Samstag, 16. Dezember 2017


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Wir Menschen wissen zu wenig über die Auswirkungen des Klimawandels im Meer - er kommt vermutlich rascher als erwartet

Dritte ALDEBARAN Expedition auf den Spuren des Klimawandels

Gladden Spitt, Belize/Hamburg, (lifePR) - Der Zustand der Meere und ihre Rolle im Klimawandel wird bei den bevorstehenden Verhandlungen über einen neuen Weltklimavertrag in Kopenhagen eine zentrale Rolle spielen. Das ist die aktuelle Forderung der über 5000 Klima- Forscher, Ozean-Experten sowie Regierungsvertretern und Umweltschützern anlässlich der großen Ozean-Konferenz in Manado auf der indonesischen Insel Sulawesi.

"Wir dürfen bei den Klimaverhandlungen nicht nur Zuschauer sein", sagte der Ozeanforscher und Direktor des Scripps Instituts für Ozeanographie an der Universität Kalifornien, Tony Haymet. "Die Meere verschlingen täglich mehr als 22 Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2", sagt der stellvertretende Direktor der US- Behörde für Ozeanographie (NOAA), Richard Spinrad. Sie speichern mit insgesamt 38 000 Gigatonnen CO2 50 mal so viel wie die Atmosphäre.

19 Prozent der Korallenriffe weltweit seien bereits zerstört, so Gabriele Göttsche-Wanli aus dem Ozeanreferat der Vereinten Nationen in New York und weitere 15 Prozent sind in Gefahr, bis 2020 abzusterben.

"Unsere wertvollen Meeresressourcen sind stark bedroht, und vor allem in Mittelamerika wird der Klimawandel seine Zerstörung beschleunigen", sagte der belizianische Fischereiminister Rene Montero an Bord des Hamburger Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN zum Abschluss der dritten Expedition auf den Spuren des Klimawandels im mittelamerikanischen Belize:

"Nur mit gemeinsamer Kraft und starker Beteiligung der politischen Öffentlichkeit können wir den immer bedrohlicher werdenden Probleme des Klimawandels konstruktiv begegnen", so fasst Dr. Kenrick Leslie, geschäftsführender Direktor des Caribbean Community Climate Change Centers in Belopan, Belize, die Ergebnisse der ersten Deutsch-Belizianischen Seekonferenz in Gladden Spitt zusammen. Vor den anwesenden Belizianischen Ministern für Tourismus Manuel Heredia Jr. und Fischerei Rene Montero bezeichnete der deutsche Botschafter Peter Linder den "Riff-Gipfel" als Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Belize, im Hinblick auf den globalen Klimawandel. Ziel des ersten Deutsch-Belizianischen "Riff-Gipfels" ist die Entwicklung gemeinsamer Programme für Wissenschaft und Bildung zur Unterstützung der vom Klimawandel besonders stark betroffenen CARICOM Länder. "Es ist wichtig, dass wir von der Wissenschaft lernen und diese Erkenntnisse rasch in politische Ziele mit den richtigen Partnern global umsetzen", betonte der deutsche Botschafter für Belize und Guatemala, Peter Linder und kündigte an, dass auf diesem Wege weitergegangen werde. Beide Länder könnten für die globalen Fragen gemeinsam einen wichtigen Beitrag leisten. Aufgrund der großen Resonanz soll der Deutsch-Belizianische "Riff Gipfel" in Zukunft jährlich zu einer festen Einrichtung werden.

Die Folgen des Klimawandels breiten sich unter der Wasseroberfläche schneller aus, als Wissenschaftler es je erforschen können. Riff-Spezialisten wie Dr. Christian Wild von der Universität München haben auf ihrer jüngsten ALDEBARAN-Expedition festgestellt, dass sensible Korallensysteme in kurzer Zeit von Algen überwuchert werden, die sich wesentlich schneller an die Umweltveränderungen durch den Klimawandel anpassen können. "Die Erhebung von zuverlässigen wissenschaftlichen Daten über den aktuellen Zustand der Meeresumwelt der CARICOM Länder ist eines der dringendsten Ziele um den Fortschritt des Klimawandels überhaupt messen zu können, so Dr. Kenrick Leslie vom Caribbean Community Climate Change Centers in Belize. Für die Zukunft ist ein Forschungsprojekt in drei CARICOM Ländern geplant, dessen Ergebnisse in breit angelegte Bildungs- und Medienkampagen in allen 16 CARICOM Staaten einfließen sollen. Die für den Klimawandel hauptverantwortlichen Industrieländer sollen am Beispiel Zentralamerikas ihr Bewusstsein für ein nachhaltiges und globales Umwelthandeln schärfen.

Durch die Folgen des Klimawandels wird die Karibik wärmer und trockener und die Häufigkeit von Hurricanes wird zunehmen. Deswegen sei, so Dr. Leslie, das wissenschaftliche Engagement der Hamburger Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN in den vergangenen drei Jahren eine wertvolle Basis für weiterführende Projekte im karibischen Raum. Nach einem wissenschaftlichen Symposium in Hamburg sollen alle Forschungsergebnisse unter der Federführung der CARICOM Staaten auf dem Klimagipfel in Kopenhagen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Derzeit ist die ALDEBARAN auf dem Seeweg an Bord eines Frachters unterwegs direkt nach Hamburg und wird am 23 Mai entladen.

Hier können Sie 2009 die ALDEBARAN live erleben:

05.06.2009
"European Climate Teach-In Day" im Auftrag und
Zusammenarbeit mit der Hamburger Hochschule für
Angewandte Wissenschaften

20. - 28.06.2009
Kieler Woche in Schilksee mit Ausfahrten

20. - 25.09.2009
Klimawoche / Nacht im Rahmen der "Researcher´s Night"

07. - 18.12.2009
Klimakonferenz in Kopenhagen

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