Dienstag, 26. September 2017


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Apogenix startet Phase 1 mit seinem Hauptprodukt APG101

Heidelberg, (lifePR) - Das biopharmazeutische Unternehmen Apogenix GmbH, das neuartige Medikamente zur gezielten Beeinflussung der Apoptose (programmierter Zelltod) entwickelt, gab heute den Start der klinischen Phase-1-Studie an gesunden Probanden mit dem am weitesten fortgeschrittenen Produkt APG101 bekannt.

Die randomisierte, placebo-kontrollierte Doppelblindstudie wird in Deutschland durchgeführt und umfasst 34 Testpersonen. Ende September 2008 wurde den ersten Probanden APG101 verabreicht und bisher eine gute Verträglichkeit des Wirkstoffes beobachtet.

Die Studie ist auf eine eskalierende Dosierung mit sieben Patientengruppen ausgelegt, die eine steigende Einzeldosis des Wirkstoffs erhalten. Sicherheit und Verträglichkeit sind hierbei die primären Endpunkte. Die Ergebnisse der Phase-1-Studie werden für das erste Halbjahr 2009 erwartet.

APG101 ist ein humanes, lösliches Fusionsprotein, welches die CD95-vermittelte Apoptose in gesunden Zellen verhindert. Der Wirkstoffkandidat zielt auf eine Vielzahl von Krankheiten, die sich durch ein Übermaß an Apoptose auszeichnen, wie z.B. akute "Graft-versus-Host Disease" (aGvHD), Herzinfarkt, HIV-Infektion und Rückenmarksverletzungen. 2006 erhielt Apogenix von der Europäischen Kommission den "Orphan Drug Status" für APG101 zur Verhinderung der "Graft-versus-Host Disease".

"Wir sind sehr stolz darauf, bereits drei Jahre nach dem operativen Start der Apogenix GmbH die erste klinische Phase-1-Studie beginnen zu können", so Dr. Harald Fricke, Chief Medical Officer der Apogenix GmbH. "Dieser Schritt stellt sowohl für unser Team als auch für unser Hauptprodukt APG101 einen bedeutenden Meilenstein dar. APG101 hat nach unserer Auffassung ein hohes therapeutisches Potenzial für eine Vielzahl von Indikationen."

Über APG101

APG101 ist ein humanes, lösliches Fusionsprotein zwischen dem extrazellulären Teil des CD95-Rezeptors und dem Fc-Teil von IgG. CD95, ein so genannter Todesrezeptor, wird durch den CD95-Liganden aktiviert und löst so den kontrollierten Zelltod (Apoptose) aus. APG101 verhindert die CD95L-vermittelte Apoptose durch Blockade des Liganden, so dass er nicht mehr an seine Zielzellen binden und die Apoptose in gesundem Gewebe auslösen kann.

Es konnte bereits gezeigt werden, dass die Blockierung von CD95L eine wesentliche Rolle in der Pathophysiologie verschiedener Krankheiten spielt, die sich durch ein Übermaß an Apoptose auszeichnen, wie z.B. akute "Graft-versus-Host Disease" (aGvHD), Herzinfarkt, HIV-Infektion, Rückenmarksverletzungen und Schlaganfall.

2006 erhielt Apogenix von der Europäischen Kommission den "Orphan Drug Status" für APG101 zur Verhinderung der "Graft-versus-Host Disease". Der Wirkstoffkandidat ist durch vier Patentfamilien geschützt, die sowohl dessen Zusammensetzung als auch dessen Anwendung in verschiedenen Indikationen umfassen.

Apogenix GmbH

Das biopharmazeutische Unternehmen Apogenix GmbH entwickelt neuartige Protein-Therapeutika zur gezielten Beeinflussung der Apoptose (programmierter Zelltod). Apoptose ist ein natürlicher, streng kontrollierter Prozess, der den Körper von alten, geschädigten oder entarteten Zellen befreit. Bei vielen Krankheitsbildern ist dieser Prozess aus dem Gleichgewicht geraten. Dies hat entweder ein übermäßiges Absterben gesunder Zellen und gesunden Gewebes (z.B. bei akuter "Graft-versus-Host Disease", HIV-Infektion und Rückenmarksverletzungen) oder einen unzureichenden Abbau geschädigter und entarteter Zellen (z.B. bei Tumoren) zur Folge.

Apogenix ist eine Ausgründung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) mit Sitz in Heidelberg. 2005 erhielt das Unternehmen in einer ersten Finanzierungsrunde 15 Mio. Euro von den Investmentgesellschaften der Familie des SAP-Mitgründers Dietmar Hopp und konnte 2008 weitere 28 Mio. Euro in einer Serie B Finanzierung einwerben.

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