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Pressemitteilung BoxID: 451762 (Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.)
  • Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.
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ALfA fordert von der EU-Kommission Präzisierung der Ausschreibung "Förderung sexueller Gesundheit und Rechte

Umfassender Zugang zu reproduktiver Gesundheit" - Kaminski: "Schlag ins Gesicht von mehr als 1,74 Millionen EU-Bürgern"

(lifePR) (Köln, ) Zu der von der Europäischen Kommission veröffentlichten Ausschreibung „Förderung sexueller Gesundheit und Rechte – Umfassender Zugang zu reproduktiver Gesundheit“ erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Dr. med. Claudia Kaminski:

„Die gesetzliche Regelung von Abtreibungen sowie deren Finanzierung ist die alleinige Angelegenheit der jeweiligen Einzelstaaten und fällt selbst bei den Mitgliedstaaten der Europäischen Union nicht in die Kompetenz der Staatengemeinschaft. So lautet nicht nur die allgemeine Rechtsauffassung, sondern dies wird auch in zahlreichen offiziellen Stellungnahmen der Organe der Europäischen Union selbst bekräftigt. Dagegen wird der Begriff der ,Reproduktiven Gesundheit’ in internationalen Dokumenten überwiegend so verstanden, als müsste Frauen das Recht zugestanden werden, jedes Mittel – einschließlich das der Abtreibung – zu nutzen, um die Zahl der Kinder und den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem sie sie bekommen.

Um diesen, für jeden erkennbaren, eklatanten Widerspruch aufzulösen, fordert die ALfA die EU-Kommission auf, ihre aktuelle und bis zum 10. Dezember laufende weltweite Ausschreibung ,Förderung sexueller Gesundheit und Rechte – Umfassender Zugang zu reproduktiver Gesundheit (Europe Aid/134837/C/ACT/Multi)’ umgehend zu präzisieren oder aber ersatzlos zurückzuziehen.

Es kann nicht sein, dass die EU-Kommission auch nur einen Cent, geschweige denn 28 Millionen Euro an Steuergeldern für Leistungen bereitstellt, mit denen unter Umständen das Lebensrecht unschuldiger ungeborener Menschenkinder mit Füßen getreten wird und für die ihr darüber hinaus jede rechtliche Befugnis fehlt.

Alles andere als die unmissverständliche Klarstellung, dass vorgeburtliche Kindstötungen nicht unter den Begriff der Reproduktiven Gesundheit fallen, wäre ein Schlag ins Gesicht der mehr als 1,74 Millionen EU-Bürger, die sich mit ihrer Unterschrift dem Europäischen Bürgerbegehren „Einer von uns“ (engl.: One of us) angeschlossen haben und den Stopp der Finanzierung einer menschliche Embryonen verbrauchenden Forschung sowie der Förderung von Abtreibungen in Entwicklungsländern mit EU-Steuergeldern fordern.

Die Europäische Union will erklärtermaßen ein ,Europa der Bürger’ sein. Dann muss ein europaweites Bürgerbegehren, das wie ‚Einer von uns’ sämtliche Auflagen erfüllt, auch ernstgenommen und seriös behandelt werden. Mit der jetzt erfolgten Ausschreibung nimmt die EU-Kommission nicht nur in Kauf, dass unschuldigen und wehrlosen Menschen unwiderruflicher Schaden zugefügt und das Leben genommen wird, sie bereitet auch Verschwörungstheorien den Boden, denen zufolge die ,Reproduktive Gesundheit’ nur ein Vorwand sei, der von interessierter Seite vorgeschoben werde, um, statt die Armut zu bekämpfen, die Armen ausrotten oder zumindest dezimieren zu können.

Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein - ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL). Die ALfA finanziert sich ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder sowie Spenden.