Freitag, 15. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 108116

Therapiestart der Gräserpollenallergie jetzt sofort möglich

Neue Zulassung für die ursächliche Allergiebehandlung

Wedel, (lifePR) - Jetzt fliegen deutschlandweit wieder Gräserpollen, und trotzdem können Gräser- und Roggenpollenallergiker in dieser Pollensaison aufatmen: Ab sofort können sie auch während des Gräserpollenflugs mit einer spezifischen Immuntherapie (SIT) beginnen, ohne das Ende des Pollenflugs abwarten zu müssen.

Die Leidenszeit von Gräserpollenallergikern hat auch 2009 wieder früh begonnen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in Freiburg setzen einige Süßgräserarten seit Mitte April Pollen frei. "Der Wonnemonat Mai hat dieses Jahr die besten Voraussetzungen mit sich gebracht, um die Gräser zum Blühen zu bringen. Die Böden speichern genügend Feuchtigkeit und es hat einige warme Tage gegeben", erklärt Dr. Christina Koppe Medizinmeteorologin vom DWD. In Bayern verzeichneten die Pollenflugexperten des DWD Mitte Mai vereinzelt sogar schon einen starken Gräserpollenflug und damit eine hohe Allergenkonzentration in der Luft. Auch in den anderen Bundesländern hat der Pollenflug in den letzten Tagen mäßig bis stark eingesetzt. Der Höhepunkt liegt je nach Witterungsverhältnissen zwischen Mitte Mai und Mitte Juli. Ein Ende der Heuschnupfensaison für Gräserpollenallergiker ist häufig erst im Spätsommer abzusehen.

Seit diesem Jahr können Gräser- und Roggenpollenallergiker schon während der Gräserpollensaison eine Immuntherapie mit Allergenpräparaten der Firma ALK beginnen. Denn das Paul Ehrlich-Institut erteilte hierfür am 23. April 2009 die Zulassung. Grundlage für diese Entscheidung bildete eine Studie mit 144 Gräserpollenallergikern unter der Leitung von Professor Ludger Klimek vom Allergiezentrum in Wiesbaden.(1) "Die Studienergebnisse überzeugten die Zulassungskommission, weil die Behandlung gut verträglich war", so der Allergologe.

Diese Neuerung ist einzigartig in Deutschland. Sie hat den Vorteil, dass in den meisten Fällen die ursächlich wirkende Allergiebehandlung bereits einen Tag nach der Diagnosestellung beginnen kann. So können Heuschnupfenkranke genau dann die erste Injektion erhalten, wenn ihr Leidensdruck am höchsten ist und sie deshalb einen Allergologen aufsuchen. "Die Möglichkeit dieses schnellen Therapiestarts ist für die Betroffenen hoch motivierend", weiß Klimek aus eigenen Erfahrungen. Bisher mussten Pollenallergiker bis zum Ende des Pollenflugs warten, bevor sie eine SIT beginnen durften.

Hohe Flexibilität durch weniger Spritzen

Die Zulassungserweiterung für die SIT schafft Heuschnupfenkranken mehr Freiraum im Alltag: Sie können unabhängig vom Pollenflug die Therapie starten und zudem ihren Urlaub frei planen. Denn der Allergiker erhält nur in den ersten ein bis zwei Wochen nahezu täglich eine Spritze, danach verlängert sich das Injektionsintervall schrittweise auf vier bis acht Wochen.

Es gibt eine weitere gute Nachricht für Gräser- und Roggenpollenallergiker, die ab sofort ihre jährlichen Arztbesuche weiter vermindern können. Denn der behandelnde Arzt muss in der dreijährigen Fortsetzungsbehandlung die Dosis nicht mehr, wie bisher, reduzieren, sondern kann die Höchstdosis nun auch während des Gräserpollenflugs beibehalten. Auch hierfür erteilte die Zulassungsbehörde die Genehmigung. Für den Allergiker bedeutet dies letztendlich fünf Spritzen weniger pro Jahr und eine optimale Allergendosis auch in der Pollenflugzeit.

Hintergrundinformation: Mit SIT gegen die Volkskrankheit Heuschnupfen

In Deutschland leiden ca. 15 Prozent der 13- bis 14-Jährigen und bis zu 25 Prozent der Erwachsenen an einem allergischen Schnupfen.(2) "Nahezu 50 Prozent der Heuschnupfenkranken reagieren allergisch auf Gräserpollen. Und gerade diese Allergene verursachen oftmals starke Beschwerden", erklärt Klimek. Viele der Betroffenen klagen über andauernde Niesanfälle, Fließschnupfen, Augenjucken, trockenen Reizhusten oder über Atemnot. Antihistamintabletten und Kortison-Nasensprays behandeln lediglich die Symptome. Einzige ursächlich wirkende Behandlungsmöglichkeit ist derzeit die spezifische Immuntherapie (SIT). Sie gewöhnt das Immunsystem wieder an den Allergieauslöser, so dass es weniger empfindlich reagiert.

1 Data on file.
2 Weißbuch Allergie in Deutschland, 2. Auflage. DGAKI, ÄDA, DAAU (Ring J, Fuchs T, Schultze-Werninghaus G, Hrsg.), Urban und Vogel, München 2004. ISBN 3-89935-182-7

ALK-Abelló Arzneimittel GmbH

Das Pharmaunternehmen - bis zum 1. September 2008 bekannt als ALK-SCHERAX - ist in Deutschland Marktführer für Produkte zur Therapie und Diagnose allergischer Erkrankungen. Die Allergen-Präparate zeichnen sich durch eine hohe Qualitätsstufe aus. Die Produktion bei der Muttergesellschaft ALK-Abelló A/S in Dänemark unterliegt den sehr strengen Anforderungen der amerikanischen Zulassungsbehörde, der Food and Drug Administration (FDA). In Deutschland werden die zugelassenen Produkte von ALK außerdem Charge für Charge vom Paul-Ehrlich-Institut auf Einhaltung der Qualitätsstandards überprüft. Diese aufwändige Qualitätskontrolle bietet zusätzliche Sicherheit bei der kausalen Therapie von Allergiepatienten. Die behandelnden Ärzte können sich auf die geprüfte Produktqualität verlassen.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

BEMERs Europäische Gesundheitsinitiative: Recap Sportkongresse in Österreich

, Gesundheit & Medizin, BEMER Int. AG

Die Europäische Gesundheitsinitiativ­e (EGI) der BEMER Int. AG ist in vollem Gange. Anfang Dezember lag der Fokus auf dem Thema Sport. In Österreich...

Salzig-frische „Meeresbrise“ im Lieblichen Taubertal

, Gesundheit & Medizin, NewsWork AG

Es ist eine ganz besondere „Atempause“, mit der Baden-Württembergs Gesundheitsstadt Bad Mergentheim im Lieblichen Taubertal seine Gäste auch...

Neue Cryptowährung hält Einzug in die moderne Zahnmedizin

, Gesundheit & Medizin, SWISS Dentaprime

Das öffentliche Interesse an Themen rund um Bitcoin und Co. scheint derzeit nahezu unerschöpflich. Cryptowährungen, die auf der Blockchain-Technologie...

Disclaimer