Dienstag, 23. Januar 2018


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Drei Hirschziegenantilopen im Kölner Zoo geboren

Köln, (lifePR) - Der Kölner Zoo freut sich über drei männliche Jungtiere bei den anmutigen Hirschziegenantilopen. Die Kitze kamen am 6. und 10 Juni Juni sowie am11. Juli zur Welt. Die Kölner Herde umfasst nun insgesamt acht Tiere. Die Mütter wurden zwischen 2002 und 2008 im Kölner Zoo nachgezogen. Der Zuchtbock kam 2007 im Zoo Dortmund zur Welt. Er lebt seit 2010 in Köln. Bei uns nachgezogene Hirschziegenantilopen bleiben namenlos. Sie werden meist im Laufe eines Jahres an andere Haltungen abgegeben, da sie als Weibchen aufgrund der früh eintretenden Geschlechtsreife vom Zuchtbock gedeckt werden oder als Männchen mit diesem in Konflikt geraten.

Die Kitze folgen zumeist ihren Müttern auf der Anlage, wo man sie häufig beim Säugen beobachten kann. Gern halten sie sich aber auch in einer Art Kindergarten auf, liegen nahe beieinander im Heu der Schutzhütten oder betreiben Rennspiele. Die Anlage der Hirschziegenantilopen liegt direkt neben dem Pavianfelsen im Kölner Zoo. Der deutsche Name der Hirschziegenantilopen spielt auf das schmale, ziegenartige Maul und den für eine gazellenähnliche Antilope eher plumpen, hirschähnlichen Körperbau an.

Die etwa rehgroßen hellbraunen Weibchen der Hirschziegenantilopen leben in Herden von fünf bis 50 Tieren. Die Herden werden durch einen oberseitig beinahe schwarz gefärbten Bock mit schraubenartig gewundenen Hörnern, die imposante 70 cm lang werden können, beansprucht. Nach einer Tragzeit von sechs Monaten wird meist ein einzelnes Kitz von fast 4 kg Gewicht geboren, das die ersten Tage abliegt. Nach kurzer Zeit ist das Jungtier jedoch in der Lage seiner Mutter zu folgen und erreicht später die beachtliche Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 km/h, die früher nur der sprintstarke Gepard aufbrachte. Letzterer ist inzwischen im indischen Ursprungsgebiet der Hirschziegenantilopen ausgerottet und somit sind heutzutage Wölfe und Füchse die hauptsächlichen natürlichen Feinde. Die gazellenartigen Antilopen sind Bewohner der Halbwüsten, Grasländer und Trockenwälder des Indischen Subkontinents.

Obwohl Hirschziegenantilopen in Zoos häufig gehalten werden, sind sie durch immer stärker verschärfte Lebensraumzerstörung und Bejagung zunehmend bedroht. Man schätzt ihren Bestand in Indien auf ca. 50.000 Tiere mit kleinen Restpopulationen in Nepal und Pakistan.

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