Sonntag, 24. Juni 2018


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ALfA "irritiert" von "Entscheidungslösung" - Kaminski: Wünschen uns von der Politik einen ähnlichen Einsatz beim Schutz ungeborener Kinder

Köln, (lifePR) - "Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) ist gelinde gesagt irritiert über den Aufwand, den die Politik nun im Rahmen des angekündigten Systemswechsels bei der Organspende betreiben will." Das erklärte die Bundesvorsitze der ALfA, Dr. med. Claudia Kaminski, heute in Köln.

"Laut den jetzt bekanntgewordenen Plänen sollen im Rahmen der angestrebten sogenannten Entscheidungslösung alle gesetzlich und privat Krankenversicherten künftig alle zwei Jahre angeschrieben und um eine Entscheidung gebeten werden, ob sie sich als Organspender registrieren lassen wollen oder nicht. Als Grund für diesen bislang beispiellosen Aufwand werden 12.000 Personen angegeben, die auf der Warteliste für eine Organspende stünden und zum Weiterleben auf ein fremdes Organ angewiesen seien.

Als Lebensrechtler würden wir uns einen vergleichbaren Einsatz und Aufwand der Politik beim Schutz des ungeborenen Lebens wünschen. Während es nämlich kein 'Recht auf ein fremdes Organ' gibt, gibt es sehr wohl das Recht unschuldiger Menschen nicht getötet zu werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Frage, ob der Embryo im Mutterleib ein Mensch ist, unter seriösen Wissenschaftlern so gut wie unbestritten ist. Während die Frage, ob ein Hirntoter auch tatsächlich tot ist, oder ob es sich bei ihm stattdessen um einen Sterbenden handelt, dessen Sterbeprozess durch die künstliche Beatmung verlängert wird, nach wie vor ungeklärt ist.

Als Lebensrechtler rechnen wir selbstverständlich nicht Leben gegen Leben auf. Dennoch erscheint angesichts der Tatsache, dass in Deutschland im Mutterleib allein im Jahr 2010 dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden 110.400 vorgeburtliche Kindestötungen gemeldet wurden und Experten an der Gleichsetzung des Hirntods mit dem Tod des Menschen erhebliche Zweifel anmelden, der Aufwand geradezu grotesk, den die Politik betreiben will, um die Zahl lebensrettender Organspenden zu steigern.

Schlimmer noch: Anstatt eine ähnliche Informations-Kampagne zum Schutz des ungeborenen Lebens zu finanzieren, wie sie jetzt zur Werbung für Organspenden verabredet wurde, verpflichtet unser Staat seine Bürger dazu, vorgeburtliche Kindstötungen mit ihren Steuern zu subventionieren. Man muss nicht grundsätzlich gegen Organspenden sein, um einzusehen, dass der Politik hier jede Verhältnismäßigkeit abhanden gekommen ist."

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein - ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL). Die ALfA finanziert sich ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder sowie Spenden.

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