straßenverkehr darf vom Raucher zu keiner Zeit ausgehen. Greift ein Autofahrer zum Beispiel nach einer heruntergefallenen Zigarette und verursacht dadurch einen Unfall, kann ihn die Versicherung wegen grober Fahrlässigkeit in Regress nehmen. Darauf weist Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Anderes Beispiel: Löst ein achtlos aus dem Fenster geworfener glühender Glimmstängel einen Brand aus, haftet natürlich ebenfalls der Verursacher.

Fazit: Sparen Sie sich den Ärger!

Wer nicht in seinem Auto raucht, kann sich einiges an Ärger sparen. Und wenn er sein Fahrzeug eines Tages verkauft, springen obendrein noch einige hundert Euro mehr raus.
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