Mittwoch, 22. Februar 2017


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Weiterer Schritt hin zu bundesweitem Digitalradio

Ausschreibung bis März 2010

(lifePR) (Stuttgart, ) Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) hat einen gemeinsamen Text für die erste bundesweite Ausschreibung digitaler Radio-Kapazitäten beschlossen. Die Ausschreibung wird von allen Landesmedienanstalten spätestens zum 22. Januar 2010 veröffentlicht. Die Antragsfrist für potentielle Bewerber endet am 12. März 2010.

Nach der Auswertung des sog. "Call for Interest" für bundesweite und länderübergreifende terrestrische Hörfunkangebote im Jahr 2008, der Bedarfsanmeldung bei der Bundesnetzagentur und der Zuordnung der Kapazitäten durch die Ministerpräsidenten vom 26. November 2009 wird mit der Ausschreibung für bundesweite Kapazitäten durch die Landesmedienanstalten der nächste Schritt unternommen, digitales Radio auf den Weg zu bringen. Sollten sich genügend qualifizierte private Anbieter melden, ist nach dem Aufbau der Netze mit einem Neustart von Digitalradio im Übertragungsstandard "der DAB-Systemfamilie" frühestens Anfang 2011 zu rechnen.

Die Ministerpräsidenten haben ein Drittel der zur Verfügung stehenden Kapazitäten dem Deutschlandradio zugeordnet. Mit der Ausschreibung der übrigen zwei Drittel der Übertragungskapazitäten sollen vorrangig solche privaten Hörfunkpro­gramme und sonstigen Audioangebote verbreitet werden, die unter Berücksichtigung der bestehenden Hörfunklandschaft in den Län­dern die Meinungsvielfalt in Deutschland stärken können. Dies ist insbesondere für Angebote mit den Schwerpunkten Information, Wirtschaft, Sport, Religion sowie spezieller musikalischer Stilrichtungen zu erwarten.

Meinungsvielfalt wird dadurch gefördert, dass über die zur Verfügung stehenden Übertragungskapazitäten insgesamt ein attraktives Angebot verbreitet wird. "Um diese Vielfalt zu erreichen, sollen Anträge besonders gewürdigt werden, die mit exklusiven Ideen, einzigartigen Beiträgen und besonderen Musikausrichtungen neue Zielgruppen ansprechen", erklärte der ZAK-Vorsitzende Thomas Langheinrich.

Erwartet wird von den Bewerbern ein nachhaltiger Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der digitalen Hörfunk-Übertragungstechnologie. Insoweit stehen die Kriterien Innovation und Originalität an vorderer Stelle bei der Beurteilung und etwaigen Auswahl von Angeboten. "Nur neue Programme etwa mit multimedialen Zusatzfunktionen schaffen einen Mehrwert beim Publikum, der die notwendigen Anreize bieten kann, auch im Hörfunk endlich das digitale Zeitalter einzuleiten", so der Hörfunkbeauftragte der Landesmedienanstalten, Dr. Gerd Bauer. Er begleitet für die ZAK die Ausschreibung federführend und nimmt die Anträge entgegen.

Der Ausschreibungstext ist ab sofort abrufbar unter www.alm.de

ALM GbR

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) setzt sich aus den gesetzlichen Vertretern (Direktoren, Präsidenten) der 14 Landesmedienanstalten zusammen. Der Direktor der geschäftsführenden Anstalt hat auch den Vorsitz der ZAK. Seit dem 1. September 2008 ist der DLM-Vorsitzende Thomas Langheinrich - Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) - auch Vorsitzender der ZAK. Die Kommission für Zulassung und Aufsicht ist abschließend zuständig für die Zulassung bundesdeutscher Rundfunkveranstalter. Darüber hinaus werden Fragen der Zulassung und Kontrolle bundesweiter Veranstalter, Plattformregulierung sowie die Entwicklung des Digitalen Rundfunks bearbeitet. Die Aufgaben im Einzelnen hat der Gesetzgeber in § 36 Abs. 2 RStV vorgeschrieben. Die ZAK nutzt zur Erfüllung ihrer Aufgaben die Dienste zweier Beauftragter: Der Beauftragte für Programm und Werbung ist der Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Prof. Dr. Norbert Schneider und der Beauftragte für Plattformregulierung und Digitalen Zugang der Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), Dr. Hans Hege.

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