Uni für alle

(lifePR) ( Hamburg, )
Der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni Hamburg (AStA UHH) ruft zum Semesterbeginn des Sommersemesters 2016 dazu auf, sich in den kommenden Wochen intensiv dafür einzusetzen, dass die Universität und Hochschulen für alle offen und für alle wissenschaftlich tätig sind.

Das Sommersemester 2016 startet mit der Diskussion um die Fortführung der Exzellenzinitiative und um das neue Ausbildungskapazitätsgesetz (AKapG) erneut mit der Frage, in welche Richtung entwickelt sich die Hochschul- und Wissenschaftspolitik. Die Unimitglieder haben immer wieder zum Ausdruck gebracht, dass sie „zur Entwicklung einer humanen, demokratischen und gerechten Gesellschaft beitragen" wollen, wie es im Leitbild der Uni gefasst ist. Für die umfassende Wahrnehmung dieses Auftrags steht eine politische Wende an: Die Möglichkeiten für eine erhebliche Aufstockung der finanziellen Grundmittel sind angesichts des großen gesellschaftlichen Reichtums gegeben. Die Universität Hamburg hat in den letzten Jahren im Sinne ihres Leitbilds für Verbesserungen gewirkt, ihr Engagement für Frieden und Nachhaltigkeit verstärkt. Der AStA UHH nimmt sich vor, diese Tendenz der Universität Hamburg weiter auszubauen.

Zum Semesterbeginn des Sommersemesters 2016 startet auch die zweite Runde des Programms #UHHhilft. Mit diesem Programm ermöglicht die Uni Hamburg studieninteressierten Flüchtlingen, Deutsch zu lernen, den Wissenschaftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland kennenzulernen, die kulturellen und sportlichen Angebote der Uni zu besuchen und somit besser am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Der AStA UHH freut sich über die weiteren Mitstreitenden für die Durchsetzung des Grundrechts auf Bildung für alle. Er setzt sich dafür ein, dass allen geflüchteten Studierenden – egal aus welchem Herkunftsland – an der Uni künftig die Möglichkeit gegeben werden soll, sich in Deutschintensivkursen und den anderen Angeboten des Programms auf ein reguläres Studium in der Bundesrepublik vorzubereiten.

Moritz Lamparter aus dem AStA-Vorstand sagt dazu: „Das Streiten für die „Uni für alle" hat in den letzten Jahren Wirkung gezeigt. Zum Beispiel ist durch die Abschaffung der Studiengebühren der Zugang zur Uni wieder breiter geöffnet worden. Auch ein Programm für geflüchtete Studieninteressierte konnte durch das Engagement vieler Uni-Mitglieder umgesetzt werden. Von diesem sinnvollen wissenschaftlichen Handeln sollen wir jedoch wieder abgehalten werden: Durch das neue Ausbildungskapazitätsgesetz (AKapG) soll die Mangelverwaltung weiter festgeschrieben und auf die Hochschulen übertragen werden. Doch es werden insgesamt mehr Studienplätze und Lehrende benötigt, anstatt die Regelung für die Vergabe der künstlich knappen Studienplätze zu verschlechtern. Wir wollen im kommenden Semester für mehr Studienplätze für Flüchtlinge sowie für alle anderen wirken. Wir haben als AStA UHH eine kritische Stellungnahme zum AKapG veröffentlicht. Und wir werden auf deren Grundlage weiter dafür argumentieren, dass der einzig sinnvolle Maßstab zur Neuregelung der Vergabe von Studienplätzen ist, dass Grundrecht auf Bildung für alle durchzusetzen. Denn die drängende Frage ist: Wie können möglichst viele Menschen zur

dafür Mitglieder der Universität werden? Es geht nicht darum, ob sich Herr Prof. Lenzen und Frau Senatorin Fegebank gut verstehen."

Domenica Winkler aus dem AStA-Referat für Hochschulpolitik ergänzt: „Die Uni-Mitglieder sind nach dem Maßstab „Uni für alle" schon gut unterwegs: In der Erziehungswissenschaft beispielsweise wird im Sommersemester 2016 ein Themensemester zu Flucht und Migration durchgeführt. Die Frage nach der Durchsetzung von Frieden in der Welt bewegt und motiviert viele Wissenschaftler*Innen an der UHH. Allerdings ist da noch viel Luft nach oben. Die versuchte Einschränkung durch die neue Runde der Exzellenz-Initiative ist schädlich und die dafür verwendeten Mittel könnten in die Grundfinanzierung fließen. Die Exzellenzinitiative ist ein Wettbewerb zwischen Hochschulen, der die angepassten, also „wettbewerbsfähigeren" Forschungsbereiche auf Kosten aller anderen begünstigen soll. Mit ihr sollen an die Stelle von allgemeinwohlorientierten Maßstäben für die Wissenschaft Verwertungskriterien treten. Das lehnen wir entschieden ab. Wir werden das kommende Semester nutzen, um das Engagement für eine „Uni für alle" entgegen der Exzellenz-Initiative auszubauen. Alle sind eingeladen, sich daran zu beteiligen."

Vor diesem Hintergrund nimmt sich der AStA UHH vor das kommende Semester zu einem Semester des sozialpolitischen Eingreifens für die „Uni für alle" zu machen, die für Frieden, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit wirkt. Alle sind aufgerufen sich daran zu beteiligen:

Mi, 06.04.2016, 18 Uhr, im Raum 0079, Von-Melle-Park 5: „Universität für den Frieden?! Wie forschen und lehren Unis für eine friedliche Welt?"

Diskussion mit Prof. Dr. Claudia S. Leopold (Vizepräsidentin der UHH für Forschung), Katharina Fegebank (Zweite Bürgermeisterin und Senatorin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung), Wolfgang Schreiber (Leiter der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) an der UHH im Institut für Politikwissenschaft), Franziska Hildebrandt (Referat für Hochschulpolitik, AStA Uni Hamburg)

Do, 07.04.2016, 19.30 Uhr, Raum S8, Von-Melle-Park 9: „Klimawandel, Flucht und Migration: Drohkulissen vs. regionale Kontexte"

Diskussion mit Dr. Sybille Bauriedl (Geografin) und Olaf Bernau (NoLagerBremen und Afrique-Europe-Interact) im Rahmen der Veranstaltungsreihe „…erkämpft das Menschenrecht" der Studentisch organisierten Flüchtlingssolidarität in Hamburg (SoFiH).

Fr, 08.04.2016, 16 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben: Öffentliche Anhörung zum Ausbildungskapazitätsgesetz im Ausschuss für Wissenschaft und Gleichstellung der Bürgerschaft Hamburg. Alle sind eingeladen, ihre Position zum AKapG gegenüber dem Wissenschaftsausschuss darzulegen.
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