Dienstag, 23. Mai 2017


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F. Schubert: Die Winterreise (1948)

(lifePR) (Detmold, ) Etwa dreißig Mal hat Dietrich Fischer-Dieskau den Liederzyklus Winterreise von Franz Schubert eingesungen: für die Schallplatte und den Rundfunk, der dem Sänger nach dem Krieg ein wichtiges Forum bot.
Das "Gesellenstück" dieser Tätigkeit war die allererste Aufnahme des Zyklus für den RIAS - eine ganz jugendfrische, enorm präsente und fast opern­dramatische Annäherung an die Gedichte Wilhelm Müllers zwischen Weltschmerz und romantischer Ironie.

Dabei waren die Bedingungen der Aufnahmesitzung vom Januar 1948 mit dem Pianisten Klaus Billing alles andere als ideal. Die schwankende Stromversorgung der unmittelbaren Nachkriegszeit hatte Auswirkungen auf die Bandgeschwindigkeit; überdies musste die Hälfte des Zyklus von den todmüden Interpreten wegen technischer Defekte noch einmal aufgenommen werden. Als dann aber die fertige Aufnahme wieder und wieder gesendet wurde, wusste jeder in Ost und West, dass die Liedkultur nicht gestorben war, sondern durch Fischer-Dieskau erst recht zu voller Blüte gelangen würde.
Die sorgfältige digitale Bearbeitung verleiht dieser historischen Aufnahme trotz mancher technischer Mängel eine zuvor nicht gehörte Brillanz und Präsenz.

Zu Fischer-Dieskaus erster Aufnahme der Winterreise gibt es wieder einen "Producer's Comment" vom Produzenten Ludger Böckenhoff sowie den Text "Zur Rekonstruktion einer Winterreise" von Rüdiger Albrecht, Schallarchiv Deutschlandradio.

Die Produktion ist Teil unserer Reihe "Legendary Recordings" und tragt das Qualitätsmerkmal "1st Master Release". Dieser Begriff steht für die außerordentliche Qualität der Archivproduk­tionen bei audite. Denn allen historischen audite-Veröffentlichungen liegen ausnahmslos die Originalbänder aus den Rundfunkarchiven zugrunde. In der Regel sind dies die ursprünglichen Analog­bänder, die mit ihrer Bandgeschwindigkeit von bis zu 76 cm/Sek. auch nach heutigen Maßstäben erstaun­lich hohe Qualität erreichen. Das Remastering - fachlich kompetent und sensibel angewandt - legt zudem bis­lang verborgene Details der Interpretationen frei. So ergibt sich ein Klangbild von überlegener Qualität. CD-Veröffentlichungen, denen private Mitschnitte von Rundfunksendungen zugrunde liegen, sind damit nicht zu vergleichen.

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