Montag, 25. September 2017


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Kuscheliger Nachwuchs bei den Bisons

Köln, (lifePR) - Am 21.7.2017 wurde „Misu“ geboren. Er ist der Sohn der vierjährigen Lakota, die im August letzten Jahres aus dem Serengetipark Hodenhagen nach Köln kam. Sein Vater ist der ebenfalls vierjährige Cherokee, der aus der Kölner Herde stammt. Seine Mutter „Cheyenne“ (23 Jahre) und Halbschwester Ribanna (18 Jahre) vervollständigen die Gruppe.

Bisonkälber beginnen bereits früh das Futter der erwachsenen Tiere zu testen. Dazu gehören Heu, Gras sowie etwas Kraftfutter und Möhren. Gelegentlich werden Äste angeboten.

Bisons leben in Mutterfamilien bestehend aus mehreren Kühen und deren Nachwuchs. Die Bullen sondern sich im Herbst nach der Brunstzeit ab und stoßen erst wieder im späten Frühjahr zu den Kühen, wenn die Kalbesaison beginnt. Bald nach der Geburt werden die Kühe wieder fortpflanzungsbereit.

Bei ersten Anzeichen werden sie von einem Bullen gehütet und gegen andere verteidigt. Dabei kommen die stärksten zuerst zum Zuge und die schwächeren und jüngeren erst zum Ende der Fortpflanzungssaison.

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, das sich ursprünglich von trockenen Steppen Nordmexikos über die Prärien des mittleren Westen bis zu Weiden entlang der Flüsse in Alaska erstreckte, leben Bisons vor allem von Gräsern.

Sie bevorzugen offene Landschaften. Hier herrschen im Sommer sehr hohe und im Winter sehr niedrige Temperaturen von weniger als -40°C. Bisons sind bestens an diese Extreme angepasst. Langes dichtes Fell schützt sie vor der Winterkälte. Nach dem Fellwechsel, der sich bis in den Sommer ziehen kann, ist das Haarkleid für wenige Wochen kurz. Im Sommer suchen unsere Bisons nur selten Schatten auf. Man kann die ganze Herde häufig in der prallen Mittagssonne beim Tiefschlaf an den mit Sand aufgefüllten Stellen beobachten.

1867 lebten in Nordamerika noch schätzungsweise 15 Millionen Bisons. Bis 1870 töteten indianische wie weiße Jäger nur so viele Bisons, wie sie für ihren eigenen Bedarf benötigten. Während der Erschließung des Lands mit Eisenbahnlinien wurden Bisons in großer Zahl für die Ernährung der Bahnarbeiter abgeschossen. Es wurde ein Volkssport, vom Zug aus mit dem Gewehr Bisons abzuschießen. So konnte ein einziger „Büffeljäger“ etwa 50 bis 100 Tiere täglich erlegen. Einer der bekanntesten Bisonjäger war William F. Cody, der bald Buffalo Bill genannt wurde. Um der indigenen Bevölkerung, die diese großen Wildrinder vielfältig nutzten, die Lebensgrundlage zu entziehen, hatte das US-Militär den Auftrag die Bisons auszurotten. Ende der 1880iger Jahre lebten noch ca. 500 – 1000 Bisons, 200 davon im 1872 gegründeten Yellowstone Nationalpark. Seit dem 15. Januar 1883 war ihre Jagd zumindest dort verboten. Man ging davon aus, dass die Art endgültig verschwinden würde und beauftragte 1886 William Temple Hornaday, den späteren Direktor des Zoos in New York, einige Bisons für das Nationalmuseum zu sammeln, um künftigen Generationen wenigstens anhand von ausgestopften Exemplaren deren Aussehen zu vermitteln. Eine von Hornaday erworbene Herde lebender Tiere bildete den Grundstock einer Zoopopulation. Zudem initiierte er vielfältige Schutzmaßnahmen für die verbliebenen wildlebenden Bisons. Heute gibt es wieder mehr als 530.000 Bisons in Nordamerika. Allerdings werden 97% für kommerzielle Zwecke in 4.000 Farmen gezüchtet und gehalten. Nur circa 15.000 Bisons sind tatsächlich wildlebend, weitere 15.000 werden zu Erhaltungszuchtzwecken in umzäunten Reservaten gemanagt. Nur 8 der 65 gemanagten Herden bestehen aus mehr als 1.000 Individuen.

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