Die antragsstärkste Berufsgruppe in der Anerkennung kann nicht irren: Pflege bereitet den Weg für Bürokratieabbau und schnellere Anerkennung

(lifePR) ( Berlin, )
Der fünfte Bericht zum Anerkennungsgesetz bestätigt die Entwicklung der vergangenen Jahre: Die Pflegeberufe stellen mit gut 11.500 Anträgen im Jahr 2018 wieder die größte Berufsgruppe in der Anerkennung qualifizierter Abschlüsse. Dies sind 30 Prozent mehr Anträge als 2017. Tendenz: weiter steigend. Gerade im Bereich der Gesundheitsfachkräfte konkurriert Deutschland mit anderen Ländern, z.B. den USA, der Schweiz, Schweden, Australien und dem arabischen Raum. Umso wichtiger sind schnelle Anerkennungsverfahren und somit eine rasche Beschäftigung der ausländischen Pflegekräfte in Deutschland. Dazu Isabell Halletz, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Ausländische Pflegekräfte:

„Für die antragsstärkste Berufsgruppe muss die Zuwanderung von qualifizierten Pflegekräften zwingend erleichtert werden. Wir brauchen endlich den Mut in allen Bundesländern, die Verfahren für alle Beteiligten zu erleichtern und eine zentrale Anerkennungsstelle für die Gesundheitsfachberufe in jedem Bundesland zu schaffen. Folgen Sie den Beispielen in NRW und Berlin, bündeln Sie das Know-How Ihrer Mitarbeiter und gestalten Sie effiziente und digitalisierte Verfahren. Wir müssen den gestiegenen Frust auf allen Seiten abbauen. Nicht nur die Arbeitgeber, auch die ausländischen Pflegekräfte sind häufig enttäuscht und können nicht verstehen, warum sie trotz akademischer Ausbildung und oft langjähriger Berufserfahrung so lange in Deutschland darauf warten müssen, tatsächlich als Fachkraft beschäftigt werden zu können. Wenn wir nicht wollen, dass sie in andere Länder abwandern, müssen die bürokratischen Hürden endlich abgebaut werden. 

Dass Förderinstrumente, wie der Anerkennungszuschuss und die IQ Netzwerkstellen in den Ländern, unverzichtbar für die Unterstützung in der Anerkennung und den Qualifizierungsmaßnahmen geworden sind, beweisen die Ergebnisse des Anerkennungsberichts. Da sehe ich den Bund und die Länder in der Pflicht, deren langfristige Finanzierung zu sichern. Erst kürzlich wurde bekannt, dass einige IQ Netzwerkstellen aufgrund fehlender Finanzierung Ende dieses Jahres geschlossen werden. Allerdings muss auch die finanzielle Förderung der Arbeitgeber zur Integration ausländischer Pflegekräfte weiter ausgebaut werden, z.B. durch die Übernahme der Kosten für Integrationsbeauftragte und die Bereitstellung weiterer Ausbildungsbeihilfen.“
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