Donnerstag, 24. Mai 2018


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ALfA appelliert vor PID-Debatte an Bundestag: - Kaminski: "PID führt zur Selektion von Menschen"

Augsburg, (lifePR) - Die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V., Dr. med. Claudia Kaminski, hat sich im Vorfeld der am Donnerstag stattfindenden Ersten Lesung der drei interfraktionellen Gesetzentwürfe zur rechtlichen Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) schriftlich an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags gewandt. In dem Schreiben bittet die Ärztin die Parlamentarier, "ein positives lebensbejahendes Zeichen" zu setzen und für ein "vollständiges Verbot der Präimplantationsdiagnostik" zu votieren.

"Die PID führt zu einer Selektion von Menschen, die nicht den Normen der gesunden, leistungsfähigen Gesellschaft entsprechen. Sie kann zu keiner Therapie führen, sondern nur zur Tötung", begründet die ALfA-Bundesvorsitzende ihren Appell. Wie es in dem Schreiben heißt, komme statistisch auf ein gesundes Kind 34 getötete Embryonen. Die sogenannte "baby-take-home" Rate betrage noch 6,2 Prozent. Da lediglich drei Prozent aller Behinderungen vor der Geburt aufträten, würde auch der beabsichtigte Zweck der vielfachen Leidvermeidung durch Einführung der PID verfehlt.

Die Bewertung eines Menschen nach "lebenswert" und "nicht lebenswert" sei zudem ein "fatales Signal" für Menschen, die mit Behinderungen oder schweren Krankheiten lebten, durch Art. 3 Abs. 3 GG zu Recht besonders geschützt werden und sich durch eine Zulassung der PID diskriminiert und möglicherweise in der Ausweitung dieses Denkmusters bedroht fühlten.

Kaminski: "Sobald der Mensch nicht mehr als Individuum mit allen Rechten angesehen wird, sondern sein Lebensrecht von Zweckerfüllung und Vorbedingungen abhängig gemacht wird, gehen wir einen gefährlichen und unaufhaltbaren Weg, der im Ausland bereits festzustellen ist." So würden dort nicht nur die "Krankheitskataloge" stetig erweitert, sondern die PID längst auch zur Geschlechtswahl genutzt.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein - ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung.

Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL). Die ALfA finanziert sich ausschließlich über die Beiträge ihrer Mitglieder sowie Spenden.

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