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Pressemitteilung BoxID: 278120 (AKU Gronau)
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Erdbeben in Japan / Neujahrsprotest vor der Gronauer Urananreicherungsanlage

(lifePR) (Gronau, ) Atomkraftgegner/innen aus Gronau und anderen Orten haben am Neujahrstag vor der Urananreicherungsanlage in Gronau ihre Forderung nach der sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen bekräftigt. Im Rahmen ihres traditionellen monatlichen Sonntagsspaziergangs trafen sie sich an der Anlage und befestigten Transparente an den Zaun der Uranfabrik, auf deren Gelände seit dem Sommer auch eine riesige Lagerhalle für 60.000 Tonnen Uranmüll gebaut wird. Mit den Transparenten wurde an die Atomkatastrophe in Fukushima erinnert und gegen den weltweiten umweltschädlichen Uranabbau demonstriert, der für den Betrieb der Gronauer Uranfabrik erforderlich ist. Festgestellt wurde, dass sich auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage wieder Bahnwaggons befinden, in denen das hochgefährliche Uranhexafluorid transportiert wird. Solidarische Grüße hatten die Sonntagsspaziergänger/innen von dem japanischen Atomkraftgegner Kazuhiko Kobayashi aus Tolio erhalten. In einer E-Mail hatte er ausrichten lassen: "Ich bin mit meiner Seele auch dabei." In Tokio hatte sich am Neujahrsmorgen ein schweres Erdbeben ereignet, dass aber scheinbar zu keinen größeren Schäden geführt hat. Kobayashi teilte dazu mit: "Wir sind gleich am ersten Tag des neuen Jahres schon von einem größeren Erdbeben begrüßt worden. Zum Glück scheint es aber keine ernsthaften Schäden gegeben zu haben." Kobayashi hatte im Herbst in Kooperation mit dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) eine Informationstour durch mehrere bundesdeutsche Städte durchgeführt. Dabei hat er über die schrecklichen Folgen der Reaktorkatastrophe in Fukushima berichtet.

Die Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage finden seit Ende 1986, dem Jahr der Tschernobyl-Katastrophe, immer am ersten Sonntag im Monat statt. Der Aktion in Gronau am Neujahrstag waren an diesem Wochenende bereits Anti-Atom-Aktionen am Atommüll-Lager Asse und in Gorleben voran gegangen.

Am ersten Sonntag im Februar (5.2.) findet in Gronau um 13.00 Uhr eine Protest-Kundgebung vor der Urananreicherungsanlage statt. Einen Tag zuvor, am 4. Februar, veranstalten 30 Initiativen und Verbände, darunter der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und insgesamt rund 30 weitere Organisationen in Münster eine internationale Urankonferenz. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.urankonferenz2012.de und telefonisch beim Arbeitskreis Energie des BBU unter 02562-23125. Es wird um eine möglichst frühe Anmeldung zur Konferentzteilnahme gebeten, aber auch die spontane Teilnahme ist möglich.

Da sich die Anti-Atomkraft-Initiativen in und um Gronau für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg engagieren, weisen sie aktuell auf eine Einspruchsammlung gegen den Bau eines neuen Atomkraftwerks in den Niederlanden hin. Einsprüche können noch bis zum 12. Januar erhoben werden. Ein Sammeleinspruch befindet sich auf der Internetseite des BBU unter www.bbu-online.de. Auch hierzu gibt es beim AK Energie des BBU nähere Informationen.
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