Montag, 25. Juni 2018


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Wichtig für Selbstständige: Ab 2018 gelten neue Regelungen für die Berechnung der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge

Hannover, (lifePR) - Für Selbstständige, die freiwillig gesetzlich krankenversichert sind, ändert sich im neuen Jahr die Berechnungsweise ihrer Beiträge. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass sich deren Höhe künftig stärker am tatsächlichen Einkommen orientiert, informiert die AOK Niedersachsen.

Konkret heißt das, dass die Beiträge fortan anhand des letzten Einkommenssteuerbescheids für die Zukunft geschätzt und zunächst vorläufig festgesetzt werden. Legen Selbstständige später den endgültigen Einkommenssteuerbescheid für das entsprechende Jahr vor, werden die Beiträge rückwirkend angepasst. Die wesentliche Neuerung ab 1. Januar 2018: Die Krankenkasse erstattet zu viel gezahlte Beiträge zurück oder erhebt, wenn der Beitrag zu niedrig geschätzt war, eine Nachforderung. Bisher wurden die Beiträge lediglich frühestens für die Zeit nach der Ausstellung des Steuerbescheides angepasst, jedoch nicht rückwirkend: Die Beiträge für das Kalenderjahr des Steuerbescheides blieben in der Regel unverändert.

Die Änderung soll für mehr Beitragsgerechtigkeit sorgen. Denn der Gesetzgeber berücksichtigt nun, dass die Einkommen von Selbstständigen meist starken Veränderungen unterworfen sind und nicht immer regelmäßig fließen.

Was Selbstständige noch beachten sollten: Es gibt eine Dreijahresfrist. Nach Ablauf des betreffenden Kalenderjahres haben sie drei Jahre Zeit, den endgültigen Einkommenssteuerbescheid bei ihrer Krankenkasse einzureichen. Erfolgt dies nicht, muss rückwirkend der Höchstbeitrag gezahlt werden.

Die neue Regelung gilt für Selbstständige, die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf ihr Arbeitseinkommen oder auf Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zahlen.

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