Montag, 20. November 2017


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ADHS: Längst nicht jedes zappelige Kind braucht Tabletten

Eisenberg, (lifePR) - Nicht jedes Kind, das mal zappelig und unaufmerksam ist, hat gleich ADHS. Manchmal hat das Kind auch nur eine kürzere, entwicklungsbedingt schwierige Phase, oft stecken auch Über- oder Unterforderung dahinter. „Beobachten Eltern, Kita oder Schule die Symptome aber länger als ein halbes Jahr, sollte abgeklärt werden, ob eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung dahinter steckt“, so die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.
 
Mittlerweile gehört ADHS zu einer häufigen Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Der Anteil der Kinder, die deshalb Medikamente nehmen ist hoch. „Über eine Medikamenteneinnahme sollten Eltern und Ärzte erst dann beraten, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind“, erklärt die AOK. Ganz wichtig ist, dass die Diagnose sehr sorgfältig gestellt und das Ausmaß der Erkrankung gründlich beurteilt wird. Spezialisierte Fachärzte müssen dazu nicht nur das Kind gründlich untersuchen, sondern auch Informationen von Eltern, Erziehern oder Lehrern einholen. Wurde bei einem Kind die Diagnose ADHS gesichtet, muss das gesamte Umfeld mit ins Boot geholt werden. Das bedeutet, nicht nur die Eltern, sondern auch Kita oder Schule müssen mitmachen: ADHS-Kinder brauchen klare Regeln, eindeutige Konsequenzen und gleichzeitig viel Bestärkung, um zu lernen, wo ihre Grenzen sind und um ihr Handeln selbst besser kontrollieren zu lernen.  Zu einer medikamentösen Behandlung raten Fachleute erst dann, wenn die beratenden und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen nicht greifen und die Gabe von Medikamenten aufgrund des Ausmaßes der Erkrankung notwendig ist.
 
Am häufigsten wird zur medikamentösen Behandlung der ADHS der Wirkstoff Methylphenidat eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Psychostimulans, das bei missbräuchlicher oder zweckentfremdeter Verwendung unter Umständen auch eine psychische Abhängigkeit hervorrufen kann. Methylphenidat kann Nebenwirkungen wie Schlafstörungen oder eine Minderung des Appetits haben. Zudem müssen Körpergröße und Gewicht der Kinder engmaschig kontrolliert werden, da das Wachstum durch die Behandlung beeinflusst werden kann. Bei einer länger dauernden Behandlung mit Methylphenidat sollte in regelmäßigen Abständen getestet werden, ob das Kind inzwischen auch ohne Medikamente gut zurechtkommt. Bei einem solchen Auslass-Versuch werden die Tabletten in Absprache mit dem Arzt kontrolliert für eine bestimmte Zeit abgesetzt. Es wird empfohlen mindestens einmal jährlich einen Auslass-Versuch vorzunehmen.

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Nicht jedes Kind, das mal zappelig und unaufmerksam ist, hat gleich ADHS. Manchmal hat das Kind auch nur eine kürzere, entwicklungsbedingt schwierige Phase, oft stecken auch Über- oder Unterforderung dahinter. „Beobachten Eltern, Kita oder Schule die Symptome aber länger als ein halbes Jahr, sollte abgeklärt werden, ob eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung dahinter steckt“, so die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Mittlerweile gehört ADHS zu einer häufigen Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Der Anteil der Kinder, die deshalb Medikamente nehmen ist hoch. „Über eine Medikamenteneinnahme sollten Eltern und Ärzte erst dann beraten, wenn alle anderen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind“, erklärt die AOK. Ganz wichtig ist, dass die Diagnose sehr sorgfältig gestellt und das Ausmaß der Erkrankung gründlich beurteilt wird. Spezialisierte Fachärzte müssen dazu nicht nur das Kind gründlich untersuchen, sondern auch Informationen von Eltern, Erziehern oder Lehrern einholen. Wurde bei einem Kind die Diagnose ADHS gesichtet, muss das gesamte Umfeld mit ins Boot geholt werden. Das bedeutet, nicht nur die Eltern, sondern auch Kita oder Schule müssen mitmachen: ADHS-Kinder brauchen klare Regeln, eindeutige Konsequenzen und gleichzeitig viel Bestärkung, um zu lernen, wo ihre Grenzen sind und um ihr Handeln selbst besser kontrollieren zu lernen. Zu einer medikamentösen Behandlung raten Fachleute erst dann, wenn die beratenden und verhaltenstherapeutischen Maßnahmen nicht greifen und die Gabe von Medikamenten aufgrund des Ausmaßes der Erkrankung notwendig ist.

Am häufigsten wird zur medikamentösen Behandlung der ADHS der Wirkstoff Methylphenidat eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Psychostimulans, das bei missbräuchlicher oder zweckentfremdeter Verwendung unter Umständen auch eine psychische Abhängigkeit hervorrufen kann. Methylphenidat kann Nebenwirkungen wie Schlafstörungen oder eine Minderung des Appetits haben. Zudem müssen Körpergröße und Gewicht der Kinder engmaschig kontrolliert werden, da das Wachstum durch die Behandlung beeinflusst werden kann. Bei einer länger dauernden Behandlung mit Methylphenidat sollte in regelmäßigen Abständen getestet werden, ob das Kind inzwischen auch ohne Medikamente gut zurechtkommt. Bei einem solchen Auslass-Versuch werden die Tabletten in Absprache mit dem Arzt kontrolliert für eine bestimmte Zeit abgesetzt. Es wird empfohlen mindestens einmal jährlich einen Auslass-Versuch vorzunehmen.

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