Samstag, 21. Oktober 2017


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Steuereinnahmen der Brandenburger Gemeinden im Jahr 2009 gesunken

Potsdam, (lifePR) - Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, gingen die Steuereinnahmen der Gemeinden in Brandenburg im Jahr 2009 nach Abzug der an das Land und den Bund abzuführenden Gewerbesteuerumlage um 95,9 Millionen Euro auf 1 370,8 Millionen Euro zurück und lagen damit um 6,5 Prozent unter dem Ergebnis des Jahres 2008. Maßgeblich dafür war der Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen um 11,5 Prozent.

Von den Steuereinnahmen (netto) entfielen 559,4 Millionen Euro auf die Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer (netto) war mit einem Anteil von 40,8 Prozent an den Steuereinnahmen insgesamt die ergiebigste Steuerart. Sie sank gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 72,6 Millionen Euro.

Für die einzelnen Gemeinden verlief die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen (netto) sehr unterschiedlich. In 212 der 419 Gemeinden verringerten sich die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 127,1 Millionen Euro. Allein in 23 Gemeinden sanken die Steuereinnahmen um mehr als eine Million Euro (Gesamtvolumen: 97,4 Millionen EUR). Den höchsten Einnahmerückgang wies, bedingt auch durch hohe Nachzahlungen im Jahr 2008, die kreisfreie Stadt Cottbus mit -26,1 Millionen Euro nach, die mit einem Gewerbesteueraufkommen von 49,0 Millionen im Jahr 2009 absoluter Spitzenreiter war. Hohe Einbußen hatten u. a. auch die Stadt Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) mit -9,5 Millionen Euro und die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel mit -8,4 Millionen Euro zu verkraften. In 10 Gemeinden überstiegen die Steuerrückzahlungen die Einnahmen in dieser Steuerart. Die Verluste betrugen insgesamt 18,6 Millionen Euro. Demgegenüber wiesen 47 Prozent bzw. 197 der 419 Gemeinden bei der Gewerbesteuer (netto) einen Zuwachs gegenüber dem Jahr 2008 von 73,1 Millionen Euro auf. Den größten Anstieg verzeichnete die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) mit 30,1 Millionen Euro. Es folgten die Städte Blankenfelde-Mahlow mit +9,9 Millionen Euro und Zossen mit +3,8 Millionen Euro (beide Landkreis Teltow-Fläming).

Der zweitgrößte Steuerposten mit einem Anteil von 34,7 Prozent an den Steuereinnahmen war der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Sein Volumen verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent auf 475,5 Millionen Euro. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer ging gegenüber dem Jahr 2008 um 5,4 Millionen Euro auf 82,0 Millionen EUR zurück.

Zugenommen haben dagegen die Einnahmen aus der Grundsteuer B um 1,3 Prozent Euro auf 225,9 Millionen und aus den Bagatellsteuern um 1,4 Prozent auf 15,1 Millionen Euro. Das Aufkommen aus der Grundsteuer A war mit 13,0 Millionen Euro nahezu konstant.

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