Dienstag, 12. Dezember 2017


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AmCham Germany und F.A.Z.-Institut präsentieren Trendstudie Corporate Responsibility 2014 & Jahrbuch Unternehmen und Verantwortung

Trendstudie & Neuerscheinung / Unternehmen setzen bei CR auf Freiwilligkeit und Eigentinitiative / Nachfrage durch Verbraucher entscheidender Treiber für Nachhaltigkeit

Frankfurt am Main, (lifePR) - Unter dem Begriff Corporate Responsibility (CR) setzen sich Unternehmen freiwillig für Umwelt, ihre Mitarbeiter und die Gesellschaft ein. Warum sich Unternehmen engagieren, zeigt die gerade veröffentlichte Trendstudie 2014 der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany e.V., AmCham Germany) und des F.A.Z.-Instituts.  In der Umfrage wurden Mitglieder von AmCham Germany dazu befragt, wie unternehmerische Verantwortung in ihrem Unternehmen gelebt wird. Die Ergebnisse der Trendstudie 2014 zeigen: Mehr als 80 Prozent der Unternehmen haben erkannt, dass sie ihre Prozesse langfristig nachhaltig gestalten müssen. Dabei setzen sie auf Eigeninitiative. Lediglich 8 Prozent wünschen sich staatliche Regulierung und verbindliche Rahmenbedingungen im CR-Bereich. Mit Blick auf die Kosten- und Wettbewerbsvorteile beurteilen die Unternehmen ihr CR-Engagement nicht mehr nur als notwendiges - und womöglich teures - Übel, sondern zunehmend als echten Erfolgsfaktor für ihr Geschäft (66 Prozent).

CR-Trendstudie 2014 und Jahrbuch bei Abendveranstaltung in Berlin vorgestellt / Begrüßungsrede durch US-Botschafter

Die Trendstudie 2014 ist Teil des heute erscheinenden CR-Jahrbuchs zum Thema "Unternehmen und Verantwortung - Trends in Corporate Responsibility". Die Publikation stellt themenübergreifend das vielfältige Engagement einer Reihe renommierter deutscher, amerikanischer und multinationaler Unternehmen am Standort Deutschland vor. Die Best-Practice-Beispiele der Unternehmen werden durch wissenschaftliche Fachbeiträge ergänzt. Sie wurde gestern vorab Vertretern aus Politik, Wirtschaft und NGOs in einer Abendveranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH vorgestellt. Der US-Botschafter John B. Emerson hielt die Begrüßungsrede.

"Ich bin davon überzeugt, dass durch unternehmerische Tätigkeit nicht nur Erfolg entstehen kann, sondern gutes für die Umwelt und Gesellschaft. Ich hatte schon oft die Möglichkeit, die Geschäftsaktivitäten der Mitgliedsunternehmen von AmCham Germany kennenzulernen sowie sie sich in vielfacher Weise für ihre Umgebung engagieren", so der US-Botschafter. "Es wäre mir unmöglich, alle Projekte aufzuzählen, von denen ich gehört habe. Hierfür ist das Jahrbuch eine sehr hilfreiche Dokumentation. Aber die Publikation ist mehr als das. Sie zeigt das Engagement und Know-how, aber sie zeigt auch Best-Practices, die deutlich machen, wie sehr amerikanische und deutsche Unternehmen von den gleichen Werten geprägt sind."

nergebnisse der Trendstudie 2014:

Unternehmen sehen sich global in der Verantwortung[/i]

Den Status quo unternehmerischen Engagements in Bezug auf Umwelt und Klimaschutz beurteilen die Befragten als optimistisch: Mehr als 80 Prozent stimmen der These zu, dass Unternehmen schon jetzt erkannt haben, dass sie auf ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept hinarbeiten müssen. Mit 66 Prozent sieht ein Großteil der Befragten die Unternehmen als entscheidenden Multiplikatoren für Wachstum und Wohlstand. Auch bei der Lösung globaler Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit sehen die Befragten weltweit tätige Unternehmen in einer treibenden Rolle. Entsprechend plädieren sie dafür, umfangreicher in die wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozessen eingebunden zu werden.

Selbst ist das Unternehmen

Die befragten Unternehmen setzen auf Eigeninitiative und orientieren sich lieber freiwillig an externen oder unternehmenseigenen Kodizes (76 Prozent). Verbindliche Richtlinien sieht die Mehrheit als nicht erforderlich. Das passt zur als geringer eingeschätzten Gefahr, CR könne als Werbeinstrument missbraucht werden (16 Prozent).

Corporate Responsibility durchdringt die gesamte Organisation

Die Trendstudie 2014 zeigt, dass die Unternehmen ein zunehmend ganzheitliches Verständnis von CR haben. Das ist sichtbar in der Umsetzung der Maßnahmen und in den Beweggründen für CR.

Im Vergleich zu früheren Umfragen deutet sich bei der Gestaltung von CR-Maßnahmen eine leichte Verschiebung an - weg von der rein finanziellen Förderung von Projekten, hin zu Maßnahmen im eigenen Unternehmen. So setzen 76 Prozent der Befragten auf die interne Anwendung von CR-Leitlinien und jeweils 72 Prozent auf Corporate Volunteering und Corporate Giving.

Der Einfluss der Verbraucher wächst

Gefragt nach der Motivation für ihr Engagement, gibt der Großteil der Befragten die Mitarbeitermotivation als wichtigsten Faktor an (95 Prozent). Im Vergleich zur Erstbefragung in 2005 sehen die Unternehmen aber auch deutlich mehr Einfluss auf Seiten des Kunden und seinen Anforderungen (2005: 33 Prozent; 2014: 68 Prozent). Das legt die Vermutung nahe, dass das Thema Nachhaltigkeit für Kunden an Bedeutung gewonnen hat. Zugleich fühlen sich die Unternehmen offensichtlich stark dazu verpflichtet, auf diese Anforderungen zu reagieren.

Wettbewerbsvorteile durch Verantwortung

Die Studie zeigt, dass die befragten Unternehmen in ihrem CR-Engagement zunehmend Chance für ihr Geschäft sehen. Dafür sprechen die steigende Bedeutung der Kundenanforderungen sowie die veränderte Einschätzung von Kosten- und Wettbewerbsvorteilen. Standen Wettbewerbsvorteile im Jahre 2005 nur für 36 Prozent der Befragten wichtig, sind es 2014 schon 66 Prozent. Bei den Kostenvorteilen ist das Für und Wider mit 44 zu 46 Prozent nahezu ausgeglichen. 2005 waren sogar noch 68 Prozent der Meinung die Kostenvorteile seien sehr unwichtig. Offensichtlich bewerten die Unternehmen ihr CR-Engagement mittlerweile auch wirtschaftlich als sinnvoll.

Zur Datenbasis

Insgesamt wurden 50 Mitgliedsunternehmern der Amerikanischen Handelskammer per Online-Fragebogen befragt. Dabei ist der Anteil an Tochtergesellschaften amerikanischer Mutterkonzerne mit 56 Prozent größer als der Anteil an Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben, mit 42 Prozent. Die Unternehmensgröße variiert, wobei die Anzahl der großen Unternehmen bei weitem überwog. 78 Prozent der Unternehmen haben mehr als 500 Mitarbeiter in Deutschland. Weltweit liegt die Mitarbeiterzahl bei 62 Prozent der Unternehmen bei mehr als 10.000. Weitere 16 Prozent haben zwischen 5.000 und 10.000 Mitarbeiter weltweit. Die Geschäftsfelder der Unternehmen sind mit mehr als 15 Branchen breitgefächert. Am häufigsten vertreten sind Pharma und Biotechnologie sowie Fahrzeugbau und -zubehör und verschiedene Dienstleistungsbereiche. Die beiden Vergleichsbefragungen wurden ebenfalls von AmCham Germany und dem F.A.Z.-Institut durchgeführt und stammen aus den Jahren 2005 und 2008.

Die Publikation kann kostenlos bei AmCham Germany bestellt werden. Zudem steht eine Online-Version zum Download bereit. Die Trendstudie Deutsch und Trendstudie Englisch.

F.A.Z.-Institut

Das F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH. Es bietet Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen in der öffentlichen und fachspezifischen Wahrnehmung eine Positionierung nach Maß.

 

 

American Chamber of Commerce in Germany e.V.

Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) fördert die globalen Handelsbeziehungen, die auf dem starken Fundament der amerikanisch-deutschen Partnerschaft stehen. Dabei unterstützt und fördert AmCham Germany aktiv die Interessen ihrer Mitglieder durch ein starkes Netzwerk in Wirtschaft, Politik und den AmChams weltweit. AmCham Germany ermöglicht interkulturelles Verständnis, Zusammenarbeit und neue Investitionen durch die Grundsätze eines transparenten Dialogs, freien Handels und eines wettbewerbsfähigen und offenen Wirtschaftsklimas.

www.amcham.de

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