Sonntag, 22. Oktober 2017


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Bischof Vitus Huonder: Nach Anzeige eine Nominierung

Vitus Huonder wird für den Schneemann des Jahres nominiert

Arosa, (lifePR) - Vitus Huonder, der Kirchenmann, der international mit seinen schwulenfeindlichen Äusserungen (und danach mit einer doch eher dünnen Entschuldigung) auf sich aufmerksam gemacht, wird von der Jury des Arosa Humor-Festival für die beliebte Auszeichnung „Schneemann des Jahres“ nominiert.

„Der Bischof von Chur fällt nicht zum ersten Mal durch seine sonderbaren Ansichten zum Thema Sexualität auf. Jemand der weit über die Landesgrenzen für so viel Gesprächsstoff sorgt, ist ein valabler Kandidat für den Arosa Schneemann des Jahres!“ meint der Aroser Kurdirektor Pascal Jenny.

Mit der Nomination reiht er sich nahtlos in die Liste illustrer Zeitgenossen, die unter der Nebeldecke in Wort und Bild auffielen. Bislang sind unter anderem die heterosexuellen Zuger Politiker Jolanda Spiess-Hegglin und Markus Hürlimann, Fussballdampfplauderi Sascha Rurfer und der humorlose Altbundesrat Moritz Leuenberger nominiert. Es deutet also alles auf ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen hin.

Dabei hat Bischof Vitus Huonder reelle Chancen ganz vorne mit dabei zu sein, wenn es darum geht, auf 2000 Metern über Meer, in Schnee und Eis gemeisselt zu werden. Im vergangenen Jahr forderte Bischof Vitus Huonder die Absetzung des Urner Pfarrers Wendelin Bucheli, weil dieser ein lesbisches Paar gesegnet hatte, und seit letzter Woche ist er ja wieder mit einem neuen Müsterchen aus seinem Spezialgebiet in aller Munde: «Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben.» predigte Huonder freimütig am Kongress «Freude am Glauben» im deutschen Fulda. „So viel Selbstironie muss ausgezeichnet werden!“ meint Festival-Direktor Frank Baumann und mehr noch „ich möchte Vitus Huonder unbedingt die Gelegenheit geben, im Rahmen des 24. Arosa Humor-Festival bei uns oben aufzutreten. Als klerikaler Stand-up-Comedian ist er mit seinen grotesken Verbalejakulationen schlicht unschlagbar!“

Im Rahmen einer Sondersitzung war sich die Jury des Arosa Humor-Festivals denn auch einig, dass die peinlichen, immer wieder Homosexuelle diffamierenden Auftritte des Kirchenfürsten gerügt werden sollen. Kurdirektor Pascal Jenny präzisiert, dass das Aufgreifen dieses ernsten Themas auch als Manifest für Toleranz verstanden werden soll und um – bei allem Sinn für Humor – noch einmal zu sagen: „So nicht!“ Ob Vitus Huonders Konterfei letztlich anlässlich der Eröffnung des 24. Arosa Humor-Festival enthüllt wird, oder ob es ein anderer Peinlichkeitsrekordler sein wird, wird sich am Donnerstag, 3. Dezember 2015 zeigen.

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