Mittwoch, 20. September 2017


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328.000 Euro Förderung für ambulante Hospizarbeit in der Region Hannover

642 Ehrenamtliche in der Sterbebegleitung

Hannover, (lifePR) - Auf natürlichem Wege, dabei ohne Angst und Schmerzen aus dem Leben zu scheiden, hat offenbar einen unverändert hohen Stellenwert für viele Menschen - trotz oder vielleicht wegen der seit langem geführten Debatte um verschiedene Formen von Sterbehilfe.

Dieses positive Resümee zieht die AOK Niedersachsen aus der Statistik des vergangenen Jahres für das ambulante Hospizwesen. Danach stieg 2014 allein die Zahl der ehrenamtlichen Sterbebegleiter im Vergleich zum Vorjahr um fast 7,7 Prozent auf 3174 Frauen und Männer (Region Hannover: 642); die Zahl der Sterbebegleitungen nahm sogar um fast 15 Prozent auf 3424 Einsätze zu (Region Hannover: 733). "Ein wirklich eindrucksvolles Engagement für gelebte Mitmenschlichkeit!", würdigte AOK-Regionaldirektorin Kristin Severin die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen.

Gesetzliche Krankenkassen und, seit diesem Jahr, auch private Krankenversicherer unterstützen die Arbeit der ambulanten Hospizdienste finanziell; so sieht es das Sozialgesetzbuch vor. Der jetzt rückwirkend gezahlte Förderbetrag beläuft sich für das ganze Bundesland auf 4,443 Millionen Euro, wovon die AOK Niedersachsen als größte Krankenkasse 1,441 Millionen Euro trägt. Auf die 15 ambulanten Hospizdienste in der Region Hannover entfallen rund eine Million Euro, die AOK fördert hier mit 328.000 Euro.

"Niemand sollte das Gefühl haben, in der Zeit seines nahenden Lebensendes ohne Hilfe und Anteilnahme dazustehen", so Kristin Severin. Aus dieser empfundenen Perspek­tivlosigkeit heraus entstehe eben häufig der Gedanke an Sterbehilfe. "In solchen Situationen bieten ambulante Hospizdienste den Menschen aber eine bewusst bejahende Alternative", unterstreicht sie.

AOK-Regionaldirektorin Severin verbindet den positiven Rückblick mit einem Appell an die Öffentlichkeit, sich in der Aufgabe der Sterbebegleitung zu engagieren: "So gelingt es gemeinsam, Menschen in der Phase des Abschieds den gebühren­den Raum unter uns, in der Mitte der Gesellschaft, zu geben." Sie weist darauf hin, dass die gesetzlich vorgesehene Förderung nur eines der finanziellen Standbeine für die ambulante Hospizarbeit ist: "Spenden sind ebenso wichtig!", erinnert Severin.

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