Sonntag, 19. November 2017


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Erstmals Nachwuchs bei den Gelbgebänderten Philippinenbindenwaranen im Terrarium des Kölner Zoos

Köln, (lifePR) - Eigentlich waren es traurige Umstände, als die ersten Gelbgebänderten Philippinenbindenwarane (Varanus cumingi) in den Kölner Zoo kamen: nämlich 2010 im Rahmen einer großen Beschlagnahmung von aus den Philippinen nach Deutschland geschmuggelten Reptilien. Der Kölner Zoo half mit, einige der seltenen, nur auf den Philippinen lebenden Großechsen bei sich aufzunehmen. Er schaffte dafür extra neue Anlagen hinter den Kulissen des Terrariums und im Schaubereich – gleich neben der zu diesem Zeitpunkt kurz vor der Fertigstellung befindlichen, neuen Philippinenkrokodilanlage.

Leider stellten sich die heranwachsenden Gelbgebänderten Philippinenbindenwarane aber allesamt als männlich heraus, sodass zunächst nicht auf Nachwuchs gehofft werden konnte. Erst der Tausch eines Männchens gegen ein Weibchen aus einem anderen Zoo führte im Oktober 2016 zu ersten erfolgreichen Verpaarungen im Kölner Zoo. Das erste Gelege wurde am 16. November 2016 abgesetzt. Die ersten jungen Gelbgebänderten Philippinenbindenwarane erblickten zwischen dem 22. und 27. Mai 2017 das Licht der Welt. Insgesamt schlüpften aus dem ursprünglich acht Eier umfassenden Gelege fünf quirlige Jungtiere. Drei Eier erwiesen sich leider als unbefruchtet. Beim Schlupf wogen die Jungen 31 bis 36 g und hatten schon eine Gesamtlänge von über 32 cm.  Weitere neun Eier aus einem später (14. Mai 2017) abgelegten Gelege harren derzeit noch in der Brutmaschine bei etwa 29 bis 31,5 °C ihres Schlupfes.

Die Europäische Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) hat erst vor kurzem ein Nachzuchtprogramm für diese bedrohte Art ins Leben gerufen. Diverse europäische Zoos haben bereits Interesse bekundet, den Kölner Nachwuchs zu übernehmen. Erst werden die Jungen aber noch im Kölner Zoo aufgezogen, bevor sie zum Jahreswechsel in andere Zoos umziehen. Für kurze Zeit ist der Nachwuchs nun im Terrarium des Kölner Zoos zu sehen.

Professor Theo B. Pagel, Direktor des Kölner Zoos: „Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Behörden in Sachen Artenschutz, denn die beschlagnahmten Warane wurden über das Bundesamt für Naturschutz bei uns eingestellt. Moderne Zoos tragen so wesentlich mit dazu bei, bedrohte Arten aufzufangen und zu erhalten.“

Waran-Experte Prof. Dr. Thomas Ziegler vom Kölner Zoo, der auch Mitglied der Waranspezialistengruppe der IUCN ist: „Wenn beschlagnahmte Tiere ein neues Zuhause finden, aufgepäppelt werden können und sich dann schlussendlich sogar noch erfolgreich vermehren und so die Basis für ein Erhaltungszuchtprogramm bilden, ist das sowohl für die Tierpfleger als auch Tiergarten-Zoologen immer ein ganz bewegender Moment. Dann wissen wir, dass sich alle Investitionen gelohnt haben und wir es richtig gemacht haben.“

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