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Pressemitteilung BoxID: 678515 (ARTIG - Kunst & Kultur-Interessengemeinschaft e.V)
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Die Vierte LiteraBuer feiert mit Sarah Lesch ihren Abschluss

(lifePR) (Melle-Buer, ) Mit der Verpflichtung von Sarah Lesch ist den ARTigen ein ganz besonderer Coup gelungen. Die junge Liedermacherin ist eine der Zeit angesagtesten Singer-/Songwriterinnen. Wer gedacht hat, die Zeit der deutschen Liedermacher wie Wader, Wecker und Mey sei Geschichte, hat die Rechnung ohne das zierliche Energiebündel gemacht. In der besten Tradition der alten Barden ist sie das frische Gesicht eines Genres, das zwar nicht in den Charts zuhause ist, aber dafür was zu sagen hat – und mit Sarah Lesch auch noch auf eine sehr unterhaltende Art.

Sarah Lesch lebt ihre Musik – sie ist authentisch wie kaum sonst jemand. Mit ihren gerade mal 30 Jahren ist sie eine echte Überzeugungstäterin, was sie auch zu einer vielfachen Preisträgerin gemacht hat. In diesem Jahr kam noch der Förderpreis des Kleinkunstpreises Baden-Würtemberg zu ihrer Sammlung dazu, zu der auch der Förderpreis der Hans-Seidel-Stiftung zählt, der erste Preis beim FM4-Protest-Song-Contest und in 2016 der zweite Preis beim Panik-Wettbewerb der Udo-Lindenberg-Stiftung.

In Thüringen geboren und in Tübingen aufgewachsen, arbeitete Sarah Lesch dort bis 2009 als Kindergärtnerin und schrieb Theaterstücke für Kinder. Allerdings hat die wohl väterlicherseits Musikinfizierte ihren Traum von der eigenen Musik nie aus den Augen verloren. Noch in Eigenregie erschien 2012 ihr Debüt-Album „Lieder aus der schmutzigen Küche“ um dann beim Label „Rummelplatzmusik“ ein musikalische Dach zu bekommen. Heute ist die selbsternannte „Chansonedde“ mit ihren markanten Dreadlocks weit mehr als ein Szene-Liebling. Ihr ist der ganze Hype um sie schon ein bisschen suspekt und wenn sie behauptet, dass es die Auftritte sind, die ihr immer wieder helfen, sich zu erden, ist das keine Koketterie.

Es fällt ihr auch nicht leicht, plötzlich jemand zu sein, auf den, weil so viele ihm zuhören, viele auch hören.

„Ich merke, dass die Leute mir zustimmen, dauernd klatschen. Aber ich will keine Parolen schreiben. Ich will Diskussion. Ich will, dass Menschen sich unterhalten und auseinandersetzen. Ich habe jeden Tag ein Mikrofon vor der Nase und hunderte Menschen, die ganz genau zuhören. Da sollte ich wohl was Schlaues sagen, nicht wahr? Ich weiß aber keine Lösungen für all das, was da draußen passiert. Ich kann nur persönliche Geschichten von mir erzählen“, äußert sie in einem Interview. Ihr Song „Testament“, den die junge Mutter für ihren Sohn geschrieben hat und der als eine Warnung für einer nachfolgende Generation vor einer Welt vor Doppelmoral gelten kann, löste im Internet einen Sturm aus, zumal rechtsgerichtete Kreise diesen Song für ihre Zwecke nutzten. Sarah Lesch musste sich gerichtlich dagegen wehren – erfolgreich!

Ja, Sarah Lesch ist eine politische Sängerin und sie gehört mit ihren Texten durchaus in ein Literaturfestival. In der textlich prägnanten Art eines Franz-Josef Degenhardt – aber nicht so nörgelnd und musikalisch „vielsaitiger“ – versucht sie, ihre Zuhörer zu sensibilisieren und man glaubt ihr, wenn sie sagt: „Ich finde, dass alles politisch ist. Die Politik ist doch nichts, das von uns abgetrennt ist. Wir machen sie. Wir haben viel mehr Macht, als wir denken. Wir machen dieses Land, die Eltern, die Kinder, die Musiker, die Maler, die

arbeitslosen Jugendlichen, die Asylsuchenden und die Gastarbeiter, die Erzieher und die Lehrer. Wir leben hier. Es ist unser Zuhause. Also ist alles politisch.“

Ihre große Bühnenpräsenz argumentiert sie so: „Das ist mein Handwerk, meine Arbeit und die

Menschen sind meine große Liebe. Wenn ich auf der Bühne bin, bin ich wie ein Kind, das ein

Bild malt. Raum und Zeit vergesse ich dann völlig. Und bin ganz bei mir und den Leuten.“

Und dann bringt sie mit Lukas Meister und Benni Benson noch zwei Kollegen mit auf die Bühne, die ein kleines, feines Vorprogramm gestalten werden und Sarah dann begleiten.

Sarah Lesch tritt am 11. November um 20:30 Uhr zum Abschluss der Vierten LiteraBuer in der Kulturwerkstatt in Melle-Buer auf. Karten gibt es im Vorverkauf zu 15,00 € bei Blumen Rullkötter, Buer • Q1 Tankstelle, Buer • Buchhandlung Sutmöller, Melle • Kretschmann Genuss Company, Melle • Wiehen Buchhandlung, Bad Essen • Nurgül’s Haarmony, Bad Essen • Bünder LeseEcke, Bünde und unter www.literabuer.de oder an der Abendkasse zu 20,00 €.