Stromversorgung im OP ist gesichert

Hilfsorganisation ARCHEMED baut Photovoltaikanlage in Asmara / Rotary-Club spenden 50.000 Euro

(lifePR) ( Bremen / St. Augustin/ Asmara, )
Die Stromversorgung für das ARCHEMED-OP-Zentrum in Eritreas Hauptstadt Asmara ist gesichert. Die Hilfsorganisation ARCHEMED - Ärzte für Kinder in Not e.V. - konnte nun die neue Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 40 KWp in Betrieb nehmen. Die Probleme durch Stromausfälle und Stromschwankungen gehören damit der Vergangenheit an. Möglich gemacht hat dies die Unterstützung der drei Rotary-Clubs Erwitte-Lippstadt, Syke und Syke-Utbremen. Zusammen haben die ehrenamtlichen Helfer 50.000 Euro für den dringend nötigen Bau der Notstromversorgung gespendet und damit die sichere Behandlung tausender Kinder ermöglicht.

"Dieses Projekt wird uns Ärzten und Schwestern endlich die Sicherheit geben, die wir brauchen, um kranke Kinder gesund zu machen. Diese Sicherheit mussten wir in den vergangenen beiden Jahren wegen der sich häufenden Stromausfälle leider zunehmend in Frage stellen", sagt der pensionierte Kinderherzchirurg Dr. Andreas Urban aus St. Augustin, der wie viele seiner ehemaligen Kollegen seit einigen Jahren für ARCHEMED ehrenamtlich immer wieder in Eritrea aktiv ist.

Besondere Herausforderungen für den weltweit renommierten Herzspezialisten und ehemaligen Chefarzt vom Deutschen Kinderherzzentrum St. Augustin (DKHZ) waren Operationen am offenen Herzen wie im November 2013, die wegen plötzlichen Stromausfalls mit Taschenlampen und unter Handbeatmung des Patienten zu Ende gebracht werden mussten. "Eine grauenvolle Situation für jeden Operateur, aber zum Glück ist alles gut gegangen."

Diese Operation unter extremen Bedingungen war für ARCHEMED gleichzeitig der Startschuss für die Generalüberholung des 100 Jahre alten OP-Gebäudes, das ursprünglich von der italienischen Armee genutzt wurde. Zahlreiche Wände, Türen, Treppen, Schränke sowie die technische Einrichtung wurden seit Februar mit viel Engagement von ehrenamtlichen Helfern erneuert - und nun folgte die Sicherung der Stromversorgung. "Die Grundversorgung des OP-Zentrums erfolgt über das städtische Netz. Weil in den vergangenen Jahren der Strombedarf deutlich gestiegen ist, die Produktion im Hauptwerk jedoch abgenommen hat, kommt es in Asmara seit 2012 immer häufiger zu Stromausfällen", erklärt ARCHEMED-Vorstand Dr. Peter Schwidtal.

Um diesen Stromausfällen zu begegnen wurde bei der Neuanschaffung der Technik darauf geachtet, dass alle wichtigen medizinischen Geräte mit Batterien oder anderen Akkus ausgestattet sind. So sind beispielsweise die Beatmungsgeräte oder die Überwachungsmonitore im Notfall noch über viele Minuten bis Stunden funktional - selbst wenn der Strom ausfällt und der Generator versagt. "In entwickelten Ländern gibt es neben einem Notstromaggregat noch eine Batterieanlage im Keller, die im Notfall den Strom liefert. Mit eigenen Generatoren, mit Speichermedien und mit der Photovoltaikanlage, haben wir nun auch das notwendige dritte Back-Up und sind damit vor Stromausfällen bestens geschützt", freut sich Dr. Andreas Urban. "Glücklicherweise scheint in Eritrea oft die Sonne. Da lohnt sich eine PV-Anlage wirklich." Elektro-Ingenieur Hans-Georg Knoop (aus Egelsbach bei Frankfurt) hat die Anlage bereits der ersten großen Belastungsprobe unterzogen. Die gespeicherte Akku-Energie übertraf sogar den geforderten Wert um 20 kWh.
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