Stapelfeldt tritt in die Fußstapfen von Dräger!

(lifePR) ( Hamburg, )
Senatorin Stapelfeldt beweist in ihrer Stellungnahme zur Exzellenzinitiative 2012, dass sie in die Fußstapfen des ehemaligen Senators für Wissenschaft und Forschung Dräger treten will.

Der Universität Hamburg wurden beim Exzellenzwettbewerb 2012 zwei Forschungsbereiche zuerkannt. Senatorin Stapelfeldt zeigte sich darüber in ihrer Stellungnahme erfreut und lies verlauten, dass dies den "eingeschlagenen Weg der Schwerpunktsetzung in der Forschung und die Investitionen der Stadt in den Ausbau der Schwerpunkte"[1] bestätige.

Das Problem daran: Die letzten Leitlinien, die für die Uni Hamburg verabschiedet wurden, wurden von Stapelfeldts Amtsvorgänger Dräger erlassen. Sie sehen einen Ausbau der naturwissenschaftlichen Fakultät sowie der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften vor. Die Uni Hamburg wartet seit Amtsantritt der Senatorin im letzten Jahr darauf, dass neue Leitlinien erstellt werden. Stapelfeldt hatte zunächst singalisiert, dass sie die Uni Hamburg als Volluniversität erhalten und keine Schwerpunktsetzungen mehr zwischen den Fakultäten vornehmen möchte. Doch seitdem hat sich die Senatorin nicht mehr zu diesem Thema geäußert. "In der Stellungnaheme zur Exzellenzinitiative wird ein gegensätzlicher Weg eingeschlagen. Statt die Fächervielfalt zu fördern, wird eine Spazialisierung vorangetrieben!" so Domenica Winkler, Referentin für Hochschulpolitik des AStA der Uni Hamburg. Martin Riecke, ebenfalls Referent für Hochschulpolitik, ergänzt: "Die Universitätsleitung tappt im Dunkeln, da sie ohne eine politische Vorgabe nicht entscheiden darf, in welche Richtung sich die Universität entwickeln soll. Die Senatorin erfüllt ihre Aufgaben nicht! Zudem sollte eine solche Entscheidung aus unserer Sicht bei den demokratischen Gremien der Uni liegen." Diese rechtliche Grundlage müsste jedoch erst im Hamburgischen Hochschulgesetz (HmbHG) geschaffen werden.

Die Stellungnahme von Stapelfeldt zur Exzellenzinitiative ist besonders vor dem Hintergrund der Kürzungen von mindestens 16% bis 2020 an der Universität Hamburg bedeutsam. Sowohl die Fakultät für Geisteswissenschaften als auch die Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg sind bereits jetzt stark unterfinanziert und im Vergleich zu anderen Fakultäten besonders von den Kürzungen betroffen. Luise Günther, AStA-Vorsitzende der Uni Hamburg, dazu: "Natürlich freuen wir uns für die Forschenden, die beim Exzellenzwettbewerb gewonnen haben. Wir finden es jedoch erschreckend, dass Frau Stapelfeldt die von CDU-Amtsvorgänger Dräger begonnene Schwerpunktsetzung zu Gunsten der Naturwissenschaften noch befördert statt sich zur Universität Hamburg als Volluniversität zu bekennen. Hier wird eine Schwerpunktsetzung im Etat der Uni Hamburg mit der fragwürdigen Exzellenzinitiative begründet und als Legitimation für Kürzungspläne genutzt."

Quellen:
[1] http://www.hamburg.de/bwf/nofl/3453746/2012-06-15-bwf-klima-undstrukturphysik-exzellent.html
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