Samstag, 21. Oktober 2017


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Ford, ExxonMobil und Opel umsatzstärkste US-Firmen in Deutschland

Größte Arbeitgeber: 20 US-Firmen stehen für mehr 300.000 Arbeitsplätze / Umfrage: "Befriedigend" für Deutschlands Attraktivität als High-Tech Standort

Frankfurt am Main, (lifePR) - Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany, kurz "AmCham Germany") hat heute das aktuelle, am Umsatz 2011 gemessene Ranking der größten US-Unternehmen in Deutschland bzw. der Tochterunternehmen amerikanischer Gesellschaften in Deutschland vorgestellt.

Umsatzwachstum an einem forschungs- und innovationsintensiven Standort mit starkem Export

Die Umsätze der amerikanischen Tochtergesellschaften in Deutschland sind im vergangenen Jahr tendenziell leicht gewachsen. Deutschland profitiert vom starkem Export und somit der Nachfrage aus dem Ausland, auch Schwellenländern. Der Standort Deutschland profitiert von der Globalisierung, weil viele zentrale Funktionen einschließlich Forschung und Entwicklung mit dem internationalen Konzernwachstum ausgebaut werden müssen. Dies gilt auch für ausländische Tochtergesellschaften. Traditionell ist Deutschland ein forschungs- und innovationsstarker Standort.

Umsatzranking

Das Ordnungskriterium für die Umsätze sind Netto-Umsätze, d. h. Umsätze ohne jegliche Mehrwertsteuer. Eine Ausnahme stellt die Mineralöl- und Tabaksteuer dar. Nicht berücksichtigt im Ranking sind Banken, Finanzunternehmen sowie die Finanzinvestoren (z. B. Private Equity Firmen). Das gesamte Investitionsvolumen der amerikanischen Firmen in Deutschland beträgt ca. 130 Mrd. Euro. Dazu kommen noch ca. 50 Mrd. Euro Private Equity Investment. Ingesamt gibt es in Deutschland operative 2.200 Firmen mit amerikanischem Kapital.

Ranking: Die Spitze - Ford, ExxonMobil, Opel

Der Autobauer Ford hat 2011 18.750 Mrd. Euro Umsatz in Deutschland erzielt. Damit führt das Unternehmen auch wie in den beiden letzten Jahren das Ranking der umsatzstärksten Unternehmen mit amerikanischem Kapital in Deutschland an. Platz 2 belegt ExxonMobil Central Europe Holding GmbH ("Esso") mit einem Umsatz von 12,8 Mrd. Euro in Deutschland (inklusive Mineralölsteuer). An dritter Stelle steht mit 12,5 Mrd. Euro Umsatz in Deutschland der Autobauer Opel. Auf Platz 4 des Rankings liegt Phillips 66 Continental ("Jet") mit einem geschätzten Umsatz von 11,2 Mrd. Euro (inklusive Mineralölsteuer).

Die Plätze 5 bis 10

Platz 5 belegt GE Deutschland mit 9,55 Mrd. Euro (Schätzung). Die IBM Gruppe liegt mit 9,4 Mrd. Euro (Schätzung) auf Platz 6. Hewlett-Packard erreicht Platz 7 mit 6,38 Mrd. Euro Umsatz. Der Tabakkonzern Philip Morris liegt mit 6,28 Mrd. Euro Umsatz (inklusive Tabaksteuer) an achter Stelle des Rankings. Die Dow Gruppe Deutschland steht mit 5,6 Mrd Euro Umsatz auf Platz 9. Procter & Gamble Germany hat einen Umsatz von 4,9 Mrd. Euro (Schätzung) erzielt und vervollständigt die Top 10 in diesem Jahr.

(Ranking mit Plätzen 1-50, siehe Anlage)

Mitarbeiterranking: Größte Arbeitgeber - McDonald's, Ford, Opel

Der größte Arbeitgeber unter den US-Firmen in Deutschland ist McDonald's Deutschland mit 64.000 Mitarbeitern vor den Ford-Werken (24.490) und Burger King (23.500, Schätzung). Opel hat 22.723 Mitarbeiter und die IBM-Gruppe 22.000 (Schätzung). Die zehn größten Arbeitgeber (McDonald's, Ford-Werke, Burger King, Opel, IBM Gruppe, Manpower Group, Johnson Controls, UPS, Procter & Gamble, TRW) unter den umsatzstärksten amerikanischen Unternehmen stehen zusammen für rund 240.000 Arbeitsplätze.

Umfrage:

"Befriedigend" für Deutschlands Attraktivität als High-Tech Standort

Die Unternehmen gaben im Durchschnitt die Note 2,6 für Deutschlands Attraktivität als High-Tech Standort. Als wichtigste Faktoren, die den Standort zu einem attraktiven High-Tech Standort machen, gaben die Unternehmen an: das Vorhandensein gut ausgebildeter Arbeitskräfte (84%) und die Lage des Standorts mitten in Europa (58%) und die vielfältige Industrielandschaft (55%).

Die befragten Unternehmen sehen in der europäische Schuldenkrise und Fachkräftemangel den größten Handlungsbedarf (84% und 77%). Als andere Risiken für die Wirtschaft wurden genannt: hohe Energiekosten (39%), generell ungünstige Rahmenbedingungen (29%) und eine nachlassende Auslandsnachfrage (23%).

Zur Sicherung des High-Tech Standort Deutschlands in der Zukunft nannten die Unternehmen folgende Maßnahmen: Ermöglichen erleichterter Einwanderung von Fachkräften (Abbau bürokratischer Hürden) (50%), Kooperation zwischen Unternehmen und Schulen/Universitäten (50%) und innovationsfreundlichere Rahmenbedingungen (43%).

Zu der Frage, ob sie auch in Zukunft weitere Investitionen im High-Tech Sektor am Standort Deutschland planen, hat die Mehrheit (59%) der befragten Unternehmen dies bestätigt.

Forschung, gute Ausbildung und Innovation sind die Schlüssel für neue Technologien, mehr Wachstum, Arbeitsplätze und somit Wohlstand. Daher ist es wichtig, dass das Land seine Spitzenstellung in Hochtechnologie-Bereichen wie Materialtechnologien, Produktionstechnologien, Energieeffizienz und Engineering behält bzw. weiter ausbaut. Innovationstätigkeit setzt einen gut entwickelten Wissenschaftsstandort voraus. Dieser sollte durch die Förderung von international sichtbarer Spitzenforschung sowie Nachwuchsförderung gestärkt werden.

Der Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften ist hoch und kann schon heute nicht immer gedeckt werden. Um den Fachkräftebedarf langfristig zu sichern und damit Unternehmen erfolgreiches Arbeiten zu ermöglichen, sollte einerseits auf die Zuwanderung qualifizierter Fachleute aus dem Ausland gesetzt werden  aber auch das vorhandene Potential an Fachkräften und Frauen in Deutschland bestmöglich ausgeschöpft und entwickelt werden. Die Bundesregierung hat mit der "Blauen Karte EU" und mit der Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen die Weichen für eine gesteuerte Zuwanderung gestellt.

Befragt wurden die Top-Executives der umsatzstärksten Firmen in Deutschland mit mehr als 50% amerikanischem Kapital. Beteiligt haben sich 31 Firmen.

Mit etwa 3.000 Mitgliedern ist AmCham Germany die größte bilaterale Wirtschaftsvereinigung in Europa. Die Kammer versteht sich als Kommunikationsbrücke zu Investoren in den Vereinigten Staaten. Die Förderung der deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen und des Wirtschaftsstandorts Deutschland stehen im Vordergrund.

American Chamber of Commerce in Germany e.V.

Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) fördert die globalen Handelsbeziehungen, die auf dem starken Fundament der amerikanisch-deutschen Partnerschaft stehen. Dabei unterstützen und fördern wir aktiv die Interessen unserer Mitglieder durch unser Netzwerk in Wirtschaft, Politik und der AmChams weltweit. AmCham Germany ermöglicht interkulturelles Verständnis, Zusammenarbeit und neue Investitionen durch die Grundsätze eines transparenten Dialogs, freien Handels und eines wettbewerbsfähigen und offenen Wirtschaftsklimas.

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