Donnerstag, 23. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 441774

AmCham Germany fordert Balance zwischen Industrie- und Wohlfahrtspolitik

Frankfurt am Main, (lifePR) - Die Amerikanische Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany, kurz "AmCham Germany") gratuliert Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zu dem großen Wahlerfolg. Nun kommt es auf einen zügige Regierungsbildung im Rahmen von Koalitionsverhandlungen an.

Dank seiner starken Industrie steht Deutschland relativ gut dar. Die Arbeitslosigkeit ist vergleichsweise niedrig, in der Wirtschaft läuft es rund.

Wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen:

Damit Deutschland auch in der Zukunft ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Standort bleibt, muss Deutschland Wachstum neu beleben und die Rahmenbedingungen entsprechend wachstumsfreundlich gestalten.

1. Industriepolitik weiter fördern

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine nachhaltige und wachstumsfreundliche Balance zwischen der Industrie- und Wohlfahrtspolitik zu erzielen. Eine handhabbare und leistungsgerechte Industriepolitik garantiert weitere Investitionen, Innovationen, Arbeitsplätze und somit Wohlstand hier im Lande.

2. Verhandlungen einer Transatlantischen Handels- und Investmentpartnerschaft (TTIP) aktiv unterstützen

Die aus der Bundestagswahl entstandene Bundesregierung soll sich konsequent für einen Abbau noch bestehender Handelshemmnisse zwischen den USA und der EU einsetzen. Dies geschieht am besten durch die aktive Unterstützung der Verhandlungen einer Transatlantischen Handels- und Investmentpartnerschaft (TTIP), die bereits im Juni dieses Jahres begonnen haben. Ein umfassendes Abkommen könnte zu einem Wirtschaftswachstum von 1,5 bis zu 3,5% auf beiden Seiten des Atlantiks führen.

"Deutschland ist in den letzten Jahren aufgrund des mit der Agenda 2010 begonnenen Reformprozesses international wettbewerbsfähiger geworden. Dies muss nun konsequent fortgeführt werden, damit die deutsche Wirtschaft auch in Zukunft ein attraktiver Investitionsstandort bleibt", sagt Bernhard Mattes, Präsident von AmCham Germany. "Darüber hinaus muss die historische Chance einer Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) genutzt werden, um so die Rahmenbedingungen für mehr Wirtschaftswachstum, Innovation und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks zu verbessern. TTIP wirkt wie ein großes nachhaltiges Konjunkturprogramm ohne fiskalpolitischen oder geldpolitischen Stimulus. Das Freihandelsabkommen dient damit der Stabilitätspolitik auf beiden Seiten des Atlantiks."

3. Sichere, bezahlbare und umweltfreundliche Energie gewährleisten

Die Energiewende muss wirtschaftlich tragbar und sozialverträglich gestaltet werden. Die ambitionierte Klima- und Energiepolitik Deutschlands darf durch erhöhte Energiepreise nicht zu Wettbewerbsnachteilen oder Standortverlagerungen führen.

4. Leistungsgerechtere Unternehmensbesteuerung gestalten

Das deutsche Steuerrecht darf die Freiräume für Investitionen von Unternehmen nicht einschränken. Die Handhabbarkeit und Rechtssicherheit im Steuerrecht muss weiter verbessert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken. Neue zusätzliche steuerliche Belastungen schränken Investitionen ein. Investoren brauchen vor allem verlässliche Rahmenbedingungen für eine wachstumsfreundliche Fortentwicklung des Steuerrechts.

5. Innovation durch Forschung und Entwicklung vorantreiben

Innovation, Forschung und gute Ausbildung sind die Schlüssel für neue Technologien, Wachstum, Arbeitsplätze und somit Wohlstand. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der deutschen Wirtschaft zu gewährleisten, müssen Forschung und Entwicklung weiter gefördert werden. Nur durch neue Technologien und innovative Lösungen kann Deutschland die wirtschaftlichen, sozialen und demographischen Herausforderungen der Zukunft überwinden.

6. Flexibilität und Bürokratieabbau in der Arbeits- und Sozialpolitik

Damit die Arbeits- und Sozialpolitik auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, benötigt sie Flexibilisierung und Entbürokratisierung. Zahlreiche Regulierungen belasten die Unternehmen bei der dauerhaften Schaffung neuer Arbeitsplätze. Dazu gehören die hohen Lohnnebenkosten, mangelnde Arbeitsmarktflexibilität und der Mangel an Fachkräften.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Hilfsorganisationen fordern sofortige Aufhebung der Blockade im Jemen

, Medien & Kommunikation, Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland / Süddeutscher Verband KdöR

Eine Gruppe deutscher Hilfsorganisationen fordert angesichts der massiven humanitären Krise im Jemen die umgehende, komplette Öffnung der See-,...

Neue Mediaagentur: Opel/Vauxhall setzt auf MediaCom

, Medien & Kommunikation, Opel Automobile GmbH

Bündelung des Mediavolumens innerhalb der Groupe PSA schafft Synergien Schritt zur weiteren Umsetzung der Zukunftsstrategie PA­CE! Marktführer...

40 Jahre BMW Motorsport Nachwuchsförderung: Generationen-Treffen bei Jubiläumsevent

, Medien & Kommunikation, BMW AG

. Jochen Neerpasch, Eddie Cheever und Marc Surer treffen BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt und die aktuellen Junioren. Fotoshooti­ng mit...

Disclaimer