"Privilegierungen zugunsten des audiovisuellen Sektors sicherstellen"

Deutscher Bundesrat zum Digitalen Binnenmarkt

(lifePR) ( Berlin, )
In seiner heutigen 935. Sitzung hat sich der Deutsche Bundesrat mit den Plänen der Europäischen Kommission zur Schaffung eines Digitalen Binnenmarktes (Digital Single Market: DSM) beschäftigt. Mit dem DSM plant die Kommission auch das Verbot "ungerechtfertigten Geoblockings". Geoblocking schafft derzeit die Voraussetzung für eine zeitlich und räumlich differenzierte Auswertung audiovisueller Inhalte in verschiedenen Territorien und ist damit die Grundlage für die Finanzierung und Vermarktung europäischer Filme. Sollte die Kommission Geoblocking im audiovisuellen Sektor als "ungerechtfertigt" betrachten, würde dem europäischen Film diese Grundlage entzogen.

Daher begrüßt die Produzentenallianz die heute verabschiedete Stellungnahme, in der der Bundesrat zu bedenken gibt, "dass Geoblocking durchaus seine Berechtigung haben kann". Die von der Kommission angekündigten "Regelungsvorschläge das bestehende System der territorialen Lizenzen für audiovisuelle Werke" und das mit ihnen "notwendig verbundene Geoblocking" sollten einstweilen nicht verändern werden. Darüber hinaus fordert der Bundesrat Kommission, Europäisches Parlament und Rat auf, "im DSM Regelungen vorzusehen, die Privilegierungen zugunsten des audiovisuellen Sektors sicherstellen".

"Mit einem Wort: Der Bundesrat bezieht klar Stellung gegen diesen realitätsfernen Aspekt eines Digitalen Binnenmarktes", fasst Alexander Thies, Vorsitzender des Produzentenallianz-Gesamtvorstands, die Bundesrat-Stellungnahme zusammen. "Die Länderkammer hat die Notwendigkeiten der Film- und Fernsehbranche erkannt - ein ermutigendes Zeichen für den europäischen Film."
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.