Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien 2019 für Stefanie Höfler und Bettina Wilpert

(lifePR) ( München, )
Der Deutsche Literaturfonds und der Arbeitskreis für Jugendliteratur haben am 21. März 2019 auf der Leipziger Buchmesse die Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendien vergeben. Die Auszeichnungen gingen an Stefanie Höfler und Bettina Wilpert. Beide Autorinnen erhalten ein jeweils sechsmonatiges Stipendium in Höhe von 12.000 Euro.

Stefanie Höfler, geboren 1978, wird für ihren dritten Roman Der große schwarze Vogel (Beltz & Gelberg) ausgezeichnet. In diesem erzählt sie, wie der unerwartete Tod einer jungen Mutter die übrige Familie aus der Bahn wirft. Der Vater versinkt in weitgehend sprachloser Trauer und lässt damit seine Söhne, den sechsjährigen Krümel und den 14-jährigen Ben, allein. Die Jury lobt die Fähigkeit der Autorin, "ein breit aufgefächertes Bild von Trauer und vom Umgang damit zu entwickeln. Sie erfindet ungewöhnliche, oft unscheinbare, aber aussagekräftige Szenen, in denen die Vielschichtigkeit der psychologischen Belastungen nicht erklärt, sondern in Handlung aufgelöst wird. In einem kunstvoll aufgebauten Netz aus mehreren Zeitebenen umkreist der Roman ein düsteres Thema und liest sich doch als ein Buch der Hoffnung."

Bettina Wilpert, geboren 1989, gewinnt die Auszeichnung für ihre Debüt nichts, was uns passiert (Verbrecher Verlag). In dem Buch behandelt sie die brisante Frage, ob der Doktorand Jonas die Studentin Anna vergewaltigt hat - oder ob die beiden einvernehmlich miteinander geschlafen haben. Ein nicht näher beschriebenes "Ich" protokolliert die Aussagen der beiden Hauptfiguren und die von Freunden und Verwandten und formt ein Mosaik, das viel über die unterschiedliche Wahrnehmung einer Situation durch zwei Menschen erzählt. "Während das Bild immer detailreicher wird, zerbricht das Leben der beiden unter dem Druck, der auf ihnen lastet", erklärt die Jury. "Aussage steht gegen Aussage, juristisch kann kein Recht gesprochen werden. Der Roman fordert Leserinnen und Leser auf, sich ganz persönlich zu den beiden handelnden Figuren und dem Bild, das von ihnen entsteht, zu verhalten."

 
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