Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Nant de Drance: Bauarbeiten zum Pumpspeicherkraftwerk beginnen

Konzession und Baugenehmigung liegen vor

Olten, (lifePR) - Am 25. August 2008 hat das eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Konzession und die Baugenehmigung zum Bau des Pumpspeicherkraftwerks Nant de Drance im Wallis erteilt. Der Zuschlag der Baumeisterarbeiten geht an das "Groupement Marti Implenia".

Mit der Erteilung der Konzession und der Baubewilligung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer sicheren künftigen Energieversorgung der Schweiz und des öffentlichen Verkehrs erreicht. Vorgesehen ist nun, mit den Bauarbeiten für das 600 MW-Projekt Nant de Drance (NdD) im September zu beginnen und die Bau- und Betriebsgesellschaft NdD SA mit Aktienanteil der Atel mit 60% und der SBB mit 40% zu gründen. Das Projekt ist mit rund 990 Millionen Schweizer Franken budgetiert. Vorbehalten bleiben zusätzliche Kostenbegrenzungen beim Bau und Betrieb. Gegen den von Atel und SBB erteilten Zuschlag der Hauptbaumeisterarbeiten an die Arbeitsgemeinschaft "Groupement Marti Implenia" hatte das zweitplatzierte Mitbewerberkonsortium Beschwerde erhoben. Diese wurde jedoch von der Schätzungskommission des Kantons Solothurn vorige Woche abgewiesen.

Das Projekt Nant de Drance sieht vor, das Gefälle zwischen den beiden bestehenden Stauseen Emosson und Vieux Emosson auf dem Gebiet der Walliser Grenzgemeinde Finhaut zwischen Martigny und Chamonix zur Produktion von Spitzenenergie zu nutzen. Das Kraftwerk Nant de Drance wird auf rund 600 Megawatt Turbinier- und Pumpenleistung ausgelegt. Die Anlage wird komplett unterirdisch gebaut. Der Zugang zu den auf 1'800 m ü.M. liegenden Kavernen wird durch einen fünf Kilometer langen Stollen erfolgen. Somit wird das Grosskraftwerk mit minimalen Eingriffen in die Umwelt realisiert.

Im Hinblick auf die Nachfrageentwicklung in Spitzenzeiten leistet Nant de Drance einen wichtigen Beitrag sowohl zur Versorgungssicherheit im Schweizer Stromnetz als auch zum Abdecken der ausgeprägten Verbrauchsspitzen im Bahnbetrieb der SBB und mehrerer Privatbahnen wie TRAVYS oder BLS, die von der SBB versorgt werden. Durch entsprechende Maschinentechnik können innert kürzester Zeit Netzschwankungen und auch unregelmässige Produktion aus erneuerbaren Energien ausgeglichen werden. Dank modernster Technik wird die Anlage über einen ausserordentlich hohen Wirkungsgrad von über 80 Prozent verfügen.

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