Montag, 18. Juni 2018


  • Pressemitteilung BoxID 664775

ADFC: Radwege statt Fahrverbote!

"Diesel-Gipfel"

Stuttgart, (lifePR) - Anfang August treffen sich Automanager und Regierungsvertreter von Bund und Ländern zum „Nationalen Forum Diesel“. Bei diesem Krisengipfel will die Bundesregierung Maßnahmen zur Verringerung des Schadstoffausstoßes festlegen, um Fahrverbote für Dieselautos in besonders belasteten Städten zu vermeiden. Der ADFC fordert den massiven Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur, um die umweltfreundliche Alternative zum Auto endlich konkurrenzfähig zu machen.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Nur eine eingesparte Diesel-Fahrt ist eine gute Fahrt! Natürlich gibt es Autofahrten, die unvermeidbar sind. Damit diese Fahrten auch in Zukunft möglich sind, müssen Millionen nicht notwendiger Fahrten vermieden oder verlagert werden. Die Hälfte der städtischen Autofahrten sind Kurzstrecken von unter fünf Kilometern. Mit einer top-ausgebauten Fahrrad-Infrastruktur könnte man davon massenhaft Fahrten auf das Rad verlagern. Wir erwarten, dass die Fahrradförderung im Abschlusspapier des Diesel-Gipfels eine zentrale Rolle spielt!“

ADFC fordert das „Fahrradland Deutschland. Jetzt!“

Mit einer bundesweiten Unterstützer-Kampagne wirbt der ADFC im Vorfeld der Bundestagswahl für einen Paradigmenwechsel in der Verkehrspolitik. Er fordert Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV vor dem Autoverkehr, deutlich höhere Finanzmittel des Bundes, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, deutliche Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit sowie verbindliche Qualitätsstandards für Radwege. Alle Forderungen gibt es auf www.radlandjetzt.de.

Maßstab: Niederlande

Seit den 1980er Jahren fördern die Niederlande das Radfahren massiv und ermutigen Bürger, Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen. Auto-Zufahrtsmöglichkeiten in die Stadtzentren werden eingeschränkt, Parkgebühren erhöht, Kfz-Verkehrsflächen reduziert und Radwege gebaut, durchgängige Radverkehrsnetze und Parkmöglichkeiten angelegt sowie das Tempo innerorts auf einem Großteil der Straßen auf 30 km/h begrenzt. Der Erfolg ist durschlagend: 27 Prozent aller Wege werden in den Niederlanden mit dem Rad zurückgelegt (D: 12%). 25 Prozent pendeln mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit (D: 10%). Über 1.000 Kilometer legt jeder niederländische Einwohner pro Jahr auf dem Rad zurück (D: 430 km).

Stork: „Es ist unerträglich, dass die Politik die Notbremse nicht schon vor Jahrzehnten gezogen hat. Schon vor 40 Jahren waren die Risiken des Autoverkehrs für Umwelt, Gesundheit und Lebensqualität bekannt – und man hätte, wie in den Niederlanden, das Fahrrad als Alternative kräftig nach vorn bringen können. Jetzt ist der allerspäteste Zeitpunkt, die Weichen für 25 Prozent Radverkehrsanteil und mehr zu stellen!“

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC)

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit mehr als 165.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

TÜV SÜD Pluspunkt erklärt den Weg zurück zum Führerschein

, Mobile & Verkehr, TÜV SÜD AG

Das Auto ist vielen heilig, aber ohne Führerschein ist das eigene Auto nicht viel wert. Dennoch setzen sich viele Fahrer hinter das Steuer, ohne...

Fendt-Caravan präsentiert den Saphir 2019

, Mobile & Verkehr, Fendt-Caravan GmbH

Saphir – er bietet Grundrisse für jede Lebenslage Die komplett überarbeitete Baureihe bietet mit 12 Grundrissen für jeden das Richtige, auch...

Fendt-Caravan präsentiert den Bianco Selection und Bianco Activ 2019

, Mobile & Verkehr, Fendt-Caravan GmbH

Bianco Selection und Bianco Activ – zwei Erfolgstypen in einer Baureihe Die wendigen Reisebegleiter für Anspruchsvolle mit 14 Grundrissen. Die...

Disclaimer