Startschuss für den Gebäudestandard der Zukunft

Der AktivPlus e. V. startet mit einem Auftakt-Workshop in die erste Pilotphase für AktivPlus Gebäude

(lifePR) ( Frankfurt, )
Am 17. Juni fand in Frankfurt am Main der Auftakt-Workshop der ersten Pilotphase für AktivPlus Gebäude statt, an der sich insgesamt 24 Bauprojekte beteiligen. An diesen werden die über die letzten eineinhalb Jahre erarbeiteten Merkmale und Kriterien eines AktivPlus Gebäudes erstmalig erprobt und basierend auf den Ergebnissen weiterentwickelt, um dem Ziel eines anwendbaren Systems näher zu kommen. Ein zweiter Workshop findet am 19. August statt.

Der AktivPlus e. V. ist eine Initiative von Planern und Wissenschaftlern mit dem Ziel, einen zukunftsfähigen Standard für Gebäude und Quartiere in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu entwickeln, zu fördern und in der Gesellschaft zu etablieren. Im Rahmen eines Symposiums im März 2014 wurde der angestrebte Standard erstmalig präsentiert. Ein Jahr später wurde auf dem zweiten Symposium am 21. Mai in Stuttgart die erste Pilotphase angekündigt. Den Startpunkt für diese markiert der am 17. Juni in Frankfurt am Main durchgeführte Workshop, ein zweiter wird am 19. August stattfinden. Den Abschluss bildet die Präsentation der Arbeitsergebnisse und Projekte auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Herbst 2015.

Die Agenda für den Auftakt umfasste neben einer allgemeinen Einführung in den AktivPlus Standard und einer Erläuterung zu Inhalt und Anwendung der Kriterien auch eine Kurzvorstellung der 24 teilnehmenden Projekte. Diese weisen eine hohe Bandbreite auf, was der Pilotphase sehr zuträglich ist, da es erlaubt, den unterschiedlichsten Fragestellungen auf den Grund zu gehen und Bedürfnisse zu erkennen, die bisher unerkannt geblieben sind. An diese kann im nächsten Schritt angeknüpft und der Standard gemeinsam weiter entwickelt werden. Die Zeit zwischen den Workshops wird zur Arbeit an den Projekten genutzt, anhand welcher Fragen und Lücken identifiziert werden sollen - Ansätze für Verbesserung und Weiterentwicklung des Standards. Als Leitlinie für die Arbeit an den Projekten dienen die sieben erarbeiteten Merkmale, welche nach den vier Arbeitsgruppen und AktivPlus e. V. Prinzipien kategorisiert sind: Energie, Nutzer, Lebenszyklus und Vernetzung. Die Merkmale sind: Energiebilanz, Nutzerkomfort, Suffizienz/Flächeneffizienz, Architekturqualität, Ökobilanzierung, Lebenszykluskosten und Vernetzung. Jedes dieser Merkmale wird durch Kriterien weiter definiert und eingegrenzt.

Prof. Joost Hartwig erklärt zur Ausrichtung des angestrebten Standards: "Aus unserer Sicht ist die unmittelbarste Qualitätssicherung für einen erfolgreichen und guten Gebäudestandard das Monitoring. Über die Erhebung von Messdaten und die Befragung der Nutzer kann der Gebäudebetrieb optimiert werden und langfristig eine hohe Gebäudequalität sichergestellt werden". Aus diesem Grund sollen AktivPlus Gebäude in der Zukunft einem zweijährigen technischen und sozialwissenschaftlichem Monitoring unterzogen werden, in dem Planungswerte und echte Performance mit der Nutzerzufriedenheit verglichen und eventuelle Abweichungen im zweiten Schritt korrigiert werden können. Im Hinblick auf die kurze Laufzeit der Pilotphase und die unterschiedlichen Projekte, wird es für Gebäude, die sich bereits in der Betriebsphase befinden, einen Kurzfragebogen geben.

Weitere Informationen zur Pilotphase sind hier zu finden: www.aktivplusev.de/news/pilotphase/
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