ARCHEMED beteiligt sich an internationalem Pilotprogramm

Austausch mit afrikanischen Medizinern via Satellit / Austausch mit afrikanischen Medizinern via Satellit

(lifePR) ( Deutschland/Luxemburg/Eritrea, )
Die deutsche Hilfsorganisation ARCHEMED - Ärzte für Kinder in Not e.V. - beteiligt sich am internationalen Pilotprogramm zur satellitengestützten Tele-Medizin "SATMED". Dies wurde initiiert vom Außenministerium Luxemburgs und dem weltgrößten Satellitenbetreiber SES S.A. vormals SES Astra. Ende des Jahres wird ARCHEMED in der eritreischen Hauptstadt Asmara und in der zweitgrößten Stadt des Landes Keren zusammen mit dem dortigen Gesundheitsministerium jeweils eine moderne Satelliten-Empfangsstation (Kosten je 50 000 Euro) inklusive umfangreicher Software einrichten. Anfang 2015 beginnt dann die rund zwölfmonatige Trainingsphase. Ziel dabei ist es, die Ausbildung der Kinderärzte in Eritrea via Satellit zu unterstützen und gemeinsam medizinische Fälle über Kontinente hinweg in Echtzeit zu diskutieren. Das wird möglich durch den Transfer von Röntgen- oder Kernspin-Aufnahmen sowie von Ultraschall-Bildern oder -Filmen. Erstmals können die Mediziner in dem afrikanischen Land mit lückenhafter Internetversorgung zudem direkt und uneingeschränkt auf die globalen Fach-Datenbanken zugreifen.

"Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir an diesem Pilotprojekt mitwirken dürfen. Es ist eine große Chance, unsere Arbeit in Eritrea noch viel effektiver zu machen. Via Satellit rücken wir dichter an unsere afrikanischen Kollegen ran und können so auf einen Schlag eine Distanz von Tausenden Kilometern überwinden", sagt ARCHEMED-Vorstand Dr. Peter Schwidtal. "Es ist in jedem Fall für uns ein Meilenstein. Und wir haben noch gar nicht ganz überblickt, welche Möglichkeiten wir mit SATMED haben werden." An SATMED sind neben der deutschen Hilfsorganisation ARCHEMED noch vier weitere internationale Hilfsorganisationen beteiligt, die separate Projekte betreuen.

Konkret will ARCHEMED im nächsten Jahr Vorlesungen aus Deutschland - etwa aus der Charité in Berlin - an Medizinstudenten und angehende Fachärzte in Eritrea übertragen. Ferner sollen die afrikanischen Mediziner bei der Behandlung ihrer Patienten noch viel umfangreicher durch die ARCHEMED-Mitglieder unterstützt werden. "Wenn es beispielsweise Unklarheiten bei einem Tumor gibt, können die Pathologieschnitte zu unserem Kollegen Professor Lobeck nach Potsdam gesendet werden. Er hat dann eine aktuelle und ausreichende Datenbasis, um sich mit dem afrikanischen Arzt eingehend über den Fall auszutauschen", skizziert Schwidtal ein mögliches Beispiel der neuen Zusammenarbeit. "Mit diesem modernen Equipment wäre es sogar denkbar, ein Kinderkrebs-Register in Eritrea aufzubauen." Darin könnten etwa Neuerkrankungen, Behandlungsmethoden und Langzeituntersuchungen penibel erfasst werden.

Der Kontakt von ARCHEMED zu den Initiatoren von SATMED war über das Deutsche Herzzentrum in Berlin (DHZB) entstanden. Dort arbeiten zum einen Kinderärzte, die für ARCHEMED in Eritrea waren, zum anderen auch der Professor für Kinderkardiologie Titus Kühne. Er ist gleichzeitig medizinischer Projektleiter des SATMED-Programms.
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