"Das Land braucht eine ganzheitliche und nachhaltige industriepolitische Strategie für den Stahlstandort Saar"

Arbeitskammer begrüßt die Aktivitäten der Landesregierung für den Erhalt der Schmiede

(lifePR) ( Saarbrücken, )
Die Arbeitskammer fordert eine ganzheitliche und nachhaltige industriepolitische Strategie für den Erhalt des Stahlstandorts Saar. Das erklärt Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer, anlässlich des Berichts der Landesregierung zur Stahlkrise, heute im Wirtschaftsausschuss des Landtages. Die Arbeitskammer setzt sich auch ausdrücklich für den Erhalt der Schmiede bei Saarstahl ein und begrüßt, dass der Saarstahl-Konzern ein Zukunftskonzept mit dem Ziel einer Fortführung des Betriebes und einer strategischen Neuausrichtung des Portfolios angekündigt hat. „Es ist gut, dass sich Landesregierung, Unternehmen und Mitbestimmung gemeinsam für den Erhalt des Stahlstandortes engagieren“, betont Otto. Der Stahlsektor spiele für die saarländische Industrie und ihre Wertschöpfungskette eine zentrale Rolle: Mehr als 22.000 Jobs hängen direkt oder indirekt von der Stahlindustrie ab. Personalanpassungen bei der Schmiede müssten sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen zu bewältigen sein. Dabei seien alle Instrumente zu nutzen, die tarifvertraglich und arbeitsmarktpolitisch zur Verfügung stehen.

Stahl sei – zusammen mit der Automobilindustrie – eine tragende Säule der saarländischen Industrie: Alleine die Stahlerzeugung hatte 2016 einen Anteil am gesamten saarländischen Industrieumsatz von 10,8 Prozent. Nimmt man die Gießereien und weiteren stahlbearbeitenden Branchen hinzu, kommt man sogar auf einen Anteil von 14,7 Prozent. Damit ist das Gewicht der erweiterten Stahlindustrie hierzulande fast dreimal so hoch wie im Bund. Die Beschäftigten der Stahlindustrie haben zudem ein enormes Kaufkraftpotenzial. Fällt dieses weg, wird sich dies in der gesamten saarländischen Wirtschaft, also auch in vielen Dienstleistungsbereichen, bemerkbar machen.

Für das Saarland ist Stahl auch nicht irgendein Produkt, sondern mit der wichtigste Grund-Werkstoff für die hiesige Auto-, Maschinenbau- und Elektroindustrie. „Wir brauchen deshalb eine nachhaltige und einheitliche industriepolitische Strategie“, so der Hauptgeschäftsführer. Trotz der enormen Bedeutung der Stahlindustrie für das Saarland dürfe man die vor- und nachgelagerten Sektoren in der Wertschöpfungskette nicht vernachlässigen.
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