Freitag, 20. Oktober 2017


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Ford, Opel, ExxonMobil und ConocoPhilips umsatzstärkste US-Firmen in Deutschland

Frankfurt am Main, (lifePR) - .
- Fachkräftemangel: Erleichterte Zuwanderung für Fachkräfte aus dem Ausland nötig
- Top-Executive-Umfrage: Gespaltene Meinung über Nachhaltigkeit des Aufschwungs

Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany, kurz "AmCham Germany") hat heute das aktuelle, am Umsatz 2009 gemessene Ranking der größten US-Unternehmen in Deutschland bzw. der Tochterunternehmen amerikanischer Gesellschaften in Deutschland vorgestellt.

Die Spitze - Ford, Opel, ExxonMobil

Der Autobauer Ford hat 2009 16,995 Mrd. Euro Umsatz in Deutschland erzielt. Damit führt das Unternehmen auch dieses Jahr das Ranking der umsatzstärksten Unternehmen mit amerikanischem Kapital in Deutschland an. Platz zwei belegt Opel mit einem geschätzten Umsatz von 12 Mrd. Euro in Deutschland. An dritter Stelle steht ExxonMobil Central Europe Holding GmbH ("Esso") mit 10,7 Mrd. Euro Umsatz in Deutschland (inklusive Mineralölsteuer).

Die Top 3 im Vergleich zum Vorjahr: Ford belegte ebenfalls den ersten Platz (19,7 Mrd.), ExxonMobil Central Europe Holding GmbH den zweiten Platz (15,2 Mrd.) und Adam Opel den dritten Platz (13 Mrd., Schätzung).

Generell Umsatzwachstum schwächer als im Vorjahr

Der Gesamtumsatz der TOP50-US-Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent gesunken - von 162 Mrd. im Jahr 2008 auf 147 Mrd. im Jahr 2009.

Die Krise hat bei hier ansässigen US-Unternehmen Spuren hinterlassen: 53 Prozent von ihnen hatten einen Umsatzrückgang für das Jahr 2009 verzeichnet (vgl. AmCham Germany Business Barometer vom April 2010). Ein Jahr zuvor (2008) war der Gesamtumsatz um 5,8 Prozent im Vergleich zu den Umsätzen von 2007 gesunken.

Die Plätze 4 bis 10

Der vierte Platz im Ranking geht dieses Jahr an ConocoPhillips Germany ("Jet") mit einem Umsatz von 10,4 Mrd. Euro (inklusive Mineralölsteuer). Platz fünf belegt GE Deutschland mit 9,4 Mrd. Euro. Die IBM Gruppe liegt mit 9,3 Mrd. Euro an sechster Stelle der Rangliste. Der Tabakkonzern Philip Morris erreicht Platz 7 mit knapp 6,164 Mrd. Euro Umsatz (inklusive Tabaksteuer). Procter & Gamble Germany hat einen Umsatz von 4,7 Mrd. Euro (Schätzung) erzielt und steht damit auf Platz 8. Hewlett-Packard (4,5 Mrd. Euro) und die Dow Gruppe Deutschland (4,1 Mrd. Euro) vervollständigen die Top 10 in diesem Jahr.

(Ranking mit Plätzen 1-50, http://www.amcham.de/fileadmin/user_upload/presse/CG4_Top50.pdf)

Größte Arbeitgeber - McDonald's, Ford, Burger King

Der größte Arbeitgeber unter den US-Firmen in Deutschland ist McDonald's Deutschland mit 60.000 Mitarbeitern vor den Ford-Werken (23.862) und Burger King (23.000). Fünf der umsatz-stärksten amerikanischen Unternehmen beschäftigen jeweils mehr als 20.000 Menschen in Deutschland (McDonald's, Ford-Werke GmbH, Burger King GmbH, IBM Gruppe, Adam Opel). Diese fünf Unternehmen beschäftigen zusammen fast 150.000 Menschen in Deutschland.

Die größten Arbeitgeber in Deutschland unter den TOP 50 Unternehmen sind (Angabe Unternehmen und Anzahl der Mitarbeiter in Deutschland):

1. McDonald's Deutschland Inc.: 60.000 (inklusive Franchise)
2. Ford-Werke GmbH: 23.862
3. Burger King GmbH: 23.000 (Schätzung, inklusive Franchise)
4. IBM Gruppe: 21.100 (Schätzung)
5. Adam Opel: 20.000 (Schätzung, inklusive Eisenach)
6. Procter & Gamble: 15.000
7. United Parcel Service: 14.000
8. Coca-Cola Deutschland: 12.000 (Schätzung)
9. TRW Automotive GmbH: 10.550
10. Hewlett-Packard: 8.525

Grundlage für diese Liste sind Angaben der Unternehmen auf Anfrage von AmCham Germany oder Schätzungen durch AmCham Germany, die als solche markiert sind. Die Liste enthält nur die US-Unternehmen, die im Rahmen der Top 50-Umfrage abgefragt wurden.

Am wirtschaftlichen Bedarf orientiertes Zuwanderungsangebot wichtig, um Bedarf an Fachkräften auch in Zukunft decken zu können

Die Mehrheit der TOP50-US-Unternehmen (58%) sind der Meinung, dass sie in Zukunft ihren Bedarf an Fachkräften nicht mehr decken können.

Die Arbeitswelt und der Arbeitsmarkt befinden sich im Umbruch. Der demografische Wandel ist mit zahlreichen Konsequenzen für Unternehmen und ihre Mitarbeiter verbunden.

Zu den Konsequenzen zählen:

- Alterung der Gesellschaft und der Belegschaften in Betrieben
- Verlängerung der Lebensarbeitszeit
- Bedeutungszuwachs von Wissen und Kompetenz als Wettbewerbsfaktor
- sinkende Halbwertzeit von Wissen
- Berücksichtigung von mehreren Generationen auf dem Arbeitsmarkt
- sinkender Anteil von Nachwuchskräften und gleichzeitig steigender Bedarf an Fachkräften

Um den Bedarf an Fachkräften auch in Zukunft decken zu können, brauchen wir ein transparentes, gezielt am wirtschaftlichen Bedarf orientiertes Zuwanderungsangebot. Qualifizierte Zuwanderer sind wirtschaftlich erfolgreich, steigern unseren Wohlstand, schaffen direkt und indirekt neue Arbeitsplätze - auch für Einheimische.

AmCham Germany fordert in dem Zusammenhang:

- Anerkennung qualifizierter ausländischer Abschlüsse (Hochschule etc.) sowohl bei einreisenden Fachkräften als auch mitreisenden Ehepartnern
- Möglichkeit der Mitnahme von Rentenansprüchen ins Ausland
- Erleichterte Anerkennung / Umschreibung von Führerscheinen
- Steuerliche Erleichterung bei Umzug und bei Schulgebühren
- Aufenthaltsrecht für Familienangehörige und Lebenspartner Absenkung der Einkommensgrenze, ab der Hochqualifizierte eine Niederlassungserlaubnis erhalten, von 86.400 auf 64.800 Euro (2009) ist sehr zu begrüßen, aber immer noch zu hoch! Angemessener für die Zulassung von Hochqualifizierten zum deutschen Arbeitsmarkt wäre eine Verdienstgrenze, die sich am Beispiel der Niederlande orientiert. Hier wird für einen Aufenthalt von bis zu fünf Jahren im Regelfall ein Jahreseinkommen von 49.000 Euro verlangt, unter 30 Jahren sogar nur ein Jahreseinkommen von 36.000 Euro. Auch dies sind für junge Hochqualifizierte durchaus attraktive Jahresgehälter.

Top-Executive-Umfrage: Hälfte der US-Firmen glaubt nicht an nachhaltigen Aufschwung

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands soll für das Gesamtjahr um bis zu 3,6 Prozent wachsen. AmCham Germany hat diese Entwicklung zum Anlaß genommen, die Top-Executives der amerikanischen Firmen hier am Standort zu befragen, wie sie dies sehen. Auf die Frage "Glauben Sie, dass der momentane Wirtschaftsboom nachhaltig sein wird?" antwortete je die Hälfte ja (48%) und nein (51%). Das zeigt, die Firmen sind nach wie vor verunsichert.

Durch den Aufschwung hat sich das Bild Deutschlands in den letzten Wochen im Ausland zum Positiven gewendet. Die Mehrheit (62%) bestätigte, dass sich das Ansehen des Standorts auch aus der Sicht ihrer US-Mutter verbessert hat.

Bei der Frage nach dem Grund für die jetztige Stärke Deutschlands sind sich die Firmen einig: Das Kurzarbeitergeld (75%) liegt hier ganz vorne. Andere Gründe sind der starke Export (57%) und die Weitsicht und Flexibilität der Unternehmen (53%), sowie das Krisenmanagement der Bundesregierung (48%).

Die wichtigsten nächsten Schritte, damit der Aufschwung nachhaltig sein wird, sind aus Sicht der Firmen: Konsolidierung des Haushalts (62%), Steuervereinfachung (nicht die Steuerentlastung) (55%) und eine schnelle Reaktion auf Engpässe wie den Fachkräftemangel (49%). Außerdem müssen wir weiterarbeiten und dürfen uns nicht auf ersten Erfolgen ausruhen (60%).

Befragt wurden die Top-Executives der umsatzstärksten Firmen in Deutschland mit mehr als 50% amerikanischem Kapital. Beteiligt haben sich 60 Firmen.

Mit etwa 3.000 Mitgliedern ist AmCham Germany die größte bilaterale Wirtschaftsvereinigung in Europa. Die Kammer versteht sich als Kommunikationsbrücke zu Investoren in den Vereinigten Staaten. Die Förderung der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen und des Wirtschaftsstandorts Deutschland stehen im Vordergrund.

Top-Executive-Umfrage: www.amcham.de/fileadmin/user_upload/presse/03_100930_Executive%20Survey_final.pdf

Positionspapier Zuwanderung/ Fachkräftemangel www.amcham.de/fileadmin/user_upload/presse/04_100924_Zuwanderung-Fachkr%E4fte_6_Ex_EF.pdf

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