Samstag, 16. Dezember 2017


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Studie: Viele Bauherren verzichten beim Hausbau auf professionelle Unterstützung

Folge: Zwei von drei Eigenheimbesitzern würden heute anders bauen

Nürnberg, (lifePR) - Nicht einmal jeder zweite Bauherr in Deutschland lässt seine Baupläne vor Baubeginn von einem unabhängigen Sachverständigen prüfen. Die Verträge mit Bauträgern, Baufirmen oder Handwerkern lässt sogar nur gut jeder dritte Eigenheimbauer von einem Profi gegenlesen. Zudem nehmen 34 Prozent der Bauherren ihren Bau ohne jegliche sachkundige Unterstützung ab. Das sind Ergebnisse der „Bauherren-Studie 2017". Für die Untersuchung hat der Bauherren-Berater Almondia mehr als 1.000 Bundesbürger befragt, die entweder in den vergangenen Jahren ein Eigenheim gebaut haben oder gerade einen Bau planen.

„Eine solche Einstellung ist hochriskant. Um Baupläne, Verträge und Ausführung richtig beurteilen zu können, müssten die Bauherren Rechtsexperte, Architekt und Bauingenieur in Personalunion sein. Sie fahren sozusagen blind“, kommentiert Prof. Dr.-Ing. Evi Hartmann von der Universität Erlangen-Nürnberg. Hartmann hat die Studie wissenschaftlich begleitet. Die Wirtschaftsingenieurin warnt: „Unklar formulierte Verträge bergen ein hohes Konfliktpotenzial. Viele Streitereien nehmen hier ihren Ausgang“. Etwa wenn der Bauherr davon ausgeht, dass bestimmte Leistungen inklusive sind, diese dann aber extra berechnet werden. Oder wenn Art und Qualität der verbauten Materialien nicht definiert sind. So kann es passieren, dass statt der favorisierten Echtholztüren preiswertere Exemplare aus Holzfurnier verbaut werden. Das ist ärgerlich und führt am Ende zu unerwarteten Mehrkosten.

Gefährliche Sorglosigkeit herrscht auch in Bezug auf die Baupläne. „Baupläne sind abstrakt. Sie enthalten zwar Maßangaben. Laien können aber oft nur schwer einschätzen, ob der Platz, etwa für die Treppen, nicht doch zu eng bemessen ist. Meist fehlt das Gefühl für die tatsächlichen Größen“, sagt dazu Dr. Gordian Rättich, Geschäftsführer des Bauherren-Beraters Almondia.

Vor diesem Hintergrund verwundert es wenig, dass das Resultat nicht immer zufriedenstellend ist. Zwei von drei für die „Bauherren-Studie 2017" befragten Eigenheimbesitzern würden heute anders bauen. Fast jeder Fünfte hätte sich ein größeres Haus gewünscht; 14 Prozent der Befragten würden sogar einen ganz anderen Haustyp wählen. Auch mit der Qualität war nicht jeder Bauherr zufrieden. Mehr als jeder Zehnte hätte sich eine hochwertigere Ausführung gewünscht.

Hier bewahrheitet sich wieder die alte Binsenweisheit: Vorsicht ist besser als Nachsicht. „Viele Planungsfehler lassen sich im Nachhinein nicht mehr oder nur mit hohem finanziellen Aufwand korrigieren. Aus diesem Grund ist es essentiell, Experten während jeder Phase mit ins Boot zu holen: Bei der Planung, während der Ausführung und bei der Abnahme. Sonst kann der Bau unnötig teuer und alles andere als das erhoffte Traumhaus werden“, so Bauexperte Rättich.

Bauherren-Studie 2017

Mitte 2017 befragte der Bauherren-Berater Almondia 1.046 Bundesbürger. Die Hälfte der Befragten hat innerhalb der vergangenen fünf Jahre ein selbstgenutztes Haus gebaut. Die andere Hälfte der Studienteilnehmer plant einen Bau für die nächsten zwei Jahre und hat teilweise auch schon ein Baugrundstück. Die Umfrage erfolgte unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Evi Hartmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Almondia GmbH

Das Almondia-Team aus Architekten, Bauplanern und Finanzierungsexperten berät private Bauherren - vom Planungs- und Finanzierungscheck über die Auswahl der passenden Baufirma bis hin zur Unterstützung bei der Bauaufsicht. Mehr als 40.000 registrierten Bauherren wurde seit der Gründung des Unternehmens bereits mithilfe der von Almondia entwickelten Planungstools und Konfiguratoren der Weg zum Traumhaus geebnet. Der Bauherren-Berater mit Hauptsitz in Berlin startete 2014 als Ausgründung der Universität Erlangen-Nürnberg.

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