Freitag, 24. Februar 2017


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Ärztestreik stellt die Honorarsituation verzerrt dar

(lifePR) (Eisenberg, ) Am 01.09.2012 haben sich die Mehrzahl der Ärzteverbände in einer Sondersitzung in Berlin dafür ausgesprochen, ab Dienstag flächendeckend streiken zu wollen.

Hintergrund des angekündigten Streiks ist das Honorar der Mediziner für das kommende Jahr. Die Ärzte finden den ersten Teil der Honorarerhöhung um 0,9 % zu wenig. Die Forderung der Ärzte lag bei 11%.

Die Honorare der Ärzte sollen im Jahr 2013 um drei Faktoren steigen:

1. Erhöhung des Punktwertes von 3,5048 Cent auf 3,5363 Cent (+ 0,9 %) sowie
2. Morbiditätsfaktor (Berücksichtigung der Krankheitsverteilung in der Bevölkerung) und
3. Demografie-Faktor (Berücksichtigung von Alter und Geschlecht der Bevölkerung)

Die Steigerungsfaktoren für die Morbidität und Demografie werden erst am 15.09.2012 vom zuständigen Gremium auf der Bundesebene beschlossen und bekannt gegeben.

Diese drei Faktoren bilden auch die Grundlage für die länderspezifischen Arzthonorare, die Gegenstand der Honorarverhandlung auf der Landesebene sind.

Der jetzt in der Presse angekündigte Honorarstreik zeigt, dass Ärzte bereits vorzeitig ihren Unmut auf dem Rücken der Patienten austragen, ohne dass alle Steigerungsfaktoren bekannt sind. Selbst aus den eigenen Reihen wird die Haltung der Ärztefunktionäre kritisiert. Wie der Presse zu entnehmen ist, hält der Deutsche Hausärzteverband einen Streik für eine überzogene Maßnahme und hat angekündigt, die Patienten ordnungsgemäß zu versorgen.

"Die Streikandrohung der Ärzte ist inakzeptabel", so der AOK-Vorstandsvorsitzender Walter Bockemühl, "denn die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland zahlt jeden Monat an die Kassenärztliche Vereinigung für jeden Versicherten - egal, ob ein Versicherter die ärztliche Behandlung in Anspruch nimmt oder nicht - die vereinbarten Honorarpauschalen.

Die Honorarzahlungen sind incl. der Steigerungen für das Jahr 2009 bis 2012 in den vergangenen vier Jahren um fast 15 % gestiegen. Damit liegen sie weit über den durchschnittlichen Gehaltssteigerungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. In Rheinland-Pfalz erhält die Kassenärztliche Vereinigung inzwischen bereits rd. 1,54 Milliarden Euro.

Im Gegenzug erwartet die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen und die AOK-Patienten behandeln. Es kann nicht sein, dass Ärzte ständig über nicht ausreichende Honorare klagen und andererseits ihre vertragsärztlichen Pflichten verletzen", so Walter Bockemühl, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.

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